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Wallis

Die Zukunft der Elektromobilität hat diesen Sommer an den Pässen der Region San Gottardo in der Schweiz begonnen: Die Kraftwerke Oberhasli AG  (KWO) sind Pionier im automobilen Umweltschutz. Die Eidgenossen arbeiten mit der norwegischen Firma Think zusammen, welche das erste rein als Elektroauto konzipierte Serienfahrzeug baut. Hintergrund dieser Aktivitäten: Als erste Energieregion der Schweizer Alpen will das Goms im Oberwallis bis 2030 einen Großteil des Energieverbrauchs mit Biomasse, Wind, Wasser und Sonne decken.

Der Trend geht eindeutig in Richtung Elektroauto: Es verbraucht nur noch einen Bruchteil der Energie eines Autos mit Verbrennungsmotor und der Elektromotor sowie die dazugehörige Technik sind einfacher, robuster und um ein Vielfaches effizienter. Warum sich Elektroautos bis heute nicht durchgesetzt haben lag zum einem am früher billigeren Benzin, zum anderen am Energiespeicher. Batterien waren bisher zu schwer und konnten nur wenig Energie speichern. In der Entwicklung von leistungsfähigen Batterien wurden enorme Fortschritte gemacht. Das E-Auto „Think“ ist ein Kleinserienauto auf dem Weg in eine neue Mobilität. Alpmobil ist ein Projekt mit Pioniergeist, das einlädt, die Mobilität von morgen auf komfortable Art in einer faszinierenden Bergwelt zu testen.

Think City, ein zweisitziger Stadtflitzer, gilt als erstes serienreifes Elektrofahrzeug aus europäischer Fertigung mit einer europäischen Typengenehmigung. Gebaut wird Think City vom norwegischen Unternehmen Think Global AS, das vorübergehend Ford gehörte.

Die Aufladung der Batterien kann an jeder 230 V-Haushaltsteckdose erfolgen und dauert fünf Stunden. Auch bei Think City wurde großer Wert sowohl auf die aktive als auch passive Sicherheit gelegt. Die Karosserie besteht aus recyclebarem ABS-Kunststoff, sie ist nicht lackiert, sondern durchgehend eingefärbt, so dass  Kratzer und Dellen kaum sichtbar sind. Der Think City hat alle Sicherheitstests bestanden. Technische Daten: Länge 3,12 m, Leergewicht: 940 kg, Motorleistung 23 PS/17 kW, Höchstgeschwindigkeit 100 km/h, Reichweite 120 – 160 km, Zebra-Batterie (Natrium-Nickelchlorid).

Elektrofahrzeuge sind leise, effizient und stoßen keine Schadstoffe aus: Die meisten Elektroautos sind heute für den Straßenverkehr konzipiert. Sie rollen mit einem Minimum an Energieaufwand auf kürzeren Strecken. Die jahrelangen Erfahrungen mit dem norwegischen Elektroauto „Think City“ hingegen zeigen: „Heute erhältliche Elektroautos taugen auch auf Passstrassen“ Nach dem Motto „Wer es über die Pässe schafft, der schafft es überall“ macht in diesem Sommer das Projekt Alpmobil die Mobilität der Zukunft allen Interessierten zugänglich. Ein weltweit einzigartiges Angebot!

Der eisige Fahrtwind beißt auf der Haut: Aber das Grinsen weicht nicht aus Max Ursins Gesicht. „Ist das nicht großartig“ fragt der Leiter Umwelt bei den Kraftwerken Oberhasli, während er im offenen Brusa-Elektro-Roadster die Grimselstrasse hinaufflitzt. Bis zu 270 PS leistet der leichte E-Spyder, ein Prototyp des Schweizer Elektroantrieb Spezialisten Brusa aus Altstätten. Und er spurtet in weniger als fünf Sekunden auf Tempo 100. In ein paar Jahren soll dieser Spaß für Jedermann möglich sein.

In der Gotthardregion verbinden zehn der schönsten Alpenpässe verschiedene Regionen und Täler, die sich alle dem naturnahen Tourismus verschrieben haben. Ist die Pilotphase erfolgreich, soll in den nächsten Jahren in der gesamten Gotthardregion ein weit verzweigtes Netz von Mobilitätsknoten entstehen.

