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Elchingen

Grünes Tor zum bayerisch-schwäbischen Donautal

Napoleon hat hier einst Geschichte geschrieben: Das grüne „Tor“ zum bayerisch-schwäbischen Donautal ist die Gemeinde Elchingen im Landkreis Neu-Ulm. Gäste finden in den idyllisch zwischen Donau und Südhang der Schwäbischen Alb gelegenen Ortsteilen Thalfingen, Unter- und Oberelchingen hervorragende Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten mit ausgezeichneten Rad- und Wanderwegen. So führen der Donau-Radweg oder eine Etappe des Jakobswegs durch Elchingen.

In Oberelchingen wurde mit der „Schlacht von Elchingen“ Geschichte geschrieben. Selbst Kaiser Napoleon geriet beim Anblick der Klosterkirche hoch oben über der Donau ins Schwärmen.

Schlacht von Elchingen am 14. Oktober 1805

Napoleon

An dieser Stelle schossen Napoleons Soldaten am 14. Oktober 1805 mit Kanonen eine breite Öffnung in die Klostermauer: Im Volksmund wird dieser Mauerdurchbruch al „Ney-Loch“ bezeichnet, benannt nach Feldmarschall Michel Ney. Ney befehligte die französischen Truppen gegen die österreichische Armee während der „Schlacht von Elchingen“. Paris-Besucher können Elchingen sogar im Triumphbogen finden. Schließlich hat der Sieg der Truppen Napoleons unter dem Kommando von Marschall Ney über das österreichische Heer am 14. Oktober 1805  Geschichte geschrieben. „Die Schlacht von Elchingen“ rund um die Klosterkirche, an der rund 20.000 Soldaten beteiligt waren, markierte den Anfang vom Ende des Heiligen Römischen Reichs.

Napoleon stattete der Klosterkirche nach der Schlacht einen Besuch ab und zeigte sich von der Pracht der ganz in Weiß und Gold gehaltenen Elchinger Klosterkirche überwältigt. „C´est vraiment le salon du Bon Dieu“ (Das ist wahrhaftig der Salon des lieben Gottes) soll er ausgerufen haben. Und das, obwohl das Gotteshaus in einem erbärmlichen Zustand war, denn seine Soldaten hatten es als Stall für ihre gut 700 Pferde zweckentfremdet.

Noch viel älter: „Das Gewand trug König Gustav Adolf von Schweden“

Deutsche Donau

Klostergründung im 12. Jahrhundert: Das Kloster Elchingen wurde Anfang des 12. Jahrhunderts gegründet und gehörte wie das Ulmer Benediktinerkloster Wiblingen in die Reihe der benediktischen Reformklöster. Seit 1485 war es reichsunmittelbar und wurde im Zuge der Säkularisation im Jahre 1802 aufgehoben. Der Besitz und sämtliche Rechte des einstigen Reichsstifts Elchingen gingen an das Kurfürstentum Bayern und damit an den bayerische Kurfürsten Max IV. Josef als neuen Landesherrn über. Bis 1840 wurde fast die gesamte, einst monumentale Klosteranlage abgebrochen.

Alle Stürme der Zeit hat glücklicherweise die Klosterkirche hoch oben auf dem „Heiligen Berg“ in Oberelchingen (530 Meter über dem Meeresspiegel) fast unbeschadet überstanden. Heute dient „St. Peter und Paul“ den katholischen Gläubigen in Oberelchingen als Pfarr- und Wallfahrtskirche Der lang gestreckte Kirchenbau grüßt schon aus weiter Ferne mit seinem keck in den Himmel ragenden Rokokotürmchen und ist auf alle Fälle eine längere Stippvisite wert.

Joseph Dossenberger gestaltet Kirchenbau 1773 – 1784: Im 12. Jahrhundert als dreischiffige romanische Basilika errichtet, brannte die Klosterkirche nach einem Blitzschlag am 10. Mai 1773 fast völlig aus. Das Kloster beauftragte Stiftsbaumeister Joseph Dossenberger aus Wettenhausen (1720-1785), einen Schüler von Dominikus Zimmermann, mit dem Wiederaufbau. Bis zur Fertigstellung im Jahre 1784 wandelte sich der Baustil. So ist der Chor im Stil noch im Stil des Rokoko gehalten. Der Frühklassizismus dagegen prägte den Stil des Langhauses.

Die Ausstattung des Langhauses sowie die Deckenfresken übernahm der Trierer Hofmaler Januarius Zick (1730–1797), der zuvor seine Arbeiten im Kloster Wiblingen fertig gestellt hatte. In der Stiftskirche erinnern das Wappen des Abtes Robert Kolb am Chorbogen und die vielen Grabdenkmäler ehemaliger Äbte an die jahrhundertealte Wirkungsstätte der Benediktiner in Elchingen.

