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Sassnitz

Rügens Fährhafen Mukran

Natur, Landschaft und Sehenswürdigkeiten: Facettenreich und erlebenswert präsentiert sich die Insel Rügen. Weite Teile stehen unter besonderem Schutz: Die Westküste Rügens und die Insel Hiddensee gehören zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Von der ehemaligen fürstlichen Residenzstadt Putbus bis über die Halbinsel Mönchgut erstreckt sich das Biosphärenreservat Südost-Rügen. Die schönsten Ausblicke bieten die Aussichtspunkte am 118 Meter hohen Königsstuhl und der so genannten Victoriasicht. Auf einer Zeitreise durch die Erdgeschichte der Kreideküste sind viele spannende Exponate zu bestaunen.    

Am Endpunkt der B 96 lautet das Ziel: Sassnitz!

Fährhafen Mukran auf Rügen

„Der Fährhafen ist unserer Zukunft!“ Bäckermeister Nils Peters, Fährhafenchef Jürgen Heyer: Rohre für die Ostsee-Pipeline wurden hier gefertigt! 

Sassnitz wurde zu DDR-Zeiten systematisch zum Industriestandort ausgebaut und war bald einer der bedeutendsten Fischerei- und Handelshäfen der Republik. Das Fischkombinat Sassnitz verarbeitete bis zu 66.000 Tonnen Fisch. Aus dem alten Kombinat ging 1990 die Rügen Fisch GmbH hervor, die mittlerweile in alle Welt exportiert und am 3. Oktober 2009 ihr 60-jähriges Betriebsjubiläum feiert.

Das Sassnitzer Fischerei- und Hafenmuseum widmet sich der Geschichte der Fischerei und der Fischverarbeitung auf Rügen, der Entwick­lung des alten Hafens und der Seetouristik. Seit seiner Eröffnung im Sommer 1996 wird die Ausstellung ständig erweitert. Als Herzstück des Museums wird das Museumsschiff „Havel“ angesehen, der letzte 26-Meter-Kutter, das letzte originalgetreu erhaltene einer Serie von 50 Schiffen, die bis 1990 im ehemaligen VEB Fischkombinat Sassnitz ihren Dienst ta­ten.

Pause beim Bäcker Peters…

Fährhafen Mukran auf Rügen

…mit Blick auf die Fähren

Bis Anfang der 60er Jahre konnten DDR-Bürger von Sassnitz aus sogar noch über die traditionsreiche „Königslinie“, die 2009 ihr 100. Jubiläum feiert, nach Trelleborg reisen. Dies war nach dem Bau der Berliner Mauer fast 30 Jahre freilich nicht möglich. Heute lebt die Hafenstadt hauptsächlich vom Tourismus und der Gastronomie; die Fischerei hat zwar an Bedeutung eingebüßt, das maritime Flair, das die Kutter und die verbliebenen Fischer noch versprühen, die mit 1.450 Meter längste Außenmole Europas und die Nähe zum Na­tionalpark Jasmund ziehen trotzdem zahlreiche Urlauber und Tagesgäste in die Hafen­stadt.

