Suche

Bergisch Gladbach

Der Kinderunfallatlas

Unter dem Motto „Innerorts - Raum für alle!?“ greifen die Gewerblichen Berufsgenossenschaften, die Unfallkassen und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) ein Thema auf, das jeden Verkehrsteilnehmer betrifft: die Unfallsituation in Städten und Gemeinden. Nirgendwo bewegen sich so viele unterschiedliche Verkehrsteilnehmer auf so engem Raum wie in Ortschaften. Fußgänger, Radfahrer, Kinder, Auto- und LKW-Fahrer, Busse und Motorradfahrer teilen sich diesen Verkehrsraum. Das bedeutet ein erhöhtes Konfliktpotential und damit leider auch mehr Unfälle.

Nicola Neumann-Opitz zum Thema: Die regionale Verteilung von Kinderverkehrsunfällen in Deutschland

Der erstmals in dieser Form erarbeitete Kinderunfallatlas stellt Informationen darüber bereit, in welchem Ausmaß Kinder in einem bestimmten Gebiet bei Verkehrsunfällen verunglücken. Diese Information ist wichtig, weil Kinderverkehrsunfälle über die Bundesrepublik Deutschland nicht gleichmäßig verteilt sind, sondern es Regionen mit mehr oder weniger Unfällen gibt. Durch die Analyse der Unfalldaten auf regionaler Ebene ist es möglich, lokale und regionale Unfallschwerpunkte zu erkennen, zu analysieren und gegebenenfalls zu entschärfen.

In dem von der Bundesanstalt für Straßenwesen erarbeiteten Kinderunfallatlas wurden die Unfalldaten der zwischen 2001 bis 2005 im Straßenverkehr verunglückten Kinder je 1.000 der Altersgruppe für alle 439 Landkreise und kreisfreien Städte berechnet.

Die Auswertung dieser Daten zeigt ein deutliches Nord-Süd-Gefälle. Kinder verunglücken dieser Analyse zufolge im Norden und im Osten der Bundesrepublik häufiger als im Süden (vgl. Abb. 1). Dennoch trifft diese Aussage nicht für alle Arten der Verkehrsteilnahme zu. Während Kinder als Fußgänger häufig in Nordrhein-Westfalen und großen Städten der Bundesrepublik verunglücken (vgl. Abb. 2), ist die Unfallbelastung für Rad fahrende Kinder in den Regionen in Schleswig-Holstein, Niedersachen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg besonders hoch. Als Mitfahrer in Pkw verunglücken Kinder besonders häufig in den ländlichen Gebieten Bayerns und den östlichen Regionen der Bundesrepublik.

Neben der Berechnung der Unfalldaten in den Kreisen erfolgte eine Analyse der Unfalldaten auf Gemeindeebene. Bei dieser Analyse wurden Gemeinden gleicher Größe in Beziehung gesetzt, so dass es erstmals möglich ist, die Unfallbelastung in Gemeinden mit ähnlicher Einwohnerzahl zu vergleichen. Insgesamt 3.236 Gemeinden Deutschlands wurden einbezogen. Basierend auf der Einwohnerzahl der Gemeinden in Bezug auf die Anzahl der verunglückten Kinder/ 1.000 der Altersgruppe zwischen 2003 und 2005 wurden 6 Gruppen von Gemeinden gebildet. Die erste Gruppe setzt sich aus den 15 Großstädten der Bundesrepublik zusammen. Die letzte Gruppe umfasst 1.705 Orte unter 10.000 Einwohner.

Für die Gruppe der deutschen Großstädte zeigt sich beispielsweise, dass die Unfallbelastung in Leipzig, München oder Nürnberg erheblich geringer ist, als in Düsseldorf, Bremen oder Hannover (vgl. Tab. 1).

Auf der Grundlage dieses Berichtes ist es erstmals möglich, die spezifische Verkehrssicherheitssituation von Kindern auf Kreis- und Gemeindeebene zu analysieren. Abgesehen davon, dass die Verantwortlichen vor Ort in die Lage versetzt werden, die spezifische Situation einzustufen, lassen sich Maßnahmen nun erheblich gezielter und ökonomisch sinnvoller einsetzen.

Der Bericht ist zu beziehen beim:

Wirtschaftsverlag NW, Verlag für neue Wissenschaft GmbH

Postfach 10 11 10, D-27511 Bremerhaven, 14,50 Euro.

 

Kontakt

Bundesanstalt für Straßenwesen                                              

Referat U 1 Sicherheitskonzeptionen

Brüdergasse 53, D-51427 Bergisch-Gladbach

www.bast.de

Deutscher Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR)

Beueler Bahnhofsplatz 16, D-53225 Bonn

Telefon (0228) 40001-0 - Fax (0228) 40001-67, e-Mail: info@dvr.de

www.dvr.de

 

Ein Beitrag für ReiseTravel von Geru.

 

 

 

 

ReiseTravel empfehlen/merken:
del.icio.usLinkaARENAMister Wonggoogle.comYahooMyWeb

ReiseTravel aktuell:

Hensted

Strahlend blauer Himmel, die Sonne scheint: Da werden die Fahrräder flugs aus Kellern und Schuppen geholt. Doch aufgepasst mahnt Thorsten Rudnik,...

Völz

Völs am Schlern als Familien-Urlaubsparadies mit hohem Erlebniswert: Sanft streichelt die Sonne die saftig grünen Almen, auf denen kleine Dörfer,...

München

Eine Art Testlauf war das Fachsymposium „Regionale Schätze – Genuss aus Münchens Vorgarten“. Falls die Veranstaltung ein Erfolg wird, so hieß es,...

London

Rolls-Royce - Edel und für viele unerschwinglich: Was haben Thomas Gottschalk und David Beckham gemeinsam? Vielleicht nicht wirklich viel, aber auf...

Regensburg

Reisen & Speisen in Regensburg führen zu facettenreichen Erlebnissen: Egal, wie lange ein Regensburg Aufenthalt dauert, einen kulinarischen...

Klaistow

Spitzenleistung: Wenn der Spargel seine Spitzen durch den märkischen Sand treibt, dann wissen Berliner und Brandenburger, dass wieder Saison für...

Rom

In Bella Italia waren Sie schon lange nicht mehr, sind aber grundsätzlich nicht abgeneigt? Bei mir war es bis vergangene Woche genauso. Da habe ich...

Peking

Noch Dunst oder schon Smog? Klare Sicht ist in Peking selten. Die Chinesen kaufen zu wenige chinesische Autos. Chinas Hersteller bangen um ihre...

Uly Koch

In Donaueschingen befindet sich die Quelle der Donau: Nach 609 Kilometern durch Deutschland fließt der Fluss dann weiter durch zahlreiche Länder und...

Volker Lange

Volker Lange   Kurz vor der AMI: Vom 2. bis 10. Juni 2012 findet die AUTO MOBIL INTERNATIONAL (AMI) als PKW-Messe des Jahres in...