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Wildschönau

Touristische Attraktionen

Ein Flug mit dem Gleitschirm, eine Fahrt mit der Bummelbahn , eine gemütliche Wanderung oder ein Besuch in einem der zahlreichen Museen, wie immer Sie sich entscheiden wollen: Die Qual der Wahl liegt bei Ihnen. Denn das Urlaubsparadies Wildschönau bietet alle Möglichkeiten, die schönsten Tage des Jahres in vollen Zügen zu genießen.
Um Ihnen die Entscheidungen etwas zu erleichtern, stellen wir einige ausgewählte Ziele für Ihre Entdeckungsreise vor.


Erlebnis auf Rädern

Mehr als 20 000 Gäste erfahren jährlich das Tal der Wildschönau einschließlich seiner vier Kirchdörfer mit der „Bummelbahn“. Eine Fahrt von Niederau zum Ende des Tals auf die Schönanger Alm oder nach Thierbach in das höchstgelegene Dorf der Region, nach Zauberwinkel an´s „Ende der Welt“ oder nur von Dorf zu Dorf - ist immer ein bleibendes Erlebnis.
Mit 10 km/Stunde überwindet die Bahn 310 m Höhenunterschied auf einer Tour und hält immer dort, wo es den Mitreisenden beliebt. Sie überquert unter anderem die Ache, die am Sonnjoch in 2 287 m Höhe entspringt und deren Wasser durch den Inn - in den sie zwischen Weidach und Radfeld mündet - und die Donau ins Schwarze Meer fließt.
Seit 1996 fährt die Bahn und hat seitdem stolze 9 000 km zurückgelegt. Unter anderem auch durch eine herrliche Naturkulisse in die Kundler Klamm, vorüber an bunten Blumenwiesen, lieblichen Wildwasserauen und imposanten Felsformationen.

 

Bartholomäus Stadtler ist seit zwei Jahren Chef der Bummelbahn: „Ich sehe jeden Tag auf den Fahrten etwas Neues und finde meinen Job toll“. Mehr zur Bummelbahn unter www.bummelbahn.com

 

Ein lebendes Museum

Zwischen Niederau und Oberau liegt sas Bergbauern-Museum „z´Bach“. Es erzählt von der Vergangenheit und ist gleichsam eine Begegnungsstätte für die Menschen des Tals und ihre Gäste aus aller Welt in der Gegenwart. Bis zu 5 000 Besucher zählt man im 1795 erbauten Haus jährlich, das von Mitte Mai bis Mitte Oktober geöffnet ist.
Das Gut Bach ist erstmals im 13. Jahrhundert sicher erwähnt. Bis 1992 war es bewohnt und wurde als Bauernhof bewirtschaftet; danach stand es leer.

 

Die Gemeinde Wildschönau - der Zusammenschluss der vier Kirchdörfer - beschloss den Kauf und eröffnete nach intensiver Vorbereitung mit Hilfe zahlreicher freiwilliger Helfer 1997 das Museum. Die mehr als 1 000 Ausstellungsgegenstände wurden aus dem ganzen Tal zusammengetragen und vermitteln eine Zeitreise in die Welt unserer Ahnen. Im Obergeschoss befindet sich die „Stube der Wissenschaft“. Der Region entstammen viele bekannte Persönlichkeiten, u. a. Künstler, Musiker, Sportler und Techniker. Eine der prominentesten Familien war die Hörbiger-Familie, darunter Alois der Orgelbauer, Paul und Attila die Schauspieler und Hanns, der Erfinder und Mondforscher. Letzterer wurde so bekannt, dass ein Mondkrater seinen Namen trägt.

 

 

Die Architektur des Hauses entspricht dem typischen Wildschönauer Bauernhaus, aus Holzblöcken und -nägeln gebaut, mit Erdgeschoss, 1. Stock, Dachgeschoss und ungewohnt hohen Räumen. Mehr zum Bergbauern-Museum „z´Bach“ unter www.wildschoenau.com

 

 

 

 


Der „Sonnengesang“

Heiligen Franziskus gibt es einen Lobgesang an den Schöpfer, der unter dem Namen „Sonnengesang“ weltweite Verbreitung fand. Dem akademischen Bildhauer Mag. Hubert J. Flörl ist es gelungen, die Friedensidee des Hl. Franziskus in eindrucksvollen, klaren Formen darzustellen. Auf dem drei km langen

 

Franziskusweg - zwischen Niederau und Oberau - wurden neun Stationen mit je einer Skulptur in die herrliche Bergwelt der Wildschönau eingebunden. Sie sollen zu einer neuen Beziehung zur Schöpfung anregen und der Weg in einer Zeit zunehmender sozialer Probleme dazu beitragen, die Beziehungen zu den Mitmenschen zu vertiefen.

