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Gyula

Am Rande der Puszta

 

 

 

 

 

 

Burgansichten

 

Ungarn- Reisen liegen im Trend: Budapest und der Balaton sind begehrte Ziele, deftige Küche und ein edler Tropfen Wein gehören natürlich dazu. Doch Ungarn bietet wesentlich mehr, dazu zählt Gyula.
Diese Stadt im Bezirk Békés, am Fluss Köres, zählt 36 000 Einwohner. Die Burg wurde im 14. Jh. errichtet. Von 1566 bis 1694 herrschten hier die Osmanen. Von Budapest aus sind es rund 250 Kilometer mit dem Auto, Bus oder der Bahn. Am Stadtrand sind zwei Grenzübergänge, zur Weiterreise in Richtung Rumänien, dort wird vor allem preiswert getankt.

 

Kuren im Burgbad
Populär ist das „Burgbad“ mit seinem 8,5 Hektar großen Park. Das aus 2 005 Meter Tiefe kommende Heilwasser mit einer Temperatur von 72 Grad Celsius hilft nicht nur bei rheumatischen Erkrankungen. Von Unterwassermassagen bis hin zur Schlammpackung werden facettenreich Offerten angeboten.

 

 

Eine Sieben-Tage-Kur kostet 80 Euro, darin ist ein Arztbesuch, sieben Behandlungen und freier Eintritt ins Burgbad enthalten. Das Bad hat täglich von früh 08:00 bis zum Abend 20:00 Uhr geöffnet. Schwimmen, Wellness, Sauna und Erholung werden zum Erlebnis.
In Gyula wurden bekannte Persönlichkeiten geboren: Franz Erkel, der Komponist der ungarischen Nationalhymne, doch der bekannteste Künstler war Albrecht Dürer, der einst aus Gyula nach Nürnberg umzog. Neben der Burg wurde ein „Dürer“ Museum errichtet. Das Museum hat keine Gemälde von Düren, sondern es enthält eine stadthistorische Sammlung.

 

 

 

Essen und Trinken
Zwischen Hotel „Erkel“ und dem Burgbad besteht eine direkte Verbindung: vom Hotelzimmer geht es ins Bad oder zur Anwendung. Der Gast kann hier wählen, von einer Übernachtung bis hin zum Kurpaket.
Empfehlenswert ist die Privatpension „Csigaház Panzió“ oder die „Halászcsárda“ – hier wird übrigens die beste Fischsuppe der Stadt zubereitet. Eine breit gefächerte Gastronomie sorgt für tägliche Abwechslung – von der Hausmannskost bis hin zum Spezialitätenrestaurant. Am Nachmittag kann der „Hundertjährigen Konditorei“ Anno 1840, ein Besuch abgestattet werden. Spezialität des Hauses: „Szüzéves Kava“ für 1,50 Euro.

 

Die Gyulai Kolbász-Wurst ist eine Spezialität der Stadt. Ein „köstlicher“ Besuch mit Fabrikverkauf und natürlich die Verkostung sind lohnend: Húskombinat; Kétegyházi út 3, www.gyulahus.hu
Gyula ist weltweit bekannt für seine Wurst, die im Fleischkombinat produziert wird und im Firmengeschäft verkostet werden kann. Angeschlossen ist ein Museum, in dem die Tradition des Unternehmens nachvollzogen wird.
Zum Essen gehört nicht nur ein Getränk, in Form von Wein oder Bier, ein „Palinka“ rundet das Menü ab.

 

 

 

Im nahen Ort Békés, können jegliche Details zur Schnapsherstellung bestaunt werden. Inhaber Zoltán Békésí hat nicht nur eine eigene „Schnapsfabrik“, sondern auch einen eigenen Bahnhof mit historischem Sonderzug gebaut. Touristen kommen hier voll auf ihre Kosten und Reiseleiterin Erika erläutert alle Details (www.bekesszesz.hu). Angeschlossen ist eine Korbflechterei, darin kann den Handwerkern bei deren Arbeit über die Schulter gesehen werden.


 

 

Zoltán Békésí präsentiert „Palinka“ Schnaps in seiner Destillerie, mit eigenem Zug und Bahnhof

 

 

 

 


Information

Ein Gyula-Aufenthalt kann direkt in den einzelnen Hotels oder über Tourinform (Thermal Touristic Public Fundation) gebucht werden. Das Touristenbüro stellt individuelle Komplettprogramme zusammen. (Korrespondenz in Deutsch)


 

 

 

 

Kontakt

 

Tourinform
Kossuth Lajos u. 7,
H-5700, Gyula – Ungarn
Tel/Fax 0036 – 66 – 561 680;
E-Mail: bekes-m@tourinform.hu

www.gyula.hu
www.gyulavarfurdo.hu
www.hunguesthotels.hu


Ungarisches Tourismusamt
Wilhelmstrasse 61, D-10117 Berlin
Fon 030 – 2431 46-0, Fax 030 – 2431 4613

www.ungarn-tourismus.de

 

 

 

 

 

 

Buchtipp
Unser Autor empfiehlt:

 

 

Dieser praktische Stadtführer von Imre Czeglédi informiert umfassend über eine kleine Stadt mit 35 000 Einwohnern, die an der südöstlichsten Grenze Ungarns liegt; ein paar Meter weiter liegt Rumänien. Fünfhundert Jahre Geschichte und natürlich die Gegenwart werden sehr gut beschrieben.

Das Buch ist nur vor Ort erhältlich und kostet rund 2,00 Euro.

 

 

Unser Autor Gerald H. Ueberscher (e-Mail: ueberscher-redaktion@t-online.de) besuchte Ungarn.

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