Die E-Autos stehen an den verschiedenen Standorten wie Bahnhöfen, Tourist Informationen sowie Hotels bereit, und können vor Ort oder ganz bequem über ein Reservationssystem im Internet gebucht werden. Die genauen Standorte der E-Autos finden sich auf der Homepage www.alpmobil.ch. Es kann direkt reserviert werden. Zudem bietet die Webseite Informationen zu zahlreichen Routen und Ausflugszielen, die mit dem Elektroauto besucht werden können.

Parkplätze und Ladestationen stehen an allen Standorten zur Verfügung. Die Schlüsselübergabe und eine kleine technische Einführung in das neuartige und geräuschlose Mobil gibt es direkt vor Ort. Besondere Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Die Reichweite eines Autos beträgt mit einer Batterieladung rund 120 Kilometer. Sollte unterwegs trotzdem einmal eine Panne auftreten, hilft der TCS Service- und Pannendienst.

Die E-Autos stehen an verschiedenen Standorten wie Bahnhöfen, Tourist Informationen sowie Hotels bereit und können direkt vor Ort oder ganz bequem über ein Reservationssystem im Internet gebucht werden.

„Elektromobilität in den Alpen“ heißt das gemeinsame Projekt der Energieregion Goms, des KWO und Progetto San Gottardo. Bis 2014 wird in der Gotthard-Region ein Mietsystem für Elektroautos entstehen. „Wir wollen Passfahren wieder zum Abenteuer machen“, sagte Jean-Daniel Mudry, Leiter des Progotto San Gottardo schon im November vergangenen Jahres. Mit Kategorien wie bei Skipisten: Blau steht für Stadtflitzer wie den Think City, rot für größere Fünfsitzer wie den kommenden Nissan Leaf und schwarz für Sportwagen á la Brusa E-Spyder oder Tesla Roadster.

Der eisige Fahrtwind biss auf der Haut: „Das war großartig“ erinnert der Leiter Umwelt bei den Kraftwerken Oberhasli, während er im offenen Brusa-Elektro-Roadster die Grimselstrasse hinaufflitzte. Bis zu 270 PS leistet der leichte E-Spyder, ein Prototyp des Schweizer Elektroantrieb Spezialisten Brusa aus Altstätten. Und er spurtet in weniger als fünf Sekunden auf Tempo 100. In ein paar Jahren soll dieser Spaß für Jedermann möglich sein.

„Die ländlichen Regionen werden in Zukunft noch stärker um Bundesmittel konkurrieren“, prognostiziert Dionys Hallenbarter, der „Motor“ des Vereins „unternehmenGOMS“. Hallenbarter ist überzeugt, dass sich abgelegene Regionen erfolgreich positionieren können, wenn die Bevölkerung zur Eigeninitiative bewegt werden kann. Vor drei Jahren wurde der Verein gegründet und erste „Leuchtturmprojekte“ mit vier Projekten gestartet.

Das „Programm Alpensonne“ hat zum Ziel, Photovoltalk- und Solaranlagen zu realisieren. „Das Programm Biomasse“ wird in Zusammenarbeit mit der Biobergkäserei in Gluringen verwirklicht. Mit dem „Programm Gebäude“ soll die Energieeffizienz bei Gebäudesanierungen und Neubauten gesteigert werden. Last but not least ist Bildung ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur energieregionGOMS. Beim ersten Projekt werden Schulklassen der Region Goms angesprochen. Lehrer und SchülerInnen führen Projekttage und –wochen durch, bei denen Erfahrungen mit erneuerbarer Energie und Energieeffizienz gesammelt werden sollen.

Ende letzten Jahres wurde übrigens im österreichischen Salzburg die ElectroDrive Salzburg als Modellregion für Elektromobilität ausgezeichnet. Für einen monatlichen Festbetrag von 890 Euro kann man dort ThinkCity-E-Autos mieten; zusätzlich werden E-Bikes, E-Roller und E-Segway zu akzeptablen Preisen für fortschrittliche, umweltbewusste SalzburgerInnen bereitgestellt. Ende dieses Jahres sollen die ersten E-Autos von Citroen, Mitsubishi und Smart das Programm ergänzen.

Übrigens würden sich laut ADAC-Umfrage drei Viertel der Deutschen ein Elektroauto kaufen – wenn das Fahren weder teurer noch unbequemer wird. Auch hinsichtlich Platzangebot, Reichweite und Betankung dürfe es keinen Rückschritt geben.

www.alpmobil.ch , www.salzburg-ag.at, www.adac.de  

 

Ein Beitrag für ReiseTravel von Ludwig Mario Niedermeier/MN-InfoText.  

                                                                  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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