Suche

Alpbachtal

Tirol auf einen Blick

Ein Bummel durch die Orte der Region, ein Besuch in einer der zahlreichen und zum Teil historischen Sehenswürdigkeiten, eine Auffahrt mit den Bergbahnen auf die Zweitausender oder eine gemütliche Wanderung durch das Paradies der Bergwelt, wie immer Sie sich entscheiden wollen: Die Qual der Wahl liegt bei Ihnen. Die Region Alpbachtal & Seenland bietet alles, um die schönsten Tage des Jahres in vollen Zügen zu genießen.
Um Ihnen die Entscheidungen etwas zu erleichtern, stellen wir einige ausgewählte Ziele für Ihre Entdeckungsreise vor.


Von A wie Alpbach bis R wie Reith

Die neun Orte der Region widerspiegeln die ganze Vielfalt Tirols auf einen Blick. Alpbach (1 000 m; 2 500 Einwohner) – der Hauptort des Tals - wurde 1150 erstmals urkundlich erwähnt. Aufgrund seiner Abgeschlossenheit von/nach außen – eine Fahrstraße gibt es erst seit 1926 – hat es eine eigene Bau- und Wohnkultur im Vergleich zu Orten vieler anderer Täler des Landes. Zusätzliche Bekanntheit erlangte Alpbach durch das seit 1945 jährlich stattfindende Europa Forum.

 

Dieser Blick macht deutlich, weshalb Alpbach für seine Außendarstellung national und international ausgezeichnet wurde

 

Brandenberg (910 m; 1 700 Einwohner) liegt auf einem Hochplateau und ist mit 13 ha die flächenmäßig größte Gemeinde im Bezirk Kufstein. Romantische Wanderwege führen in die Tiefenbacher- und Kaiserklamm, durch üppige Almen, gesunde Wiesen und Wälder. Tiroler Gastlichkeit, familiäre Atmosphäre und urtypische Hausmannskost, aber auch abseits des Trubels gelegene Wander- und Mountainbikewege verbinden sich mit der Europagemeinde Breitenbach (510 m; 000 Einwohner).
Zu den ältesten Tiroler Siedlungsräumen gehört Brixlegg (594 m; 2 800 Einwohner). Der Ort besitzt ein Mineralheilbad, ist Tirols wichtigstes Wirtschaftszentrum und hat einen 17 ha großen Schlosspark.
Kramsach (520 m; 4 200 Einwohner) ist nicht nur wegen seiner vier Badeseen der wasserreichste Ort des Landes. Sie werden „ergänzt“ durch eine seit 1999 sprudelnde Thermalquelle.
Mit der wildromantischen Kundler Klamm, sehenswerten Kirchen, einer Steindreherei und Kristallschleiferei, dem beheizten Schwimmbad und einer Eisarena wartet Kundl auf. Besondere Tradition hat der Leonhardiritt, bei dem oftmals über 200 Reiter hoch zu Ross zu erleben sind.
Als Ort der Ruhe und Erholung wird Münster (540 m; 2 700 Einwohner) betrachtet. Familienspaß im beheizten Freibad und auf dem großen Abenteuerspielplatz oder in der Natur-Kneippanlage im Sommer, stehen beleuchtete Naturrodelbahnen, gespurte Langlaufloipen und romantische Wanderwege im Winter gegenüber.
Die flächenmäßig kleinste Stadt Österreichs ist Rattenberg (900 m; 440 Einwohner). Sie bildet mit dem angrenzenden Radfeld ein kulturelles Kleinod.
Als Familien- und Blumendorf ist Reith (637 m) bekannt. Die Schlösser Neumatzen und Matzen mit einem imposanten Schlosspark laden zu einem Besuch ebenso ein, wie der ganzjährig geöffnete “Juppi Kids Club“, der den Jüngsten mit Spiel und Spass den Aufenthalt verschönert. Mehr zu den Orten der Region unter www.alpbachtal-seenland.at


Das schönste Dorf und noch vieles mehr

Im Jahr 2004 wurde Alpbach der sog. „weiße Oskar“, eine goldene Auszeichnung vom „The Good Skiing and Snowboarding Guide“, für das beste kleine Skidorf in Europas verliehen. Es war die vierte hochkarätige Würdigung nach der Ehrung als „Schönstes Dorf Österreichs“ (1983) aufgrund des einheitlichen Baustils und der Blumenpracht im dörflichen Bild, der Verleihung der Europafahne durch den Europarat in Anerkennung der Verdienste um die Förderung des europäischen Gedankens (1985) und als „Schönstes Blumendorf Europas“ (1993) im Rahmen des europäischen Blumenschmuck-Wettbewerbs.
Gründe genug, diesen Ort zu besuchen. Denn es gibt noch weitere Highlights, die Alpbach weit über die Grenzen Tirols und Österreichs hinaus bekannt gemacht haben.