Ende der 1970er Jahre führte die Solidarnosc-Bewegung in Polen zu Streiks und Unruhen. Die Volksrepublik war zugleich wichtiges Transitland zwischen der DDR und der Sowjet­union, die auch enge Handelsbeziehungen zu einander unterhielten. Die Unruhen bedroh­ten die Abwicklung des Güterverkehrs über die Volkrepublik; ein Zusammenbruch der Handelsbeziehungen zur Sowjetunion hätte für die DDR ein ökonomisches Desaster be­deutet. Auch die Sicherung des militärischen Nachschubs aus der Sowjetunion in die DDR sollte unter Umgehung des Landweges gesichert werden. So wurde 1982 damit begonnen, den südlich von Sassnitz gelegenen Hafen Mukran in Windeseile aufzubauen. Für den Bau dieses für Sowjetunion und DDR so wichtigen Infrastrukturprojektes wurden so genannten Bausoldaten abgestellt, Wehrdienstverweigerer, die unter äußerst schwierigen Bedingun­gen - während und nach ihrer Dienstzeit Schikanen ausgesetzt und stigmatisiert - den Hafen Mukran aus dem Boden stampfen mussten. 1986 wurde die Linie Mukran - Klaipeda in Betrieb genommen. Nach der Wende wurde der Hafen für Verbindungen in den gesam­ten Ostseeraum umstrukturiert. Über die Linie nach Klaipeda wurde bis 1993 - Ironie des Schicksals - ein Großteil der in der ehemaligen DDR stationierten sowjetischen Truppen abgewickelt. Heute gilt der Fährhafen Sassnitz als größter Eisenbahnfährhafen Deutsch­lands und Tor ins Baltikum mit Verbindungen in den gesamten Ostseeraum. Als einziger Hafen Europas hat der Fährhafen Sassnitz/Mukran die Möglichkeit, Eisenbahnwaggons auf die finnische und russische Breitspur umzuspuren.  

Cafés und Restaurants laden zum Verweilen ein: Entspannt Bummeln und Flanieren lässt es sich auf den Strandpromenaden oder den Seebrücken. Die größte Attraktion der Ostseebäder – wie auch der anderen bekannten Badeorte auf Rügen und Hiddensee – sind die langen, weißen Sandstrände der Inseln. Sie laden aber nicht nur zum Sonnenbaden ein, sondern sind im Frühling, Herbst und Winter bei Aktivurlauber wie Wanderern, Nordic Walkern oder Frischluft-Fans sehr beliebt.  

„Darf es ein Stück Torte sein!“

Fährhafen Mukran auf Rügen

Ein Handwerksberuf sollte es schon sein“ und da er selbst gern feine Kuchen und leckere Torte liebte, entschied sich Otto Peters seine Leidenschaft zum Beruf zu machen. So wurde er Konditor. 1964 eröffnete er in seiner Heimatstadt Sassnitz mit 4 Mitarbeitern seine eigene kleine Konditorei. Mit der Wende kam dann der Neuanfang. Mit höchstem Engagement und Fleiß machten sich die Peters schnell bei den Rüganern und den vielen Feriengästen auch für Brot und Brötchen einen Namen als kompetente Qualitätsanbieter für Handwerksprodukte von höchstem Genuss, nicht zuletzt durch den Eintritt des Sohnes Nils in das Unternehmen. Anfang der 90iger Jahre absolvierte Nils Peters eine Bäckerlehre in einem befreundeten Handwerksbetrieb erfolgreich und legte 1997 die Meisterprüfung ab. Zug um Zug wuchs in den 90iger Jahren das Filialnetz. Zuerst mit einer weiteren Verkaufsstelle in Sassnitz, später kamen Bergen, Binz und Sellin hinzu.  

Am Endpunkt der B 96 lautet das Ziel: Sassnitz!

Von hier geht es mit den Fähren in die große weite Welt, zumindest über die Ostsee nach Schweden, Bornholm, Litauen und auch nach Baltisk – Pillau im alten Ostpreußen. Gute Fahrt!

 

Kontakt

 

Fährhafen Sassnitz

D-18546 Sassnitz Neu Mukran

 

www.faehrhafen-sassnitz.de

 

Konditorei Bäckerei Peters GmbH

Neu Mukran 19b, D-18546 Sassnitz

 

www.baeckerei-peters.de

 

Tourismuszentrale Rügen GmbH

Bahnhofstraße 15, D-18528 Bergen auf Rügen

Telefon: (0 38 38) 80 77 80, Fax: (0 38 38) 25 44 40, info@ruegen.de

 

www.ruegen.de

 

Ein Beitrag für ReiseTravel von Gerald H. Ueberscher 

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