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Stubai

Schlick 2000 – Schnee, Ski und Bauernhof

„Geht scho“, lobt Sepp, der Skilehrer nach ein paar Runden im Skigebiet Schlick im Stubaital die lernwilligen Aspiranten. Die Gruppe wird in das Geheimnis des Carvens eingeweiht und erkundet gleichzeitig die Pisten. Mächtige Kalkkögel umgeben die Skiarena, die aufgrund ihrer besonderen Lage außergewöhnlich schneesicher ist. Die breiten blauen und roten Abfahrten sind von Bäumen geschützt und für Anfänger und Familien gut geeignet. Da kommt kein Leistungsstress auf, denn es gibt nur eine einzige schwarze Piste. Alles ist überschaubar, jeder findet jeden. Von Jetset und Ballermann keine Spur, geruhsame Gemütlichkeit ist das Thema. Die Hütten im Skigebiet sind urig und gemütlich, ganz nach Tiroler Art.

Es ist Zeit für den Einkehrschwung, der zum Skifahren gehört, wie der Schnee zum Winter. In der urigen Schlicker Alm spielt der Luggi mit der Ziehharmonika auf. Die Idylle ist perfekt, hier könnte man ewig sitzen, doch Sepp treibt die Skifahrer nach einer langen Pause wieder auf die Piste. Der Schnee ist erste Sahne, denn es gibt Naturschnee vom Feinsten. „Und wenn die Pisten beschneit werden müssen, wird „Hand made Snow“, das heißt ohne chemische Zusätze produziert“, so erklärt der Sepp.

„Griaß eich“, erwartet Maria, die Bäuerin, die müden Krieger nach dem vollen Skitag. In der guten Stube fühlt man sich gleich richtig wohl und aus der Küche duftet es schon verführerisch. Anheimelnden bäuerlichen Charme verleihen die vielen Hühner aus Terrakotta, Keramik und Holz in Regalen und auf Fenstersimsen. Sie sind Marias Sammelleidenschaft und ganzer Stolz. Natürlich gehören Pferde, Pony, Kühe, Schafe, Ziegen, Katzen und ein Hund zum Bauernhof. Im Stall sind zwei Lämmer zu bestaunen, die gerade mal eine Woche alt sind. Und ein drei Tage altes Zicklein steht wackelig auf einem riesigen, schlafenden Schaf und fühlt sich auf der weichen Wolle sichtlich wohl. „Wer mag, darf natürlich beim Füttern und Ausmisten helfen“, sagt Anneliese augenzwinkernd bei der Rundtour durch den Hof. Na ja, wenn da nicht der Bärenhunger und Muskelkater wäre. Nur der achtjährige Martin hilft begeistert, dafür darf er auch eines der kleinen Lämmer im Arm halten und auf einem Pony eine Runde reiten. Martin ist von den Tieren im Bauernhof genauso begeistert und nicht weg zu kriegen wie von Ronys Kinderland an der Mittelstation Froneben der Seilbahn. Denn ein Skikarussell, Wellenbahn, Torbogen, Zauberteppiche, Kindertellerlift und Minirennstrecken sorgen bei den Kleinen für Spaß und Abwechslung. Die Eltern können unbesorgt zum Ski laufen gehen. Mittags gibt es in der Brugger Alm in Mittelstation die perfekte Kinderbetreuung. Für das leibliche Wohl der Skizwerge wird gesorgt. Es gibt ein täglich wechselndes Überraschungsmenü für Kinder, zum Beispiel ein Paar Wiener, Pommes frites, ein großes Skiwasser und ein Riegel Schokolade für sieben Euro. Ganz preiswert sind die Kinder Pommes für zwei Euro und fünfzig. Und die Klassiker Kaiserschmarrn und Germknödel fehlen natürlich nicht auf der Speisekarte.

Der nächste Tag wird ein Tag der anderen Art. Nach ein paar Skiabfahrten geht es zum Galtalm Express. Ein geschnitztes Holzzeichen an der Abfahrt Schlicker Alm Richtung Froneben ist die Haltestelle. Die Spannung steigt. Laut knatternd taucht ein Pistenbully auf. An zwei langen Seilen mit Holzgriffen halten sich 20 Passagiere fest und werden zur Galtalm gezogen. Nur etwa zehn Minuten dauert der Transfer durch den tief verschneiten Wald zur Alm. „Bei mir gibt’s nur Tiroler Küche und kein neumodisches Zeug“, verspricht Much, der Hüttenwirt und stellt ein deftiges Tiroler Gröstl auf den Tisch. Was für ein unbeschreiblicher Genuss abseits der Pisten, mit einem Sonnenplatz an der warmen Hauswand und der Stille der Natur, die nur hin und wieder durch munteres Vogelgezwitscher unterbrochen wird.

Und wenn Frau Holle einmal schwächeln sollte, dann garantiert der Stubaier Gletscher am Ende des Tales ganzjährig für absolute Schneegarantie. Also auf das Ski fahren muss man nie verzichten.

 

Kontakt

 

Tourismusverband Stubai Tirol

Telefon: 0043-5018810, Fax: 0043-501881199, info@stubai.at

www.stubai.at

 

Ski- und Bergsteigerschule Sepp Rettenbacher

Bahnstraße 17, A-6166 Fulpmes

Telefon: 0043-5225-64764, 0043-664-3332222, schischule-stubai@eunet.at,

www.schischule-stubai.at, www.bergsteigen-stubaital.at

 

Bauernhof Grubenhof, Maria und Gotthard Pfurtscheller

Riehlstraße 31, A-6166 Fulpmes, Tel.: 0043-5225-62433, www.grubenhof.at

 

Anreise mit dem Auto Autobahn Brenner, nach Innsbruck Ausfahrt Stubaital bis Fulpmes.

Anreise mit dem Zug bis Innsbruck und dann mit dem Bus bis Fulpmes.

 

Ein Beitrag für ReiseTravel von Gabi Dräger.

 

Unsere Autorin arbeitet als Reisejournalistin in München.

 

 

 

 

 

 

 

 

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