Suche

Berlin

Das Königliche Invalidenhaus zu Berlin

Buchtipp: ReiseTravel empfiehlt

 

Das Königliche Invalidenhaus zu Berlin

 

Autor Laurenz Demps beschreibt anschaulich die Entstehung des Invalidenhauses sowie die Entwicklung des ihm zur Verfügung gestellten Geländes seit der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts bis in die unmittelbare Gegenwart. Dies ist umso interessanter, weil es bisher keine zusammenhängende Darstellung dieses nicht nur für die Stadtentwicklung Berlins so wichtigen Gebietes gibt. Ausgehend von der Anlage von Gärten und Maulbeerplantagen im 18. Jahrhundert wird die Entwicklung des ersten industriellen Zentrums Berlins (Borsig, Egells u.a.) in der Chausseestraße, der Bau von zwei Bahnhöfen sowie der zahlreichen wissenschaftlichen Einrichtungen (u.a. Landwirtschaftshochschule und Naturkundemuseum) behandelt. Die Gegenwart zeigt mit dem Sitz von zwei Bundesministerien und dem Neubau für den BND, wie wichtig das Gelände des ehemaligen Invalidenhauses auch heute noch ist. Reich bebildert und unterstützt durch zahlreiche, zum Teil bisher unveröffentlichte Quellentexte eröffnet sich ein völlig neuer Blick auf das Gelände im der Mitte der Hauptstadt. 

  

Klaus Francke, Hamburg Vorsitzender des Fördervereins Invalidenfriedhof e.V. informiert zum Buch:  

ReiseTravel.eu  

Mit dem Buch über das ehemalige Königliche Invalidenhaus zu Berlin und die Einordnung der Entwicklung seines Geländes in den politischen und wirtschaftlichen Entwicklungskontext der Stadt über drei Jahrhunderte hat der ausgewiesene Kenner der Berliner Stadtgeschichte, Professor Dr. Laurenz Demps, seine unermüdliche Forschungsarbeit um einen wichtigen Mosaikstein erweitert. Er verhilft dem historisch interessierten Leser damit zu einem ganzzeitlichen Verständnis einer Institution, die – ähnlich wie der Invalidenfriedhof – die zahlreichen Wendemarken der Berliner, der preußischen und letztlich deutschen Geschichte repräsentiert. Um nur drei Stationen zu erwähnen: Was zunächst als Unterkunft für kriegsinvalide Soldaten zu Zeiten von König Friedrich I. in Preußen sowie deren Versorgung diente, wurde später mit dem umliegenden Gelände zur Keimzelle der industriellen Revolution in Preußen und ist seit dem Regierungsumzug von Bonn nach Berlin Dienstsitz für drei Bundesministerien: dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie in Kürze für den Bundesnachrichtendienst. Die Auswertung der Quellen, darunter allein die etwa 500 Akten des Invalidenhauses aus der Zeit von 1760 bis 1900, ist ein weiterer verdienstvoller Beitrag des Autors im Rahmen der Erforschung einer inzwischen 250-jährigen Epoche der Geschichte, in der Krieg immer ein prägendes Ereignis war. Heute gehört das Stadtgebiet, in dem das Invalidenhaus errichtet wurde, zum Regierungsviertel des wiedervereinigten Deutschlands. Für die akribische Recherche, die dadurch gewonnene Faktenfülle und das stete Bemühen um wissenschaftliche Objektivität in der Bewertung dieses komplexen Themas gebührt Professor Demps großer Dank.

Dank gebührt auch all denen, die diese Untersuchung ermöglich haben. Neben den zahlreichen Spendern, die am Ende des Buchs namentlich gewürdigt werden, ist an dieser Stelle besonders die Unterstützung seitens der Bundesregierung hervorzuheben. Möge dieses vielfältige Engagement dadurch belohnt werden, dass das Buch viele interessierte Leser findet und zum vertieften Nachdenken über unsere Geschichte anregt.

Das Königliche Invalidenhaus zu Berlin – Geschichte und Entwicklung seines Geländes von Laurenz Demps, Sandstein Verlag Dresden, ISBN 978-3-940319-43-2, www.sandstein-verlag.de

 

Das Buch kostet im Buchhandel 48 Euro,

 

Über den Sandstein Verlag: Der Sandstein Verlag gehört zu den renommiertesten Katalog- und Kunstbuch-Verlagen Ostdeutschlands. Schwerpunkte des Programms sind Publikationen zu den Themenbereichen Geschichte, Kunstgeschichte und Architektur. Im Februar 1990 gegründet, betreut der Verlag heute zahlreiche Ausstellungskataloge u.a. für das Deutsche Historische Museum und die Museen Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Von Meike Griese-Storck.

 

ReiseTravel empfehlen/merken:
del.icio.usLinkaARENAMister Wonggoogle.comYahooMyWeb

ReiseTravel aktuell:

Hensted

Strahlend blauer Himmel, die Sonne scheint: Da werden die Fahrräder flugs aus Kellern und Schuppen geholt. Doch aufgepasst mahnt Thorsten Rudnik,...

Völz

Völs am Schlern als Familien-Urlaubsparadies mit hohem Erlebniswert: Sanft streichelt die Sonne die saftig grünen Almen, auf denen kleine Dörfer,...

München

Eine Art Testlauf war das Fachsymposium „Regionale Schätze – Genuss aus Münchens Vorgarten“. Falls die Veranstaltung ein Erfolg wird, so hieß es,...

London

Rolls-Royce - Edel und für viele unerschwinglich: Was haben Thomas Gottschalk und David Beckham gemeinsam? Vielleicht nicht wirklich viel, aber auf...

Regensburg

Reisen & Speisen in Regensburg führen zu facettenreichen Erlebnissen: Egal, wie lange ein Regensburg Aufenthalt dauert, einen kulinarischen...

Klaistow

Spitzenleistung: Wenn der Spargel seine Spitzen durch den märkischen Sand treibt, dann wissen Berliner und Brandenburger, dass wieder Saison für...

Rom

In Bella Italia waren Sie schon lange nicht mehr, sind aber grundsätzlich nicht abgeneigt? Bei mir war es bis vergangene Woche genauso. Da habe ich...

Peking

Noch Dunst oder schon Smog? Klare Sicht ist in Peking selten. Die Chinesen kaufen zu wenige chinesische Autos. Chinas Hersteller bangen um ihre...

Uly Koch

In Donaueschingen befindet sich die Quelle der Donau: Nach 609 Kilometern durch Deutschland fließt der Fluss dann weiter durch zahlreiche Länder und...

Volker Lange

Volker Lange   Kurz vor der AMI: Vom 2. bis 10. Juni 2012 findet die AUTO MOBIL INTERNATIONAL (AMI) als PKW-Messe des Jahres in...