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"Weine nicht um mich, Argentinien ...!"
Um die Plaza de Mayo, das historische Zentrum, stehen alle wichtigen Gebäude. Optisches Wahrzeichen und unübersehbar ist der Obelisk auf der „Avenida 9 de Julio“. Dieser „Stift“ steht genau in der Mitte der breitesten Straße der Welt. Auf zehn Spuren rollt der Verkehr, ununterbrochen. Trotz ihrer enormen Größe, kann die Innenstadt per Pedes erlaufen werden. Und dann gibt es ja noch die Metro.
Buenos Aires sollte man am Wochenende besuchen, sonntags sind die Straßen leerer, allerdings haben dann auch die meisten Shopping-Center geschlossen. Sonntags besucht man San Telmo am Plaza Dorrego, ein einstmals vornehmes Künstlerviertel. Die Straßen sind übervoll mit Menschen, hier äußert sich das typische überschwängliche Lebensgefühl der Bewohner. Oft werden Tango-Einlagen geboten: Der „traurige Gedanke, den man tanzen kann“, lässt die Zuschauer von vergangenen Zeiten träumen. „Tango Olé!“
Straßen und Geschäfte haben am Sonntag geöffnet. Eine Art Flohmarkt, Kitsch und Souvenirs, Nutzloses und Raritäten, es gibt einfach alles. Sonntags fährt man auch ans nahe Meer, besucht das Restaurant „de Pescadores“, mit facettenreichen kulinarischen Angeboten. Von der Terrasse schweift der Blick hinüber ins Nachbarland Uruguay.
Essen wird in Argentinien groß geschrieben, vor allem Rindfleisch. Weltberühmt sind die erstklassigen Rindersteaks aus der argentinischen Pampa. Ein Stück „bife“ sollte möglichst dick geschnitten und über offenem Feuer, wie auf dem Grill gebraten sein. Ein gutes und preisgünstiges Restaurant ist „La Estancia“ oder Asador Criollo. www.asadorlaestancia.com.ar „Gaucho“ Fred – Koch und Conferencier zugleich - offeriert erstklassige Steaks: „Deutsche Gäste bevorzugen Portionen aus mehreren Sorten Fleisch, ein assado“, informiert der Meister. Der Kellner serviert auch einen Nachschlag – wer großen Hunger hat.
Beigesetzt in der Familiengruft Duarte, liegen noch heute jeden Tag frische Blumen an ihrem Grab. Verehrer aus aller Welt verneigen sich vor einer großartigen Frau.
Geliebtes Buenos Aires: Am Rio de la Plata gelegen, die eleganteste Metropole Südamerikas, eine faszinierende Stadt mit heißen Nächten, Theatern und Museen, großen Parks und Avenidas, Hotels, Restaurants und Geschäften, eine modere und dynamische Stadt mit traditionellen alten Cafés und nostalgischen Tangolokalen.
Buenos Aires bietet jeder Altersgruppe attraktive Sehenswürdigkeiten. Besonders junge Menschen entdecken hier eine kosmopolitische und dynamische Großstadt. In Buenos Aires gibt es alles und für jeden Geschmack. Deutsch ist oft zu hören. Hier leben viele deutsche, andere besuchen regelmäßig die Stadt.
Studiosus Reisen München GmbH
Für junge Leute: Buenos Aires Joven: www.buenosaires.gov.ar
Botschaft der Republik Argentinien – Tourismus Abteilung
Unser Autor Gerald H. Ueberscher (e-Mail: ghu@reisetravel.eu ) besuchte Buenos Aires.
Buchtipp: ReiseTravel empfiehlt
Deutsche Spuren in Argentinien
Argentinien bzw. das Vizekönigreich des Rio de la Plata erlangte zwar im Mai 1810 seine Unabhängigkeit vom spanischen Mutterland, wuchs aber erst Ende des 19. Jahrhunderts zu einer Nation zusammen. Nachdem 1880 für Argentinien ein wirtschaftlicher Aufschwung begonnen hatte, wurde es auch vielen Deutschen zu einer neuen Heimat.
Auswanderer aus wirtschaftlichen oder politischen Gründen, Kaufleute, Wissenschaftler, Forscher und Künstler oder einfach Abenteurer - das große, dünn besiedelte Land bot ihnen allen unerschöpfliche Möglichkeiten, es sei denn, sie scheiterten an der argentinischen Mentalität, deren Stärken nicht gerade Vorausplanung, Disziplin und Pünktlichkeit sind. Bernd Wulffen sucht die reichlich vorhandenen deutschen Spuren in Argentinien, die er von 1526 bis in die Gegenwart verfolgt. Selbst das Instrument des argentinischen Tangos, das Bandoneon, wurde aus Sachsen „importiert“. Allein zwischen 1918 und 1933 siedelten sich 130.000 Deutsche an. Schulen, Handelsfirmen, Vereine (138 waren es 1970) - die deutsche Gemeinde wuchs. Doch nicht nur gebetene Gäste kamen: Nach dem II. Weltkrieg rekrutierte Staatschef Peron 600 Experten, die industrielle Großprojekte realisieren sollten, doch auch berüchtigte NS-Verbrecher wie Adolf Eichmann oder Josef Mengele tauchten hier unter. Bernd Wulffen war 1970-1976 Konsul und Kulturreferent der deutschen Botschaft in Buenos Aires und hat dort den Beginn der finstersten Jahre Argentiniens im 20. Jahrhundert erlebt: die Militärdiktatur unter Jörge Rafael Videla. Diese Epoche der Willkürherrschaft endete 1983 und hinterließ viele Wunden, auch in den deutsch-argentinischen Beziehungen. In nunmehr 30 Jahren Demokratie sind viele neue Kontakte entstanden, wurde an gute Traditionen angeknüpft, obwohl wirtschaftliche und politische Krisen in Argentinien eine kontinuierliche Zusammenarbeit erschweren. Bernd Wulffen, der mit einer Argentinierin verheiratet ist und seit Jahrzehnten dort einen zweiten Wohnsitz hat, kann neben der historischen Beschreibung aus eigenem Erleben schöpfen und seine Darstellung mit vielen authentischen Begebenheiten anreichern. Von Edda Fensch.
Deutsche Spuren in Argentinien Zwei Jahrhunderte wechselvoller Beziehungen von Bernd Wulffen, Ch. Links Verlag, Schönhauser Allee 36, KulturBrauerei, D-10435 Berlin, ISBN 978-3-86153-573-7-0, www.christoph-links-verlag.de
Das Buch kostet im Buchhandel 19,90 Euro.
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