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Buenos Aires

"Weine nicht um mich, Argentinien ...!"

 

Der Name Argentinien leitet sich vom lateinischen „argentum“ ab. Die Spanier glaubten damals an reiche Silbervorkommen - die es aber nicht gab.







Buenos Aires – günstige Winde – nannten 1536 die Eroberer ihre erste Ansiedlung. Der Ort wurde bereits 1541 von den Indianern zerstörte. 1580 folgte die eigentliche Stadtgründung. Heute leben in der Metropole 14 Millionen Einwohner, ein Drittel der Bevölkerung.

Um die Plaza de Mayo, das historische Zentrum, stehen alle wichtigen Gebäude. Optisches Wahrzeichen und unübersehbar ist der Obelisk auf der „Avenida 9 de Julio“. Dieser „Stift“ steht genau in der Mitte der breitesten Straße der Welt. Auf zehn Spuren rollt der Verkehr, ununterbrochen. Trotz ihrer enormen Größe, kann die Innenstadt per Pedes erlaufen werden. Und dann gibt es ja noch die Metro.

Nostalgie: Auf der Linie A der Metrovias rollt der Verkehr in Waggons mit hölzerner Einrichtung aus den 20er Jahren. Täglich. Interessant ist die Station „Peru“ mit Kacheln gefliest

Sonntags in Buenos Aires

 

Zentrum der Macht

Buenos Aires sollte man am Wochenende besuchen, sonntags sind die Straßen leerer, allerdings haben dann auch die meisten Shopping-Center geschlossen. Sonntags besucht man San Telmo am Plaza Dorrego, ein einstmals vornehmes Künstlerviertel. Die Straßen sind übervoll mit Menschen, hier äußert sich das typische überschwängliche Lebensgefühl der Bewohner. Oft werden Tango-Einlagen geboten: Der „traurige Gedanke, den man tanzen kann“, lässt die Zuschauer von vergangenen Zeiten träumen. „Tango Olé!“

Darf man bitten, zum Tango

Straßen und Geschäfte haben am Sonntag geöffnet. Eine Art Flohmarkt, Kitsch und Souvenirs, Nutzloses und Raritäten, es gibt einfach alles. Sonntags fährt man auch ans nahe Meer, besucht das Restaurant „de Pescadores“, mit facettenreichen kulinarischen Angeboten. Von der Terrasse schweift der Blick hinüber ins Nachbarland Uruguay.

Moderne Bauten …

… schicke Restaurants

Essen wird in Argentinien groß geschrieben, vor allem Rindfleisch. Weltberühmt sind die erstklassigen Rindersteaks aus der argentinischen Pampa. Ein Stück „bife“ sollte möglichst dick geschnitten und über offenem Feuer, wie auf dem Grill gebraten sein. Ein gutes und preisgünstiges Restaurant ist „La Estancia“ oder Asador Criollo. www.asadorlaestancia.com.ar

„Gaucho“ Fred – Koch und Conferencier zugleich - offeriert erstklassige Steaks: „Deutsche Gäste bevorzugen Portionen aus mehreren Sorten Fleisch, ein assado“, informiert der Meister. Der Kellner serviert auch einen Nachschlag – wer großen Hunger hat.
Dazu trinkt man Wein. Der Wein kommt meist von den Weingärten Trapiche in Mendoza. Der Ort hat eine Höhenlage von 800 bis 1 100 Meter und verfügt über eine 100-jährige Tradition. Trapiche-Weine sind trocken mit geringem Gehalt an Restsüße. Sie überzeugen mit Charakter, Geschmack und Aroma. Super Spitzenprodukte!
Ein Trapiche Chardonnay verfügt über eine brillante Farbe mit gelbgrünen Reflexen und einem Aroma reifer Äpfel. Auch der Sauvignon Blanc ist süffig. Ein glänzender, transparenter Wein mit Tönen gelbgrüner Zitronen. Die Auswahl ist enorm groß.

Der Mittelpunkt von Buenos Aires ist die Plaza de Mayo mit der Casa Rosada, dem rosafarbenen Präsidentenpalast: Hier sprach Evita – auch im gleichnamigen Film „Evita“



Evita – Eva Duarte de Perón, lebte von 1919 bis 1952. Sie setzte sich für das Frauenwahlrecht ein und widmete sich der Sozialarbeit. Als armes Mädchen vom Land wurde sie von der reichen Oberschicht abgelehnt. Dann lernte sie Juan Domingo Perón – den späteren Präsidenten – kennen. Beide heirateten. Innenpolitisch wurde Eva durch ihr damaliges Engagement und die Organisation von über 300 000 armen Leuten, den descamisados, die sich zu zahlreichen Demos vereinten, populär. Doch schon mit 33 Jahren starb sie.

Erfolgreich und in der ganzen Welt aufgeführt, wurde das Musical „Evita“:
„Weine nicht um mich, Argentinien …“, ein eindrucksvoller Song, noch immer in den Charts zu hören. Ebenso erfolgreich lief der gleichnamige Film mit Madonna in der Titelrolle.

