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Besteigung des Cotepaxi
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Für viele bergbegeisterte Ecuador-Besucher gehört eine Besteigung des Cotopaxi zu den Highlights ihres Urlaubs. Mit einer Höhe von 5897 lockt er durch seine perfekte Kegelform und mit dem besonderen Attribut, der höchste freistehende aktive Vulkan der Welt zu sein. Die gängige Route erfolgt über die Nordseite: Nach einer Übernachtung im Refugio (Schutzhütte) José Ribas auf 4800 m Höhe, das man nach einem nur halbstündigen Aufstieg vom Parkplatz aus erreicht, steigt man gegen 1 Uhr morgens über den Gletscher auf. Dies ist die Route, die der Engländer Edgar Whymper 1882 erstmals zurücklegte. Mit dem Unterschied, dass er sich damals allein auf dem Berg befand. Heute mag man an einem Wochenende in der Hochsaison gut und gerne an die 100 Mitbesteiger im Refugio antreffen, so dass viele auf dem Boden übernachten müssen und die höhenmäßig ohnehin knappe Sauerstoffversorgung dadurch auch nicht üppiger wird.
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Unter anderem deshalb präferieren Profibergsteiger die alternative Rute über die Südseite – die Cara Sur - wie sie der Deutsche Hans Meyer im Jahr 1903 erstmals zurücklegte. Man muss nicht um Schlafplätze kämpfen und kommt sich beim Aufstieg nicht in die Quere. Ein Fachmann formuliert überspitzt: „Die Nordseite gleicht einer Panamericana!“ Die Menschenmengen, die den Berg jährlich besteigen, haben den Weg leider nicht nur mit Fußspuren, sondern auch mit Müll markiert. Somit zeichnet sich die Südseite durch ihre Unberührtheit aus – was gleichzeitig auch bedeutet, dass mehr Wissen seitens des Bergführers nötig ist. Auch wenn sie technisch nicht anspruchsvoller ist, so ist doch eine genauere Kenntnis des Berges unabdingbar.
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Eine Besteigung des Cotopaxi über diese „Alternativroute“ sieht dann folgendermaßen aus: von Quito ist man zunächst gut eine Stunde auf der Panamericana Sur unterwegs bis nach Lasso. Man überquert das Bahngleis Quito-Riobamba und fährt nochmals eine Stunde durch Kiefern und Eukalyptuswälder und durch Indígena-Siedlungen, bis man die Cabañas „Cara Sur“ auf 4000 m Höhe erreicht. Von dort beginnt nach einem Check der Ausrüstung um die Mittagszeit der Aufstieg. Erstes Ziel ist das Basiscamp auf 4800 m Höhe. Zunächst ist der Weg recht einfach, denn es geht eben voran. Nach fünf Kilometern wird es jedoch schwieriger: es wird steiler und man geht am besten langsam und atmet gleichmäßig durch die Nase. Gegen 17:30 werden die Windböen stärker und lassen den Körper frieren. Die feuchte und schwarze Erde lässt einen bei jedem Schritt einsinken, und sofort füllen sich die Fußstapfen mit Schnee. Bei den Zelten, im Basiscamp angekommen, hilft ein heißer Tee gegen die Kälte. Die Strapazen auf der Südroute beginnen somit schon vor der ersten Nacht im Basiscamp – gleichzeitig hat man dadurch aber den Vorteil der besseren Akklimatisierung, weil sich der Körper langsam während des Aufstieges an die Höhe gewöhnt.
Die anschließende Nachtruhe ist kurz, schon um Mitternacht bricht man zum Gipfel auf. Die Schlafsäcke werden zurückgelassen, man nimmt eine Thermoskanne heißes Wasser und eine Laterne mit und macht sich am Seil fest. Zunächst ist es so dunkel, dass man rein gar nichts sieht und sich voll und ganz auf den Führer verlassen muss. Nach sieben bis neun Stunden erreicht man den Kraterrand und wird für die Anstrengung mit einem Blick in das Innere des Vulkans belohnt. Interessant ist, dass sich den heutigen Touristen ein ganz anderes Bild als Hans Meyer, dem Erstbesteiger der Südseite, bietet: Denn den 400 bis 500 Meter tiefen Trichter, den er beschrieb, sieht man heute nicht mehr: Spätere Eruptionen bewirkten, dass sich im Inneren des Kraters aus Lava und Asche ein kleinerer Kegel bildete. Diese Aussicht ist ein weiterer Vorteil der Südseite: Ein Bergführer erzählt, dass viele seiner Kunden dadurch noch einmal einen regelrechten Motivationsschub bekommen, um auch noch die letzten 200 Meter, die von dort bis zur Spitze verbleiben, zurückzulegen – und wen die Kräfte verlassen, kann wenigstens diesen einmaligen Blick genießen. Auf der Nordseite hingegen wird damit nur belohnt, wer auch den Gipfel erreicht. Was einem Cotopaxi-Besteiger aber auf jeden Fall in Erinnerung bleiben wird, egal ob er von Norden oder von Süden her kommt, egal ob er die Spitze ganz erreicht oder nicht, ist die Morgendämmerung, bei der sich der Himmel gelb -orange-rot färbt.
Falls Sie an einer Cotopaxi-Besteigung interessiert sind, helfen wir Ihnen gerne bei der Organisation. Als optimaler Ausgangspunkt für einen Ausflug in den Park bietet sich auch die Hacienda El Porvenir am Nordeingang des Parkes an.
PS : Die ersten Menschen auf dem Cotopaxi waren der Deutsche Wilhelm Reiss und der Kolumbianer Angel Escobar waren, die im Jahr 1872 über die Westseite den Gipfel erreichten
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| Kontakt |
Ecuadorline
Touristischer Informationsdienst rund um Reisen nach Ecuador
CallCenter in Deutschland Fon: 0851-7565644; Telefax: 0851-7565651
www.ecuadorline.de
Ein Beitrag für ReiseTravel von Bina Kreykenbohm.
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| Buchtipp |
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Viel Erfolg wünscht ReiseTravel.
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