Vier junge Innsbrucker setzten sich mit ihrer genialen Architektur gegen die Konkurrenz durch, die ausnahmslos das neue Congress Centrum „in die Höhe“ bauen wollte

Seit dem Jahre 1945 findet jährlich das „Europäische Forum Alpbach“ statt. Führende Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur weltweit – inzwischen schon mehr als 2 500 aus über 50 Ländern - reisen an, um über Themen wie Europäische Integrität, die Zukunftsperspektiven Europas und Europäische Strategien in der Wirtschaftspolitik zu diskutieren.
Mit dem eigens dafür gebauten neuen, 500 Plätze umfassenden Congress Centrum setzte das Kongressdorf neue Akzente für die Jahrtausendwende. US-Nobelpreisträger James Buchanen bezeichnete Alpbach als das „bedeutendste intellektuelle Zentrum der Welt“.

Auf dem Friedhof der Gemeinde ist das Grab des Physikers Erwin Schrödinger. Der Nobelpreisträger lebte von 1887 bis zu seinem Tod 1961 in Alpbach. Nach ihm ist der Plenarsaal des Congress Centrums benannt. Auch die Grabstätten von Otto Molden und Siemens Moser befinden sich hier. Molden, Sohn der Dichterin Paula von Prederovic - die den Text zur Österreichischen Bundeshymne schrieb und deren Namen das Congress Centrum trägt -, gründete 1945 mit dem Philosophiestudenten Moser das Europa Forum unter der Bezeichnung „Internationale Hochschulwochen“ und verfasste das Buch „Alpbach – die unsichtbare Generation“.

Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Haupterwerb der heimischen Bevölkerung. 2 500 Betten stehen ganzjährig den Gästen zur Verfügung und mehr als 300 000 Nächtigungen pro Jahr bekunden das große internationale Interesse. Daneben gibt es noch 105 bewirtschaftete Bauernhöfe, das sind etwa gleich viele wie vor 100 Jahren.
Mehr zum Dorf Alpbach unter www.alpbach.at und www.congressalpbach.com


Mit den Bergbahnen in die Höhe und dann weiter zu Fuß

Drei Bergbahnen stehen den Urlaubern zur Verfügung, um Wanderungen im Gebirge, hoch über dem Alpbachtal anzugehen.
Mit der Reitherkogelbahn geht es von Reith hinauf zum Nisslhof-Gasthof. Von dort führt eine Wanderung vornehmlich für Familien geeignet zum „Juppi Zauberwald“.
Die Sonnwendjoch-Bergbahn bringt die Gäste von der Talstation in Kramsach zur Hochalm und dann geht es über den Roßkogelsattel zum idyllisch gelegenen Zireiner See (1 799 m).
Wer noch höher hinaus will fährt mit der Wiedersbergerhorn-Gondelbahn zum Hornboden (1 850 m), steigt zum Berggipfel (2 128 m) oder wandert den Panoramaweg entlang, der eine herrliche Aussicht auf die Kitzbüheler, Zillertaler und Stubaier Alpen, auf das Karwendelgebirge und in die umliegenden Täler bietet.
Und wer seine Kinder zum Wandern mitnehmen möchte, dem bietet die Bergstation der Wiedersbergerhornbahn Kindertragen bis zu 15 kg Kleinkindgewicht zum Ausleihen an.
Je nach Jahreszeit trifft man hoch droben Alpenrosen, Enzian, Türkenblut, Feuerlilien und weitere seltene Gräser und Blüten an. Mehr zu den Bergbahnen unter www.alpbacher-bergbahnen.at


Die kleinste Stadt Österreichs

Bis in das 11. Jahrhundert gehen die Anfänge von Rattenberg zurück, dem 1393 das Stadtrecht verliehen wurde. Die direkt am Inn gelegene, nur 440 Einwohner zählende Stadt ist die flächenmäßig kleinste Stadt Österreichs und stummer Zeuge gelebter mittelalterlicher Vergangenheit. Auf bewundernswerte Art und Weise kann der Besucher ein umfangreiches museales und handwerkliches Angebot betrachten. Handels-, Pilger- und Jagdwege führten ehemals durch den Ort. In der Folge entwickelte sich das Beherbergungsgewerbe. Der Abbau von Silber und Kupfer „lockte“ fast 12 000 Knappen nach Rattenberg. Die Bergbauern konnten den Versorgungsbedarf nicht mehr decken und so wurde der Inn zu einem wichtigen Transportweg. Bis zu 30 Pferde wurden vor die Flöße gespannt, um das notwendige Getreide beispielsweise aus Ungarn zu beschaffen.