 

Beigesetzt in der Familiengruft Duarte, liegen noch heute jeden Tag frische Blumen an ihrem Grab. Verehrer aus aller Welt verneigen sich vor einer großartigen Frau.

Familiengrab Duarte

Blumen und Tafeln, von den Verehrern

 

Geliebtes Buenos Aires: Am Rio de la Plata gelegen, die eleganteste Metropole Südamerikas, eine faszinierende Stadt mit heißen Nächten, Theatern und Museen, großen Parks und Avenidas, Hotels, Restaurants und Geschäften, eine modere und dynamische Stadt mit traditionellen alten Cafés und nostalgischen Tangolokalen.

Bohemia in San Telmo

Im Künstlerviertel

Buenos Aires bietet jeder Altersgruppe attraktive Sehenswürdigkeiten. Besonders junge Menschen entdecken hier eine kosmopolitische und dynamische Großstadt. In Buenos Aires gibt es alles und für jeden Geschmack. Deutsch ist oft zu hören. Hier leben viele deutsche, andere besuchen regelmäßig die Stadt.

 

 

 

 

 

Autorenbewertung


 

Attraktive Metropole, im morbiden Charme, Lifestyle ist angesagt.

 

 

 

 

Kontakt

 

Studiosus Reisen München GmbH
Riesstrasse 25, D-80992 München

www.studiosus.com

 

Für junge Leute: Buenos Aires Joven: www.buenosaires.gov.ar


Trapiche-Wein aus Mendoza: Vino – fino Carlos Steinmetz.
Salzufer 16, D-10587 Berlin
Fon  030 – 39039066  030 – 39039066 . www.vino-fino.de

 

Botschaft der Republik Argentinien – Tourismus Abteilung
Dorotheenstraße 89, D-10117 Berlin
Tel  030 – 226689-31  030 – 226689-31 , Fax 030 – 2291400

www.argentinische-botschaft.de

 

Unser Autor Gerald H. Ueberscher (e-Mail: ghu@reisetravel.eu ) besuchte Buenos Aires.

 

Buchtipp: ReiseTravel empfiehlt

 

Deutsche Spuren in Argentinien

 

Argentinien bzw. das Vizekönigreich des Rio de la Plata erlangte zwar im Mai 1810 seine Unabhängigkeit vom spanischen Mutterland, wuchs aber erst Ende des 19. Jahrhunderts zu einer Nation zusammen. Nachdem 1880 für Argentinien ein wirtschaftlicher Aufschwung begonnen hatte, wurde es auch vielen Deutschen zu einer neuen Heimat.

 

 

Auswanderer aus wirtschaftlichen oder politischen Gründen, Kaufleute, Wissenschaftler, Forscher und Künstler oder einfach Abenteurer - das große, dünn besiedelte Land bot ihnen allen unerschöpfliche Möglichkeiten, es sei denn, sie scheiterten an der argentinischen Mentalität, deren Stärken nicht gerade Vorausplanung, Disziplin und Pünktlichkeit sind. Bernd Wulffen sucht die reichlich vorhandenen deutschen Spuren in Argentinien, die er von 1526 bis in die Gegenwart verfolgt. Selbst das Instrument des argentinischen Tangos, das Bandoneon, wurde aus Sachsen „importiert“. Allein zwischen 1918 und 1933 siedel­ten sich 130.000 Deutsche an. Schulen, Handelsfirmen, Vereine (138 waren es 1970) - die deutsche Gemeinde wuchs. Doch nicht nur gebetene Gäste kamen: Nach dem II. Weltkrieg rekrutier­te Staatschef Peron 600 Experten, die industrielle Großprojekte realisieren sollten, doch auch berüchtigte NS-Verbrecher wie Adolf Eichmann oder Josef Mengele tauchten hier unter. Bernd Wulffen war 1970-1976 Konsul und Kulturreferent der deutschen Botschaft in Buenos Aires und hat dort den Beginn der finstersten Jahre Argentiniens im 20. Jahrhundert erlebt: die Militärdiktatur unter Jörge Rafael Videla. Diese Epoche der Willkürherrschaft endete 1983 und hinterließ viele Wunden, auch in den deutsch-argentinischen Beziehungen. In nunmehr 30 Jahren Demokratie sind viele neue Kontakte ent­standen, wurde an gute Traditionen angeknüpft, obwohl wirt­schaftliche und politische Krisen in Argentinien eine kontinuierli­che Zusammenarbeit erschweren.

Bernd Wulffen, der mit einer Argentinierin verheiratet ist und seit Jahrzehnten dort einen zweiten Wohnsitz hat, kann neben der histo­rischen Beschreibung aus eigenem Erleben schöpfen und seine Darstellung mit vielen authentischen Begebenheiten anreichern. Von Edda Fensch.

 

Deutsche Spuren in Argentinien Zwei Jahrhunderte wechselvoller Beziehungen von Bernd Wulffen, Ch. Links Verlag, Schönhauser Allee 36, KulturBrauerei, D-10435 Berlin, ISBN 978-3-86153-573-7-0, www.christoph-links-verlag.de

 

Das Buch kostet im Buchhandel 19,90 Euro.

 

 

 

 

 

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