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Bonn

Deutscher Verkehrssicherheitsrat e. V. (DVR)

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat wurde 1969 als gemeinnütziger Verein gegründet.

 

Aufgabe

Die Aufgabe des Vereins ist die Förderung von Maßnahmen zur Verbesse­rung der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Schwerpunkte sind Fragen der Verkehrstechnik, Verkehrserziehung und -aufklärung, des Verkehrsrechts, der Verkehrsmedizin und der -Überwachung. Der Verein koordiniert die vielfäl­tigen Aktivitäten seiner Mitglieder, entwickelt Programme und passt diese kon­tinuierlich neuen Anforderungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen an. Eine seiner zentralen Aufgaben liegt in der Bündelung der Bemühungen aller beteiligten Stellen zu einem gemeinsamen und wirksamen Handeln (Koordi­nierungsfunktion). Diese Koordinierungsfunktion nimmt der DVR auch unab­hängig von konkreten Projekten wahr.

 

Philosophie

Bei der Ansprache der Verkehrsteilnehmer stellt der DVR den Partner­schaftsgedanken und die Stärkung der Eigenverantwortung in den Mittel­punkt. Seit Oktober 2007 legt der DVR die Sicherheitsphilosophie Vision Zero seiner Verkehrssicherheitsarbeit zugrunde.

 

Mitglieder

Der Verein hat ca. 220 Mitglieder. Dazu gehören die für Verkehr zuständigen Ministerien von Bund und allen Bundesländern, die gesetzlichen Unfallversi­cherungsträger, Deutsche Verkehrswacht, Automobilclubs, Automobilherstel­ler, Versicherungen, Personenbeförderungsunternehmen, Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften, Kirchen und sonstige Institutionen und Organisatio­nen sowie einige Mitglieder aus dem Ausland. Seine Mitglieder leisten zur Finanzierung der Vereinsaufgaben Mitgliedsbeiträge und weitere Finanzbei­träge.

 

Vorstand

An der Spitze des Vereins stehen der Präsident und seine zwei Stellvertreter. Dem Vorstand gehören 33 Mitglieder an, davon 8 dem Geschäftsführenden Vorstand.

 

Ausschüsse

Die laufende Arbeit wird durch 6 Fachausschüsse begleitet: Ausschuss Er­wachsene Verkehrsteilnehmer, Ausschuss für Fahrzeugtechnik, Rechtsausschuss, Ausschuss für Kinder und jugendliche Verkehrsteilnehmer, Ausschuss für Verkehrstechnik und Ausschuss für Verkehrsmedizin, Erste Hilfe und Rettungswesen.

 

Einnahmen

Die Einnahmen des Vereins setzen sich zusammen aus ca. 31 Prozent Bundesmit­teln, ca. 50 Prozent Finanzbeitrag der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, ca. 5 Prozent Mitgliedsbeiträgen, ca. 11 Prozent Finanzbeiträgen und Sonder­zuwendungen anderer DVR-Mitglieder und 3 Prozent sonstigen Einnahmen.

 

Gründung

Mit der Gründung des DVR gab es zwei grundlegende Neuerungen in der Verkehrssicherheitsarbeit: alle gesellschaftlichen Kräfte wurden gebündelt und eine bundesweit einheitliche und umfassende Verkehrssicherheitsarbeit war möglich.

 

Zielgruppenprogramme und weitere Maßnahmen

Der DVR hat mit seinen Mitgliedern Zielgruppenprogramme entwickelt, z.B. "Kind und Verkehr", "Sicher mobil" für ältere Verkehrsteilnehmer, Sicherheitstrainings und -programme für Pkw-, Lkw-, Omnibus-, Reisebus-, Gefahrgut- und Motorradfahrer, Radfahrprogramm etc. Die Umsetzung erfolgt in jährlich vielen tausend Veranstaltungen und Trai­nings. Eine besondere Bedeutung hat im DVR die betriebliche Verkehrssicher­heitsarbeit. Die Berufsgenossenschaften und der DVR führen seit Anfang der 80er Jahre das gemeinsame Programm "Sicherheit auf allen Wegen" durch, das sich an Berufstätige und Auszubildende richtet. Kooperationen mit Be­rufsgenossenschaften und Betrieben führen zu präventiven Maßnahmen, die nicht nur Unfälle verhindern, sondern dem Arbeitgeber dadurch auch Geld sparen.

In den Bereichen Recht, Technik und Medizin/Rettungswesen erhalten Stadtplaner, Kommunalverwaltungen und Gesetzgeber, aber auch die Indust­rie und relevante Multiplikatoren wichtige Empfehlungen vom DVR.

Unterstützt wird die DVR-Arbeit durch intensive Presse- und Öffentlichkeits­arbeit, Medienkooperationen und Kampagnen. Im März 2008 startete die Kampagne „Runter vom Gas!" gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

Perspektiven für die künftige Verkehrssicherheitsarbeit ergeben sich auch aus der aktuellen Mobilitätsdiskussion. Im Vordergrund steht der Gedanke, ei­nen vernünftigen Umgang mit dem Kraftfahrzeug zu fördern (ökologisch und ökonomisch orientierte Fahrweise).

 

Europa

Der DVR ist Mitbegründer des  Europäischen Verkehrssicherheitsrates ETSC (gegründet 1993). Darüber hinaus kooperiert er innerhalb und außer­halb Europas mit vielen Ländern. Die besondere Organisationsform des DVR und seine effiziente Verkehrssicherheitsarbeit finden national und international hohe Anerkennung.

 

Kontakt

 

Deutscher Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR)

Beueler Bahnhofsplatz 16, D-53225 Bonn

Telefon (0228) 40001-0 - Fax (0228) 40001-67, e-Mail: info@dvr.de

 

www.dvr.de

 

Ein Beitrag für ReiseTravel von Sven Rademacher.

 

 

 

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