Im „Sonnengesang“ geht es um Schöpfung, Weltall, Elemente, Mensch und Leben. Der Künstler schuf zuerst die Grundfigur des Hl. Franziskus in seiner schlichten Kutte und modellierte danach Strophe für Strophe die neun Bronzeteile: An das Universum; An die Sonne; An den Mond und die Sterne; An den Wind und das Wetter; An das Wasser; An das Feuer; An die Welt mit ihren Samen und Früchten; An die Liebe; An den Tod.

 

 

 

 

Die Skulptur „An das Feuer“ - Gelobt seist du, mein Herr für das Feuer, durch das du uns die Nacht erhellst. Und schön ist es und fröhlich und kraftvoll und stark. Mehr zum Franziskusweg und zum Künstler unter www.floerlhubert.de.vu

 

 


Beim „Holzwurm“ reing´schaut

In Auffach betreibt der Holzschnitzer und Bildhauer Hubert Salcher seit mehr als zehn Jahren das 1. Tiroler Holzmuseum. Der „Holzwurm“, wie er liebevoll genannt wird, sammelt alles, was aus Holz ist. Auf über 2 000 Stücke - thematisch in 18 Räumen aufgeteilt - hat er es inzwischen gebracht, darunter auch geschnitzte Kleidungsstücke und Holzköpfe. Und weil er auch ein vielseitiger Musikant ist, zieren seine Sammlung in der „Stube der Musik“ bereits 66 Holzinstrumente. Das wertvollste ist ein Bösendorfer Flügel aus dem Jahre 1756.
Zu bestaunen ist die lebensgroße „Holz-Variante“ von Londons Madame Tussand und Salchers Vater in Original in einer Schusterwerkstatt.
Für Kinder gibt es ein Pumuckl-Baumhaus, eine hölzerne Eisenbahnanlage und eine Seilbahn. Eine Werkstatt bietet den Jüngsten zusätzlich interessante Abwechslung. Sehenswert und lehrreich ist der direkt am Haus beginnende „Holzweg“, ein Gehölzelehrpfad.
Das einzigartige Museum wurde 1998 als „Schatzhaus Österreichs“ und 2004 landesweit als „Museum des Monats“ ausgezeichnet. Mehr zum Museum unter www.holzmuseum.com.


Zum Riechen und Anfassen

Den Zauber von Bauern-/Kräutergärten kann man beispielsweise bei Christine Thaler vom Hinterholzalmhof in Oberau und bei Birgit Haas am Hintersalcherhof in Auffach bestaunen.
„Schließen Sie Ihre Augen, konzentrieren Sie sich auf Kräuterduft, Bienensummen und Vogelgezwitscher“, begrüßt Birgit Haas ihre zahlreichen Gäste. Und die lassen sich faszinieren von einer natürlichen Farbenpracht an Kräutern und Blüten auf rund 1 000 qm Gartenfläche.
Viel Handarbeit und Liebe steckt in den einzelnen Produkten, die im kleinen „Hexenkammerl“ zum Verkauf angeboten werden. Vom „Babypaket“ aus der Kamillenserie über einen „Haussegen“ bis zum „Teestrauß“ reicht das umfangreiche Sortiment.
Im natürlichen Kräutergarten von Christine Thaler - auf 1 100 m Höhe - findet man über 80 verschiedene Würz- und Heilkräuter. Sie werden zu verschiedenen Mischungen, Tinkturen und Cremes verarbeitet und können beim Besuch sofort gekauft werden.


Ein interessantes Ausflugsziel

Das in 1 200 m Seehöhe kleinste und höchstgelegenste Dorf des Wildschönauer Hochtals ist Thierbach. Ein ideales Plätzchen für Erholung suchende und Sportbegeisterte jeden Alters. Aber der Ort bietet noch mehr als nur das: Er ist ein besonderes Juwel, da sich sein Anblick mit der alten Kirche, dem angrenzenden Schulhaus und den umliegenden fünf Tiroler Höfen - in einem residiert der „Sollerwirt“ - seit rund 200 Jahren nicht verändert hat.
Im traditionsreichen, 300 Jahre alten Gast- und Bauernhof „Sollerwirt“, seit 150 Jahren im Besitz der Familie Moser, befindet sich die original erhaltene „Speckbacherstube“. Sie verdankt ihren Namen dem Freiheitskämpfer Major Josef Speckbacher, der 1809 an der Seite von Andreas Hofer in der Schlacht am Bergisel gegen Napoleon kämpfte. Auf einem kleinen, noch existierenden Klapptisch in dieser Stube schrieb er den verzweifelten Aufruf an die Bauern, für ihr Vaterland zu kämpfen. Wer keine Waffe besaß, sollte mit Mistgabel, Sense oder Ähnlichem in den Kampf ziehen.