Heute bietet Rattenberg seinen Gästen wunderschöne Kreuzgänge im Augustiner Museum, eine Burgruine – einst die zweitgrößte Festung Nordtirols – die eine zauberhafte Kulisse für traditionelle Freilicht-Theateraufführungen bildet, uralte Schlafkammern in den Nagelschmiedehäusern, beeindruckende Aussichtspunkte auf dem Schlossberg und formvollendete Glaskunst. Glas hat seit dem 17. Jahrhundert Tradition. 1626 wurde der erste Glasofen im benachbarten Kramsach errichtet. In der Folge kamen die besten Graveure, Kugler und Glaser Europas in die Stadt. Dank der Inn-Schifffahrt verkaufte Rattenberg seine gläsernen Produkte in viele Städte.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde die zerstörte Glasfabrik nicht wieder aufgebaut und die ehemaligen Arbeiter machten sich selbstständig; die Stadt wurde zur Glasstadt. Seit dem gilt der Leitspruch „Glas ist der Erde Glück und Stolz“. Mehr zu dieser Stadt unter www.rattenberg.at

Die sorgfältig restaurierten Bürgerhäuser verleihen Rattenberg ein besonderes Flair. Durch die Errichtung eines Umfahrungstunnels ist die Stadt seit 1996 Fußgängerzone

„Hier ruht Franz Josef Matt …

… der sich zu Tode gesoffen hat“. Würde jemand solche auf dem weltweit einzigartigen Museumsfriedhof in Kramsach befindlichen Grabinschriften heute verwenden, müsste er sich wohl den Vorwurf gefallen lassen, pietätslos zu sein.

Doch vor rund 100 Jahren hatten die Menschen eine ganz andere Beziehung zum Tod.

Gerade im Alpenraum waren die Menschen den täglichen Gefahren besonders ausgesetzt und die Arbeit forderte viele Opfer. Noch vor dem 2. Weltkrieg starben Viele in jungen Jahren; ein Sechzigjähriger galt damals als Methusalem.
Um Trauer und Gedanken daran zu verdrängen oder wenigstens abzuflachen, bediente man sich Sprüchen, die im Gottvertrauen so manchen Menschen erheitern konnten.
Hans Guggenberger hat auf einem Areal neben seiner Schmiede- und Steinmetzwerkstatt unzählige historische Relikte restauriert und auf dem „Lustigen Friedhof“ aufgestellt. Sie tragen Sprüche wie „Hier liegt begraben unser Organist. Warum, weil er gestorben ist. Er lobte Gott zu allen Stunden. Der Stein ist oben und er liegt unten“; „Es liegt begraben, die einsame Jungfrau Nothburg Kindl, gestorben ist sie im 17. Jahr, just als sie zu gebrauchen war“; „Hier ruht die ehrsame Jungfrau Feilmoser und ihr unschuldiges Kind Josef“ und „Adam Lentzsch lebte 26 Jahre als Mensch und 37 Jahre als Ehemann“.
Im dazu gehörenden, stilvoll eingerichteten Museumsladen, der 365 Tage im Jahr von 09:00 bis 18:00 bei freiem Eintritt geöffnet ist, findet der Besucher eine Vielzahl an Geschenken und Souvenirs. Mehr dazu unter www.museumsfriedhof.info

 

 

 

Chorlegende Gotthilf Fischer enthüllte 2004 seinen „Grabstein“ auf dem „Lustigen Friedhof“ in Kramsach, musikalisch umrahmt von den Fischer-Chören

 

Ein Puzzle mit viel Liebe zum Detail

In unmittelbarer Nähe des Reintalersees, im Kramsacher Ortsteil Mossen, ist das Museum Tiroler Bauernhöfe beheimatet.
Hier wurden und werden aus den verschiedenen Talschaften Tirols auf einer Fläche von neun Hektar bisher 14 typische Bauernhöfe – nach Regionen angeordnet - im Original aufgestellt. Sie vermitteln einen reizvollen Einblick in die Architektur vergangener Zeiten. Sie geben aber auch Details zur traditionellen bäuerlichen Arbeits- und Lebensweise wieder, die lange Zeit das Leben Tirols bestimmte.

 

In landschaftlich neutraler Umgebung werden die Bauernhöfe aus unterschiedlichsten Regionen Tirols zu einem neuen Ensemble zusammengeführt

 

Wöchentlich finden in oder vor den einzelnen Bauernhöfen Schauvorführungen unterschiedlicher Gewerke vergangener Zeiten statt. Zu bewundern ist unter anderem die Federkielstickerei. Diese handwerkliche Tätigkeit hat sich bis in die Neuzeit erhalten. Georg Leitner aus Reith, gelernter Sattler, 26 Jahre alt, „bestickt“ unter den bewundernden Blicken der Besucher Gürtel, Taschen und andere Erzeugnisse, die weltweit gefragt sind. Bis zu einem Jahr Wartezeit gilt es beispielsweise für einen Gürtel aufzubringen, der in 120 bis 150 Stunden von ihm mit einem ggf. vom Auftraggeber selbst gewählten Muster inkl. Monogramm „bestickt“ wird, eine große Schnalle haben muss und durchschnittlich 80 Euro kostet. Liebhaberstücke kommen allerdings schon mal auf 1 600 Euro.

