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Torgau

Meine Stadt an der Elbe

Das Eingangsportal von Schloss Hartenfels ist mit dem kurfürstlichem Wappen geziert

Silvia Meinel ist eine sympathische Stadtführerin und Torgau eine geschichtsträchtige Stadt: „Es war die Nacht vom 28. Februar zum 1. März, dem Aschermittwoch 1525. Gewaltsam drangen Torgauer Bürger in das Franziskanerkloster ein und trieben prügelnd die verhassten Bettelmönche durch die Straßen“, lautet die Begrüßung zur Stadtführung, extra für alle ReiseTravel User.

Die Stadt an der Elbe ist ein Ort der Reformation: Martin Luther wirkte hier und seine Frau Katharina von Bora wurde am 21. Dezember 1552 in der Stadtkirche St. Marien zu Torgau beigesetzt. Zar Peter der Große ließ seinen Sohn auf Schloss Hartenfels heiraten. Zuletzt wurde Torgau durch die „Begegnung an der Elbe“ bekannt. Deutschland kapitulierte 1945 und in der Elbestadt trafen die US-Truppen mit den Sowjets zusammen.

Schloss Hartenfels

Innenhof Schloss Hartenfels mit Großem Wendelstein

Die Lebensspuren der sächsischen Kurfürsten sind in Torgau durch die beeindruckende Architektur ihrer Residenz Schloss Hartenfels und dem Ambiente der historischen Altstadt erhalten geblieben.
Mit einer Dauerausstellung wird nun das Leben am Fürstenhof der Renaissance einem breiten Publikum zugänglich. Dabei stehen nicht die große Politik und die historische Bedeutung der Kurfürsten im Mittelpunkt der Ausstellung, sondern die Gestaltung ihres Alltagslebens.
Welchen Wohnkomfort hatten Friedrich der Weise, sein Bruder Johann und der nachfolgende Regent, Kurfürst Johann Friedrich I. der Großmütige? Wofür interessierten sie sich? Wie sah ihr Tagesablauf aus? Wie wurde die aufwändige Hofhaltung gestaltet? So erfährt der Besucher vom Luxus dieser Epoche und von technischen Neuerungen, die das Leben versüßte und Gäste nachhaltig beeindruckte. Er erfährt, dass Friedrich der Weise, der erster deutsche Mäzen war, indem er sich entschloss, dem Maler Lucas Cranach eine Festanstellung als Hofkünstler zu bieten, und ihn zum Spitzenverdiener machte. Auch als Förderer von Musik und Wissenschaft trat er hervor. Sein Tag verlief nach strengen Regeln, denen der gesamte Hofstaat unterlag und ebenso reglementiert waren die Mahlzeiten. Die Ausstellung gestattet also einen Blick hinter die Kulissen der offiziellen Geschichtsschreibung.
Ermöglicht wird dieser intime Blick durch anschauliche Texttafeln der Berliner Historikerin Dr. Michaela Völkel und durch unterschiedliche Exponate, die teilweise Leihgaben, teilweise Reproduktionen aus den Beständen mehrer musealer Einrichtungen sind, insbesondere des Deutschen Historischen Museums Berlin, der Staatsbibliothek zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz und der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden - Gemälde, Grafiken und Skulpturen, Kunstgewerbliche Gegenstände, Dokumente, Gegenstände des täglichen Gebrauchs und Möbel, ergänzt durch Musik der Zeit.

Kulinarisch ist Torgau ebenfalls eine Reise wert.

Wer weiß schon, dass der berühmte Dresdener Stollen auf den Torgauer Bäcker Drasdo, der Hoflieferant für die kursächsische Residenz war, zurückgeht, dass die Rezeptur für den Curacao in Torgau erfunden wurde, dass im 15. Jahrhundert ein künstlicher See, der Große Teich, zur Fischzucht angelegt wurde und man Torgauer Karpfen noch heute gern ist? Populär sind Torgauer Plinsen, Torgauer Schwarzbierfleisch oder Lutherröllchen.
Heute kann sich keiner vorstellen, dass auf einer der vielen prunkvollen Hochzeiten auf Schloss Hartenfels im Jahre 1527 über neun Tage hinweg mehr als 31 000 Gäste beköstigt wurden.
Nicht nur damals – auch heute erwartet den Gast und Besucher ein vielseitiges gastronomisches Angebot. Für das leibliche Wohl sorgt das Team vom Ratskeller.
Ratskeller Torgau . Fon 03421-903477


Liebe ReiseTravel User,

ob nun mit einer Reisegruppe oder bei einer ganz privaten Tour – wer unsere Renaissancestadt an der Elbe einmal entdeckt und erlebt hat, der kommt bestimmt gern wieder. Torgau war im 16. Jahrhundert die bevorzugte Residenzstadt der sächsischen Kurfürsten und das politische Zentrum der Reformation. Der Name Torgau ging rund um die Welt, als sich die Alliierten im April 1945 schon vor dem offiziellen Waffenstillstand hier an der Elbe begegneten. Unsere gut erhaltene historische Altstadt lädt Sie ein. Wussten Sie übrigens, dass das Torgauer Bier mehr als 500-jährige Brautradition hat, dass es früher bis Leipzig, Dresden, Nürnberg und Innsbruck geliefert wurde und dass es schon Martin Luther zu schätzen wusste. Probieren Sie es selbst! Denn Geschichte muss nicht trocken sein, sagt

Ihre Stadtführerin

Silvia Meinel

 

 

Kontakt 

 

Torgau-Informations-Center
Markt 1, D-04860 Torgau

Torgau-Informations-Center Telefon 03421-70 140 für Informationen.

Buchungen und zur Anmeldung von Führungen

Fax 03421 – 701415, e-Mail: info@tic-torgau.de

 

www.torgauinfo.de

 

Tourismusverband „Sächsisches Elbland“ e. V.
Fabrikstrasse 16, D-01662 Meißen
Fon 03521 – 7 63 50.

www.elbland.de

 

Ein Beitrag für ReiseTravel von Silvia Meinel. eu@reisetravel.eu

 

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