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Ein neues Reiseziel
Algerien - ein neues Reiseziel
Sehr geehrte ReiseTravel User,
„Marhaba!“, das Wort „Tourismus“ wird mehr und mehr mit den Annehmlichkeiten des Reisens und nicht mit seinen Zwängen assoziiert. Die Menschheit kennt seit Jahrhunderten, ja sogar seit Jahrtausenden, das Phänomen des Reisenden: auf diese Weise entstand, was man heutzutage Tourismus nennt! Welch‘ glückliche Zeit, in der man die Möglichkeit hat, sich vorzustellen, in eine andere Stadt, in ein anderes Land oder sogar auf einen anderen Kontinent zu fahren. Und das in nur ein paar Stunden und manchmal nur für ein paar Tage. Aber eine Ortsveränderung verändert auch uns: wir sind durch die ständigen Eindrücke geprägt, die wir durch den Kontakt mit dem Anderen aufnehmen. Und wenn wir ausziehen, um Orte zu passieren, die wir entdecken dürfen, um uns selbst zu finden, gehen wir von selbst zu diesem Anderen, der uns tagtäglich folgt. Wir kehren heim, bereichert mit Visionen, Worten und Erfahrungen, die unsere Sinne anregen und manchmal unsere Weltanschauung und sogar unsere Worte verändern. Über Jahrhunderte hinweg war der Mensch Reisender, allerdings in den meisten Fällen nur, wenn es nötig war. Und es gab unter ihnen einige „große“ Reisende, die in die Geschichte eingegangen sind. Sie waren gezwungenermaßen, manchmal auch durch Kühnheit, an unbekannten Orten und wurden mit unbekannten oder nur wenig bekannten Traditionen und Kulturen konfrontiert.
Waren sie nicht die Vorboten des heutigen Tourismus?
Nun befinden wir uns also in einer Zeit des sorgenlosen Reisens, welches wir kurzfristig am Vortag der Abreise planen können. Aber das Reisen, nunmehr eine triviale Sache geworden, ist nur in Bezug auf die Reisemodalitäten wirklich trivial; in allen anderen Aspekten ist es wertvoll und stellt eine andauernde Serie von Privilegien dar, von denen die augenscheinlichste die Entdeckung des Anderen, seiner Umgebung, in der er sich entwickelt sowie seiner Lebens- uns Sichtweise, ist. Algerien hat den Ruf, ein Gastland zu sein – aber welches Land ist in Wirklichkeit kein Gastland? Algerien hat außerdem den Ehrgeiz, mehr Touristen und mehr Reisende zu empfangen. Und ihnen zu gefallen. Mehr noch, geliebt zu werden. Denn man kommt dorthin zurück, was man liebt.
Geliebt zu werden als Zielland eines Touristen; dies ist das gemeinsame Ziel alle Länder, oder fast aller, um ehrlich zu sein. Unser Land hegt dieses Ziel. Nicht nur das, es wird von nun an eine Notwendigkeit auf der Tagesordnung und ein Motor der Entwicklung sein. Deshalb arbeiten wir in Zukunft daran, das „Label Algerien“ im Bereich Tourismus aufzubauen und zu festigen. Wir müssen hierfür unsere natürlichen Vorzüge aufwerten und unser Kulturerbe und unser touristisches Potential zur Geltung bringen. Ein umfangreiches Programm wurde zu diesem Zweck bereits auf den Weg gebracht.
Ein nationales Entwicklungsprogramm für den Tourismus ist nicht mehr nur möglich oder angedeutet; es existiert nun reell und gilt als Referenzrahmen für die konkreten Aktionen zur Entwicklung des Tourismus bis zum Jahre 2025. Tatsächlich stellt der Rahmenplan zur touristischen Erschließung („schéma directeur d’aménagement touristique“ – SDAT) ein privilegiertes Instrument der Raumplanung und der nachhaltigen Entwicklung dar. Er peilt konkrete Ziele mit genauen Angaben zum zeitlichen wie zum finanziellen Ablauf an, die durch die folgenden fünf Dynamiken charakterisiert werden:
Der Plan zur Imageverbesserung des Reiseziels Algerien -
Der Plan der touristischen Exzellenzzonen -
Der Plan „Qualitätstourismus“ -
Der Plan „Public Private Partnership“ (PPP) -
Der Plan zur laufenden Finanzierung des Tourismus -
Die Richtungsweisungen, die der Rahmenplan gibt, die Anforderungen, die er stellt, die Prognosen, die er herausstellt, die Initiativen, die er anregt – all das kann in einem Satz zusammengefasst werden: Algerien und all seine Ressourcen, die ihn ausmachen, aufzuwerten und auszubauen, ohne zu zerstören. Ständig. Letztendlich würde ich gerne meine besondere Anerkennung den Widerstandskämpfern der modernen Zeit aussprechen; den Investoren und den Akteuren des Tourismus, die mit viel Durchhaltevermögen den wiederkehrenden Krisen, ob ökologischer, gesundheitlicher,
sicherheitsrelevanter oder finanzieller Art, jeweils widerstanden haben und den Mut nicht verloren haben, um diesen Beruf weiterhin auszuüben – den Tourismus, einen der humanistischsten Berufe, die es gibt.
Sehr geehrte ReiseTravel User,
ich lade Sie ein, besuchen Sie meine Heimat: Algerien
Vielen Dank!
Chérif Rahmani
Minister für Raumplanung, Umwelt und Tourismus,
Präsident der Stiftung « Wüsten der Erde » (Déserts du Monde),
Botschafter, Sprecher des Generalsekretärs der Vereinten Nationen des Jahres 2006,
Internationales Jahr der Wüsten und der Desertifikation der Wüsten,
Preisträger des Preises der Vereinten Nationen «Champion der Erde 2007»,
Botschafter im Bereich Küsten des Aktionsplanes für das mediterrane Becken, UNDP, 2007, Preisträger des „Umweltschildes“ des Netzwerkes der arabischen NROs.
Kontakt
Ministerium für Raumplanung, Umwelt und Tourismus (Ministère de l’Aménagement du Territoire, de l’Environnement et du Tourisme, MATET)
Rue des Quatre Canons - Alger Centre, Algerien
Tel : +213 (0) 21 43 28 44-99, Fax: +213 (0) 21 43 2861/ 12
Nationales Fremdenverkehrsamt (Office National de Tourisme (ONT)
2, rue Smail Kerrar, Alger Centre, Algerien
Tel.: +213 (0)21 71 29 81-84, Fax : +213 (0)21 71 30 59 / 71 29 88
www.ont-dz.org – e-Mail ont@ont-dz.org
Ein Beitrag für ReiseTravel von Katharina Erler.
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