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"Seele der Erde"
Sehr geehrte ReiseTravel User,
gern lade ich Sie zu einer Reise durch Guatemala ein : Unser weißer Toyota-Bus bewegt sich auf einer neu asphaltierten Straße, vor und hinter uns rollen amerikanische „Freightliner“ - Trucks, bunte Schulbusse mit Schülern in frischen Schuluniformen, auffallend viele neue japanische Geländewagen. „Schauen Sie sich diese Landschaft an“, sagt Reiseleiter Emilio Eckstein und zeigt auf das üppige Grün rechts und links der Landstraße. „Wir sind ein reiches Land.“ Emilio hat nicht nur einen deutschen Familiennamen, sondern spricht auch unsere Sprache. Großvater Eckstein ist vor vielen Jahren aus einer thüringischen Kleinstadt nach Mittelamerika ausgewandert.
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Zum Frühstück im Restaurant „El Rancho“ werden pürierte schwarze Bohnen (sehr lecker!), gebackene Bananen und Eier serviert. Dazu starker, schwarzer Kaffee. Auf jedem Tisch steht ein guatemaltekischer Wimpel. Der Bürgerkrieg, der Guatemala viele Jahre lähmte, ist längst überwunden. Jetzt geht es aufwärts, man spürt es. Sein Land setze auf den Tourismus, hatte Guatemalas Botschafter in Berlin, Heinz Erich Richter de Leon, erklärt. Am Abend erreichen wir die Karibikküste. Ein Boot bringt uns am Morgen hinüber nach Livingston. Alte bunte Holzhäuser, Reggae- Klänge und Fischerboote lassen karibische Stimmung aufkommen. Die dunkelhäutigen Bewohner, die Garifuna, stammen von der Karibikinsel St. Vincent und sind über etliche Umwege hier gestrandet. Wir unternehmen eine mehrstündige Bootstour auf dem breiten Rio Dulce mit seinen interessanten grünen Seitentälern.
Die Maya-Tempel von Tikal
Während der Busfahrt zu den Tempelanlagen im Norden Guatemalas versucht Emilio, uns die Maya-Kultur nahe zu bringen. „Die Maya verehren die Erde“, erzählt er. „Sie suchen den Kontakt mit ihr, wollen ihr möglichst nahe sein. Deshalb laufen sie gern barfuss, kochen und schlafen auf dem Boden.“ Astronomie und Arithmetik haben sie getrieben, Kalender und Mondphasen berechnet. Ihren Göttern aber auch rituelle Menschenopfer gebracht. Sich mit den Maya und ihrer Kultur zu beschäftigen, sei „in Mode gekommen“, berichtet Emilio.
Die Straße auf der wir fahren, wurde nach dem Friedensvertrag mit europäischem Geld gebaut und im Jahr 2000 eröffnet. Jetzt, sagt Emilio, sei die Gegend „auf dem Reisen Vormarsch. Er selbst will sich hier ein Stück Land kaufen, solange die Preise noch erschwinglich sind. Tikal, die größte Maya-Stadt, liegt mitten im feucht-heißen Wald, 1838 wurde sie entdeckt. Seit den 1950er Jahren ist das Gebiet Nationalpark. Als wir die monumentalen Tempel sehen, sind wir überwältigt. Die Touristen verlieren sich dazwischen, ihre Stimmen werden zu Gemurmel. Wer etwas Übung und Ausdauer hat, kann die Freitreppen hinaufsteigen und oben den Blick auf die anderen Bauten und das wuchernde Dschungelgrün ringsum genießen. Über uns kreisen Vögel, ein paar Wolken ziehen vorüber. Sonst nur Himmel und Sonne.
Dschungelgrünes Wasser, schläfriges Krokodil
An der Fähre von Sayaxche warten Busse und Lastwagen auf die Überfahrt. Fleischspieße und Maiskolben brutzeln, das kleine Restaurant am Ufer lockt mit Hängematten. Ein Junge verkauft Zeitungen mit sensationslüsternen Überschriften, im Fluss wird ein Kleinbus gewaschen. Wir unternehmen eine Bootsfahrt. Außer dem gleichförmigen Brummen des 40-PS-Suzuki-Motors und dem leisen Plätschern des Wassers kein Geräusch. Das Wasser glänzt dschungelgrün. Am Ufer wird Wäsche gewaschen, zwei Männer winken uns wortlos zu. Im Fluss spiegeln sich Wolken und Mangroven. Emilio zeigt auf ein schläfriges Krokodil.
Noch liegen einige Höhepunkte vor uns: die moderne Hauptstadt Guatemala City, der Vulkan Pacaya, die alte Stadt Antigua mit ihrem Kolonialambiente, den blühenden Jacaranda-Bäumen, den eleganten schwarzen Pferdekutschen, den schmiedeeisernen Laternen und der Ruine der Kathedrale von 1680, immerhin einst Mittelamerikas größte Kirche. „Rings um Antigua wächst der beste Kaffee Guatemalas“, weiß Emilio. Das „Porta Hotel Antigua“, unser Quartier, hat hohe Räume mit Ventilator, einen großen Kamin, massive Möbel aus dunklem Holz. Ja, sie sind wirklich zu beneiden um ihre Stadt, die Antiguenos! In Chichicastenango bummeln wir über den bunten Indianermarkt, handeln mit Indianerinnen um Tücher und Taschen und besuchen die Kathedrale Santo Tomas, wo sich indianische und christliche Liturgie vermischen. Am wunderschönen Atitlan-See genießen wir den Blick auf Wasser und Vulkane, ein Glas frisch gepressten Papaya-Saft in der Hand. Guatemala bleibt unvergesslich!
Sehr geehrte ReiseTravel User,
ich hoffe, Ihnen hat der Kurztrip durch Guatemala gefallen, suchen Sie doch einmal das Land,
Ihr Frank Schüttig
Anreise
Iberia fliegt dreimal wöchentlich über Madrid nach Guatemala City. Andere Airlines über Mexiko oder USA. Deutsche benötigen kein Visum, es genügt der Reisepass.
Klima
Sehr unterschiedlich. Temperaturen zwischen 25 und 30 °C an den Küsten, in höheren Lagen deutlich kälter. Regenzeit von Mai bis Oktober, Trockenzeit von November bis April. Heißeste Monate sind April/ Mai.
Währung
Landeswährung ist der nach dem Wappenvogel des Landes benannte Quetzal. An Geldautomaten kann mit Kreditkarten, immer häufiger auch mit EC-Karten abgehoben werden.
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| Kontakt |
Botschaft von Guatemala
Handels- und Tourismusbüro Frau Karin Beeck Serrano
Joachim-Karnatz-Allee 47, D-10557 Berlin
Tel: 030-200 58 770, Fax: 030-200 58 890
e-Mail: guatemala-trade@t-online.de
www.botschaft-guatemala.de
Mit freundlicher Unterstützung von: BUSINESS & DIPLOMACY
Magazin für Außenpolitik und globale Wirtschaftsbeziehungen
Kadettenweg 76, D-12205 Berlin
Fon 030-84311629
Ein Beitrag für ReiseTravel von Frank Schüttig.
Sehr geehrte ReiseTravel User,
weitere Berichte über Guatemala finden Sie hier – einfach nur Anklicken:
Ron Zacapa Centenario
„Bitte besuchen Sie Guatemala!“
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