Im Jahre 1991 wurde der vor 130 Jahren verlassene Stollen des einstigen Thierbacher Silberbergwerkes zu neuem Leben erweckt. Tief im Berg erwartet den Besucher heute ein mittelalterliches, 400 m umfassendes Stollenlabyrinth, das einen Rückblick auf die Wildschönauer Knappentradition am Originalschauplatz vermittelt. Ein Märchenstollen für Kinder, die Ausstellung von Edelsteinen der Tiroler Berge sowie Informationen über das Leben und Wirken der Knappen geben Einblick in längst Vergangenes.

 

Eine Einkehr im Gasthof „Sollerwirt“ ist immer eine gute Empfehlung. Hier tafelte auch Thomas Gottschalk, als er eine verlorene Wette aus seiner Sendung mit der Schauspielerin Marie-Luise Marjan einlöste

 

Ein gutes „Händchen“ hat er schon

Etwa sieben Kilometer hinter Auffach erreicht man die Schönanger Alm, ein beliebtes Ausflugsziel in der Wildschönau auf 1 170 m Höhe. Neben dem „Alpengasthof“ trifft man hier auf eine Schaukäserei. Die Milch von 25 bäuerlichen Betrieben, die auf 680 ha Almgebiet und drei Almen von Juni bis September rund 260 Tiere betreuen, ist das Grundprodukt für eine breite Palette an Käsesorten und Butter. 160 000 Liter Milch werden jährlich zu 15 Tonnen Käse und 2 000 kg Butter verarbeitet.

 

Johann Schönauer arbeitet hier seit 1997 von Ende Mai bis Anfang November, sieben Tage die Woche. Er hat in der Käserei gelernt und kennt sich bestens aus. Viel Fingerspitzengefühl hat er beim Umgang mit der wertvollen Rohmilch, den Bakterienkulturen und sensiblen Reinigungsprozessen entwickelt. Qualität ist bei ihm oberstes Gebot. Bei Problemen schaut er zuerst auf seine Arbeit und erst danach führt ihn der Weg zu den Bauern und ihren Kühen, um die mögliche Fehlerquelle zu erforschen.
Die Wertschätzung seiner Tätigkeit bezeugen zahlreiche Sieger-Diplome von Wettbewerben weltweit. Und dass seine Produkte bei den Verbrauchern vieler Länder gefragt sind, bestätigt der Absatz seiner Waren, der ausschließlich über den Direktverkauf an Touristen vor Ort erfolgt.
Was Johann Schönauer von Dezember bis Mai macht? Er arbeitet als Masseur in einem 4-Sterne-Hotel. Ein gutes „Händchen“ hat er schon.

 

 

 

 

Nase und Gaumen sind die wichtigsten Werkzeuge für Johann Schönauer, der die Milch und ihre Qualität „riecht“. Hier trennt er durch Überschöpfen, Brechen und Trennen die Molke vom künftigen Endprodukt

 

 

 

 

 

 

 

Kontakt

 

Tourismusverband Wildschönau
A-6311 Wildschönau/Tirol, zwischen Niederau und Oberau, im Gebäude der Freibadeanlage
Tel. 0043 5339 82550, Fax 0043 5339 825550
e-Mail: info@wildschoenau.com

www.wildschoenau.com

 

Wenn Sie sich einen Überblick zur Ferien- und Erlebnisregion Wildschönau verschaffen wollen, lesen Sie den Beitrag „Ein Tal - aufregend und entspannend“

Mehr als 7 500 Gästebetten stehen in der Wildschönau in zahlreichen Pensionen, Gasthöfen und Hotels für Erholung suchende Urlauber zur Verfügung. Stellvertretend für alle Gastgeber besuchten wir das Landhotel „Tirolerhof“ in Oberau. Lesen Sie dazu den Beitrag „Nicht zufrieden stellen - begeistern“

 

Ein Beitrag und Fotos für ReiseTravel von Bernd Schenke, eu@reisetravel.eu

 

 

 

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