Klostergarten nach alten Vorbildern neu angelegt: Von der Größe der einstigen Benediktiner-Reichsabtei Elchingen zeugt ein Modell, das in der Klosterkirche aufgebaut ist. Als Teil der alten Klosteranlage ist der benachbarte Klostergarten erhalten geblieben, der im Jahre 2006 nach alten Vorbildern neu angelegt wurde. Neben typischen Pflanzen der Klostermedizin des frühen Mittelalters wachsen hier auch moderne Heilpflanzen. Eine grüne Oase der Stille - gleichzeitig hat man von hier einem wunderbaren Blick auf das Donautal.

Zum alten Klosterensemble gehört die 1736/37 von Christian Wiedemann errichtete barocke Anlage des Martinstors an der steilen Klostersteige. Heute kaum vorstellbar, dass es damals als Eingang zum prächtigen Klosterhof diente.

Wallfahrt und Reitturnier: Die Wallfahrt zur Schmerzhaften Muttergottes von Elchingen, deren Gnadenbild sich auf dem Altar im nördlichen Seitenschiff befindet, ist seit 1640 Anziehungspunkt für Wallfahrer, besonders beim „Hohen Umgang“ am 3. Sonntag nach Pfingsten. Ein fester Termin im Jahreskalender ist auch das Internationale Elchinger Pfingstreitturnier im historischen Klosterhof Oberelchingen, das in diesem Jahr zum 44. Mal stattfindet.

Aktivangebote für Gäste rund um Elchingen: Gut ausgebaute und ausgeschilderte Wander- und Radwege bieten den Gästen in Elchingen viele Möglichkeiten zur aktiven Erholung und Entspannung. Viele Strecken sind mittlerweile mit GPS erfasst und im Internet veröffentlicht. Rollstuhlgerecht ist der 6,5 Kilometer lange barrierefreie Panorama-Höhenweg. Jakobspilger finden in der Klosterkirche einen Pilgerstempel mit der typischen Jakobsmuschel. Auf dem „Historischen Pfad“ rund um die Klosterkirche kann man „friedlich“ auf den Spuren Napoleons wandeln und an Info-Stelen die Ereignisse nachlesen. Das Naherholungsgebiet Unterelchingen mit seinem großen Badesee garantiert kostenlosen Freizeit- und Badespaß für die ganze Familie.

„Bitte besuchen Sie auch Ulm und Neu Ulm“

Neu Ulm

Andrea Engel-Benz – vom Landratsamt Neu Ulm

Service

Tourismusjournal: „kulttourland“, Radkarte „Rauf aufs Rad“, Wanderführer „Raus ins Grüne“, Freizeitkarte und die neue Broschüre „Kurzurlaub 2011 zum Genießen“ mit interessanten Arrangements und Pauschalen.

Angebote in Elchingen: Besichtigung von Klosterkirche und Klostergarten, Informationen über die Schlacht von Elchingen oder Exkursionen in das Reich des Bibers mit zertifizierten Gästeführerinnen und Gästeführern des Landkreises Neu-Ulm.

„Kloster-Bräustuben“: Die Gaststätte steht auf dem Klosterberg, neben der Wallfahrtskirche, hoch über den Dächern von Oberelchingen. Ob im Restaurant oder Biergarten, alles in einem schönem Ambiente. Neu im Team ist Koch Andreas Gold, der sich in der schwäbisch-bayrischen gut bürgerlichen und gehobenen Küche bestens auskennt. Er war auch längere Zeit in Hamburg tätig und hat dort die „Fischküche“ ausgiebig kennen und vor allem zubereiten gelernt. So ist „Zanderfilet mit Schmelztomate, Kartoffelwürfeln und Blattsalat“ eine wahre Köstlichkeit.

www.klosterbraeustuben-oberelchingen.de

 

Gemeinde Elchingen - Pfarrgäßle 2, D-89275 Elchingen, Telefon:+ 49 (0) 7 31/2066-15, info@elchingen.de - www.elchingen.de

Landkreis Neu-Ulm – Tourismusförderung, Kantstraße 8, D-89231 Neu-Ulm, Tel.:+49 (0) 7 31/7040-119, touristik@lra.neu-ulm.de

www.landkreis.neu-ulm-tourismus.de

ARGE Deutsche Donau
Ottheinrichplatz A118, D-86633 Neuburg an der Donau
info@deutsche-donau.dewww.deutsche-donau.de

 

Von Andrea Engel-Benz, Fotos Gerald H. Ueberscher

 

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