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Tripolis

Auf den Spuren der Römer

Libyen ist eines der interessantesten Länder Nordafrikas. Neben seiner Hauptstadt Tripolis sind es vor allem die phantastisch erhaltenen Römerstädte Sabratha und Leptis Magna. Nirgendwo sonst finden sich Ausgrabungen ähnlicher Qualität.

 

 

Tripolis : Der „Grüne Platz“ liegt im Zentrum der Mittelmeerstadt. Vom Hafen starten die Fähren nach Malta. Direkt am pulsierenden Platz steht das Hotel „Al Mehari“ – Rennkamel. Empfehlenswert ist das Restaurant „Safir“, es wird deutsch gesprochen.

Durch die Aufhebung der 1992 verhängten Sanktionen gegen Libyen ist das nordafrikanische Land zu einem Zukunftsmarkt geworden. Vieles spricht dafür, dass sich Libyen wieder in die Staatengemeinschaft der Welt eingliedern wird. Die Sanktionen verursachten einen Nachholbedarf in allen Bereichen. Große Investitionen der öffentlichen Hand sind zu erwarten, insbesondere in Projekte für die Modernisierung der Erdölindustrie und der Infrastruktur. Der Ausbau von Flughäfen, Seehäfen, Kraftwerken und Straßen steht an. Auch im Bereich Tourismus ergeben sich Möglichkeiten. In den kommenden fünf Jahren werden, von der neu gegründeten „Tourismusbehörde“ ausländische Investitionen „mit rund 60 000 neuen Hotelbetten“ erwartet. Derzeit gibt es im ganzen Land nur rund 10 000 Hotel-Betten. Im Jahr 2004 reisten 80 000 Gäste durch Libyen.

Studienreisen des deutschen Reiseveranstalters Studiosus Reisen München GmbH sind gefragt. Sie sind keine philosophischen Erlebniswelten, es sind Reisen für Menschen, die mit offenen, wachen Augen durch das Leben gehen. Im Sinne des Wortes erleben – Reisen bildet!

Seit über 50 Jahren unter dem Motto: Unter sachkundiger Führung die Welt kennen lernen. Der Reiseleiter, ein profunder Kenner der besuchten Gegend, oft Wissenschaftler und Conferencier zugleich, versteht sein Handwerk perfekt. In Libyen ist es Johannes Hoch. Einfühlsam bringt er das Land, seine Vergangenheit und Gegenwart, den Reisenden nah. Auf den Spuren des „Römischen Erbes“, lautet sein Thema.

Nach der Zerstörung Karthagos 146 v. Chr., wurde Tripolitanien und die Cyrenaika Teil des Römischen Reichs, so auch Leptis Magna – eine der größten antiken Hafenstädte.

Mustergültige Ausgrabungen haben diese Kaiserstadt zu einer der interessantesten römischen Stätten des Mittelmeerraums werden lassen. Die von Kaiser Hadrian und dem hier geborenen Kaiser Septimus Severus errichteten Bauten aus goldenem Sandstein ziehen jeden Besucher in den Bann.

Die Sahara kann man erst verstehen, wenn man sie durchquert. Eine gut ausgebaute Piste verläuft durch das Gebiet des Djebel Nafusah, das Wohngebiet der Berber; über die „rote Hamada“ und Dari zur Oase Ghadames sind es rund 600 km. Jahrhundertelang war diese Oase eine wichtige Karawanserei auf der Agadez-Route. Die Altstadt steht heute unter UNECO-Denkmalschutz.

Wasser bedeutet Leben, besonders in der Wüste. Größtes Projekt der letzten Jahre war Great Man Made-River, der „Große Fluss von Menschenhand“. Ein gigantischer unterirdischer Kanal, bestehend aus Tausenden von Rohrsegmenten; jedes siebeneinhalb Meter lang und vier Meter im Durchmesser. Eine Pipeline von 4 000 km Länge.

 

Sonne, weißer Strand, antike Ruinen und die erhabene Weite der Sahara – Libyen hat alles, was sich ein Land nur wünschen kann, um Touristenmagnet zu sein. Bei vielen gilt das Land als Geheimtipp, dennoch sind die Touristen allgegenwärtig, vor allem Off-Road-Touren und eben Studienreisegruppen.

Obwohl die Hotels gut ausgestattet sind, sollten alle Ansprüche reduziert werden. In der pulsierenden Metropole Tripolis kann im Hotel „Al Mehari“ nicht nur der Saharastaub im Pool abgespült werden. Vom Hotelzimmer bietet sich ein phantastischer Blick auf die Silhouette von Alt- und Neustadt und den Hafen mit Fähren nach Malta.

 

Tripolis am Abend

Empfehlenswert ist das Restaurant „Safir“ in der City von Tripolis, nahe dem „Grünen Platz“. Hier verkehren Ausländer. Beim Dinner werden diverse Geschäfte besprochen und vereinbart. Zumindest aber kann ein wenig kommuniziert werden, in diesem doch etwas fremdartigen Land; fast keiner spricht englisch. Ein komplettes Menü sollte mit 25 Euro (in LD-Dinar zahlen) veranschlagt werden. Jeglicher Alkohol ist verpönt.

 

Tripolis ist bei zahlreichen Unternehmern, darunter viele Deutsche, begehrt. Business wird im Erdölland groß geschrieben und devot gekleidete Manager mit ihren schwarzen Aktenkoffern sind nicht zu übersehen. „Allah Akbar – Gott ist groß!“ Libyen ist nicht nur Ziel der Studienreise Römisches Erbe, die im Reisebüro gebucht werden kann, es ist ein gastfreundliches Businessland.



Werbung für ein Restaurant. Wenige sprechen Englisch

 

 

 

 

 

 

 

Kontakt

 

Studiosus Reisen München GmbH
Riesstraße 25, D-80992 München

www.studiosus.com


Libya Treasure Tours
P.O.Box 5144 , Istanbul Street 25
www.ltt-libya.com


 

 

 

 

 

 

Buchtipp
Unser Autor empfiehlt:

 

 

 

Libyen – geheimnisvolles, unbekanntes Land zwischen Mittelmeer und Extrem-Sahara: Nachbar Tunesiens, Algeriens und Ägyptens im Norden, Anrainer des Sudan, Tschad und Niger im Süden. Ein Land mit märchenhaften Wüstenlandschaften. Zahlreiche Details werden exakt beschrieben. Ein gutes Buch zur Tour nach Libyen. Lesenswert.

Das Buch kostet im Buchhandel 23,50 Euro.

Ein Buch der Extra-Klasse: Die Landschaften beiderseits der Großen Syrte sind ein wenig bekannter Teil des Mittelmeerraumes. Doch genau dort liegen die Antiken Stätten des römischen Weltreichs. Das Buch erweckt die vergessenen Stätten des römischen Imperiums zu neuen Leben.

Das Antike Libyen

Könemann Verlagsgesellschaft mbH, Bonner Straße 126, D-50968 Köln.

(Preis auf Anfrage)

 

 

 

 

Unser Autor Gerald H. Ueberscher (e-Mail: ueberscher-redaktion@t-online.de) besuchte Libyen.

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