Zu den Hauptgebäuden gehören auch fast 20 Nebengebäude wie Sägen, Mühlen, Schmieden sowie zwei Kapellen und eine Schule, die besonderen Charme besitzt.
Das 1974 gegründete Museum hat sich zu einer wichtigen kulturellen Einrichtung entwickelt, die primär zum Schutz bäuerlicher Architektur entstanden ist. Denn viele dieser Bauwerke wären inzwischen der Nachwelt verloren gegangen, weil sie ihren ursprünglichen Verwendungszeck verloren haben.
Im Sommer 2007 waren die Vorbereitungen für die Umsetzung eines gesicherten Bauwerkes aus dem 17. Jahrhundert im Paznautal in vollem Gange. Der Richtwert der Kapitalaufwendungen für die Abtragungskosten ist mit 40.000 Euro veranschlagt.
Mehr zum Freilichtmuseum Tiroler Bauernhöfe unter www.museum-tb.at

Bei Handwerkervorführungen wie der Federkielstickerei – die Georg Leitner demonstriert - können Besucher erfahren, wie vor vielen Jahrzehnten gehandwerkelt wurde

 

 

 

 

 

Kontakt

 

Tourismusverband Alpbachtal & Tiroler Seenland
Zentrum 1, A-6233 Kramsach/Tirol
Tel. 0043 5336 600600, Fax 0043 5336 600609
e-Mail: m.kofler@alpbachtal-seenland.at

www.alpbachtal.at

Wenn Sie sich einen Überblick zur Erholungs- und Ferienregion Alpbachtal & Seenland verschaffen wollen, lesen Sie den Beitrag „Traumhafte Bergwelten - idyllische Naturjuwelen“

Viele tausend Gästebetten stehen in der Ferien- und Erholungsregion Alpbachtal & Seenland in zahlreichen Pensionen, Gasthöfen und Hotels für Erholung suchende Urlauber zur Verfügung. Stellvertretend für alle Gastgeber besuchten wir das Hotel „Gappen“ in Kramsach. Lesen Sie dazu den Beitrag „Urlaub in Harmonie“

 

Ein Beitrag und Fotos für ReiseTravel von Bernd Schenke, eu@reisetravel.eu

 

ReiseTravel empfehlen/merken:
del.icio.usLinkaARENAMister Wonggoogle.comYahooMyWeb

ReiseTravel aktuell:

Hensted

Strahlend blauer Himmel, die Sonne scheint: Da werden die Fahrräder flugs aus Kellern und Schuppen geholt. Doch aufgepasst mahnt Thorsten Rudnik,...

Völz

Völs am Schlern als Familien-Urlaubsparadies mit hohem Erlebniswert: Sanft streichelt die Sonne die saftig grünen Almen, auf denen kleine Dörfer,...

München

Eine Art Testlauf war das Fachsymposium „Regionale Schätze – Genuss aus Münchens Vorgarten“. Falls die Veranstaltung ein Erfolg wird, so hieß es,...

London

Rolls-Royce - Edel und für viele unerschwinglich: Was haben Thomas Gottschalk und David Beckham gemeinsam? Vielleicht nicht wirklich viel, aber auf...

Regensburg

Reisen & Speisen in Regensburg führen zu facettenreichen Erlebnissen: Egal, wie lange ein Regensburg Aufenthalt dauert, einen kulinarischen...

Klaistow

Spitzenleistung: Wenn der Spargel seine Spitzen durch den märkischen Sand treibt, dann wissen Berliner und Brandenburger, dass wieder Saison für...

Rom

In Bella Italia waren Sie schon lange nicht mehr, sind aber grundsätzlich nicht abgeneigt? Bei mir war es bis vergangene Woche genauso. Da habe ich...

Peking

Noch Dunst oder schon Smog? Klare Sicht ist in Peking selten. Die Chinesen kaufen zu wenige chinesische Autos. Chinas Hersteller bangen um ihre...

Uly Koch

In Donaueschingen befindet sich die Quelle der Donau: Nach 609 Kilometern durch Deutschland fließt der Fluss dann weiter durch zahlreiche Länder und...

Volker Lange

Volker Lange   Kurz vor der AMI: Vom 2. bis 10. Juni 2012 findet die AUTO MOBIL INTERNATIONAL (AMI) als PKW-Messe des Jahres in...