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Dacia weiter auf Erfolgskurs
Der Dacia Logan ist stärker gefragt denn je: Weltweit wurden seit dem Produktionsstart im Jahr 2004 nahezu eine Million Fahrzeuge der Logan-Familie neu zugelassen. Inzwischen werden die Stufenhecklimousine, der Kombi MCV, die Kleinlieferwagen-Variante Van und der Pick-up in 59 Ländern angeboten.
Neben dem modernen Stammwerk im rumänischen Pitesti arbeiten auch die Fertigungs- und Montagestätten in Russland, Indien, Brasilien, Kolumbien und im Iran auf Hochtouren. Allein in Russland wechselten seit dem Produktionsbeginn Mitte 2005 rund 150.000 Fahrzeuge in Kundenhand. In Brasilien verzeichnet das Unternehmen ein Jahr nach dem Marktstart 37.220 Verkäufe. Auch in Westeuropa zeigen die Absatzzahlen stetig nach oben: In Deutschland entschieden sich 2007 über 17.000 Käufer für den Logan. In Frankreich zählt Dacia mit fast 33.000 verkauften Einheiten inzwischen zu den zehn meistverkauften Marken des Landes.
Sandero ergänzt ab Juni das Modellprogramm in Europa: Mit der fünftürigen Schräghecklimousine Sandero kommt in Europa ab Juni 2008 ein weiteres Modell der Erfolgsmarke auf den Markt. Mit jugendlichem Design und einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis erfüllt es gleichermaßen die Kundenansprüche wachstumsstarker Schwellenländer wie etablierter europäischer Märkte. Ende 2008 nimmt auch das kolumbianische Renault Werk Sofasa die Fertigung des Sandero auf, der seit Ende 2007 im brasilianischen Werk Curitiba vom Band läuft. Ab 2009 wird der Sandero mit Dacia Markenemblem in der Fertigungsstätte Somaca in Casablanca, Marokko, hergestellt, während das Modell in Südafrika und im russischen Avtoframos Werk als Renault von den Bändern laufen wird.
Pitesti ist die Drehscheibe für Entwicklung und Produktion: Basis für den weltweiten Erfolg der Dacia Strategie ist das Stammwerk Pitesti in Rumänien. Renault hat seit 1999 eine Milliarde Euro in die moderne Entwicklungs- und Produktionsstätte investiert. Mit der Ergänzung um die Technologiesektion RTR (Renault Technologie Rumänien) und die neue Designabteilung Renault Design Zentraleuropa hat das Unternehmen ein internationales Kompetenzzentrum für die Entwicklung zukünftiger Modelle geschaffen.
Seit der Modelleinführung der Stufenhecklimousine im Jahr 2004 hat das Werk in Rumänien seine Kapazitäten verdoppelt: Ab 2009 werden jährlich bis zu 400.000 Einheiten von den Fließbändern laufen. Nach 28 Fahrzeugen pro Stunde im Jahr 2004 stieg der Produktionstakt auf 42 Fahrzeuge pro Stunde in 2006 und wird 2008 60 Fahrzeuge pro Stunde erreichen. Bis einschließlich April 2008 produzierte das Werk insgesamt über 655.000 Fahrzeuge.
Darüber hinaus werden an dem rumänischen Standort drei Benzinmotoren und ein manuelles Fünf-Gang-Schaltgetriebe produziert. 2004 entstanden 160.000 Aggregate, 2007 fertigte die Belegschaft bereits 510.000 Motoren und Getriebe. Seit März 2008 ist in Pitesti zudem eine weitere Produktionslinie in Betrieb, auf der das Renault Nissan Allianzgetriebe TL4/MT1 gefertigt wird.
In die Entwicklung und Produktion der jüngsten Modellneuheit, den Dacia Sandero, investierte das Unternehmen insgesamt 147 Millionen Euro. Davon entfielen 65 Millionen Euro auf die Fahrzeugentwicklung und 82 Millionen Euro auf neue Produktionsanlagen.
Neue Kompetenzzentren für Design und Entwicklung in Pitesti
Mit Renault Technologie Rumänien (RTR) entstand 2006 das größte Entwicklungszentrum des Unternehmens weltweit: Ende 2007 waren bereits 1.700 Ingenieure in dem Kompetenzpool beschäftigt, bis Ende 2009 werden nahezu 3.000 Mitarbeiter an der Entwicklung neuer Modelle arbeiten. Renault hat den Standort bewusst in Osteuropa gewählt, um die Entwicklung in direkter Nähe der Absatzmärkte anzusiedeln. Damit ist gewährleistet, dass die spezifischen Kundenbedürfnisse der Schwellenländer direkt in die Fahrzeugentwicklung einfließen. Darüber hinaus erleichtern die kurzen Wege zu lokalen Zulieferern die Abstimmung und verbessern die Qualität.
Das RTR unterstützt die Fertigungsstätte in Pitesti und übernimmt damit lokale Aufgaben in der Produktionstechnik. Zudem entwickelt das Zentrum neue Modelle auf der Logan-Plattform für die weltweiten Märkte sowie Renault Modelle für den westeuropäischen Markt. In Zukunft wird der Kompetenzpool bei technischen Fragen zu Modellen auf der Logan-Basis alle weltweiten Fertigungsstätten unterstützen. Bis Ende 2009 wird das RTR um Teststrecken und Prüfeinrichtungen erweitert. Das neue Testgelände befindet sich im 45 Kilometer von Bukarest entfernten Titu und ergänzt die französischen Labors der Renault Gruppe in Aubevoye und Lardy.
Rund die Hälfte der Entwicklungsarbeit am neuen Logan Pick-up erfolgte bereits in Rumänien. Ebenso wurde ein Großteil der Sandero-Prototypen im RTR konzipiert. Ausschließlich die ersten Studien entstanden im Technocentre, die weitere Entwicklung erfolgte dann in Pitesti. Dies verringerte die Konstruktionszeit und senkte die Entwicklungskosten. Darüber hinaus übernahm das RTR wichtige Testreihen für den Sandero: Sowohl Dichtigkeitsprüfungen als auch Crashversuche fanden bereits in Rumänien statt.
Neues Designzentrum in Bukarest: Der 2007 neu eröffnete Standort Renault Design Zentraleuropa in Bukarest ist ein weiterer Schritt der globalen Designstrategie von Renault. So ergänzen inzwischen die Designzentren in Barcelona (Spanien), Paris (Frankreich), Seoul (Südkorea), Mumbai (Indien) und Sao Paulo (Brasilien) das Renault Technocentre im französischen Guyancourt bei Paris. Alle Büros widmen sich unterschiedlichen Aufgaben: Neben der Kreation innovativer Designlösungen zählen auch neue Entwicklungsprozesse und die Marktbeobachtung dazu.
Im Designzentrum Bukarest sind aktuell 15 Mitarbeiter aus sechs Nationen beschäftigt. Bis 2009 will Renault hier doppelt so viele Mitarbeiter einsetzen.
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Ein Beitrag für ReiseTravel von Reinhard Zirpel.
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