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Waldviertel

Mohn-Zeit im Museum

 

Klatschmohn ist hierzulande gut bekannt. Mit seiner gewachsenen Höhe von bis zu 90 cm ist er insbesondere im Frühjahr und Sommer auf dem flachen Lande unübersehbar.

 

Im Waldviertel von Österreich – auf halben Weg zwischen Donau und der Grenze zu Tschechien - baut Familie Greßl seit etwa zehn Jahren Mohn an. Unlängst stylten sie ihr gesamtes Anwesen um und erfüllten sich einen lang gehegten Wunsch: „Wir haben jetzt ein eigenes Museum zum Thema Mohn“. Klein aber fein, modern und attraktiv in der Gestaltung. Jeder Besucher kann sich umfassend informieren und die Gäste kommen, individuell oder mit einer Busgruppe.

Umgeben von einer lieblichen Landschaft …

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

… steht der „Mohnhof“ im Waldviertel!

 

Auf den Feldern rund um den „Waldviertler Mohnhof“ werden seit Jahren erlesene Mohnsorten angebaut. Mohn ist eine der ältesten Kulturen der Menschheit. Bereits in der Jungsteinzeit war Mohn ein Nahrungsmittel. Viel Sorgfalt und Fingerspitzengefühl gehören zur Aufbereitung und Veredlung.

Hier werden Graumohn - hellgraue Samenfarbe, Weißmohn – hellgelbe Samenfarbe und Blaumohn – blaugraue Samenfarbe angebaut. Aus ihnen werden vor allem kalt gepresste Öle - naturbelassen - hergestellt. Die Angabe „naturbelassen“ bedeutet auch, dass die Öle nicht raffiniert (entschleimt), nicht filtriert und nicht vermischt werden.
Vier Geschmacksrichtungen sind im Angebot: Graumohnöl - feiner milder Geschmack; Blaumohnöl - wesentlich stärkerer Mohngeschmack; Weißmohnöl – leicht nussiger Geschmack; Basilikum-Mohnöl – feiner Mohn-Basilikum Geschmack.

 

 

 

Familie Greßl im Mohnmuseum

 

Das Mohnmuseum wurde zu den Themen „Mohn schauen und erleben mit allen Sinnen“ und „Schönheit und Gefahr sowie Segen und Fluch sind in der Pflanze vereint“ gestaltet. Denn die Facette Mohn ist sehr breit gefächert.
Im Ausstellungsraum der oberen Etage, stehen vor allem Mohnmühlen im optischen Blickpunkt. Die Geschichte dieses uralten Nahrungsmittels ist für Jung und Alt praktisch und zum Anfassen nachvollziehbar aufbereitet: Vom Anbau bis zur Ernte, vom Lagern und Verarbeiten. „Mohn als Symbol des Lebens und des Todes“ sowie „Suchtmittel Mohn“ werden anschaulich erläutert. Die Familie der Mohngewächse wird zusammenfassend nachhaltig dargestellt.

Installierte Technik in Form einer Multivisions- und Video-Show, präsentiert den Prozess des Wachsens auf den Feldern bis hin zur Verarbeitung. Für Familien und vor allem ihre Kinder wird der Besuch im „Mohnmuseum“ zu einem nachhaltigen Überraschungserlebnis.

 

Und was macht man mit dem Mohn?

Duftende Mehlspeisen und andere Köstlichkeiten, mit Mohn zubereitet und dem Waldviertler Mohnöl verfeinert, schmecken köstlich. Margarete Greßl hat diverse Rezepturen parat und gibt gern detaillierte Auskunft.

Alle Erzeugnisse können im unteren Bereich der Ausstellung probiert, verkostet und natürlich gekauft werden. Familie Greßl kooperiert auch mit anderen Partnern. So kann beispielsweise die beliebte und köstlich schmeckende Spezialität „Mohntorte“ im „Seewolf“ probiert werden.
Eine Pension mit Restaurant, die als Tor zum „Weinsberger Wald“ gilt; idyllisch und ruhig am Ufer des ältesten Stausees in Österreich gelegen. Hier werden auch Erinnerungen an Skandinavien geweckt.
„Der Name unseres Hauses - mitten im Wald, ruhig und verträumt gelegen, etwa zehn km vom ´Mohnmuseum´ entfernt - besteht aus den Worten ´See´ und meinem Vornamen ´Wolf - gang. Deshalb Seewolf, seit nunmehr über 20 Jahren“, erklärt der Inhaber. Obwohl er Marschall heißt, wird er von allen mit Herr Seewolf angesprochen. Ein Besuch im „Mohn-Museum“ sowie eine Einkehr im „Seewolf“ bei den liebenswerten Gastgebern Margit und Wolfgang Marschall sind jederzeit interessant und lohnenswert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kontakt

 

Waldviertler Mohnhof
Margarete und Andreas Greßl
A-3631 Ottenschlag /OT Haiden 11
Tel. 0043 2872 74490, Fax 0043 2872 74494
e-Mail: info@mohnhof.at

www.mohnhof.at


„Seewolf“ - Pension und Restaurant
A-3665 Edlesberg, Am See Nr. 15
Tel. 0043 2874 6303, Fax 0043 2874 6304
e-Mail: seewolf@wvnet.at

www.seewolf.at

Unser Autor Gerald H. Ueberscher (e-Mail: redaktion@reisetravel.at) besuchte das Mohn-Museum.



 

 

 

 

NEWS

Feste, Wanderungen und Wissenswertes zum Thema Mohn

Die Sommermonate stehen im Waldviertel auch heuer ganz im Zeichen des Mohns, der zu einer der kulinarischen Besonderheiten dieses Landesviertels zählt. Speziell im "Mohndorf Armschlag" nahe Ottenschlag (Bezirk Zwettl), das das Zentrum des Mohnanbaus darstellt, gibt es von Juli bis September mehrere Events, bei denen das "Graue Gold" im Mittelpunkt des Interesses steht.
Ein Angebot für Mohnfans bietet Haiden bei Ottenschlag. Hier ist im "Mohnhof", der seit 20 Jahren auf den Mohnanbau spezialisiert ist, ein 200 Quadratmeter großes Mohnmuseum untergebracht. In diesem können Interessierte unter anderem eine begehbare Riesemohnkapsel erkunden, die größte Mohnmühlensammlung bestaunen sowie eine Multimediashow zum Thema erleben.
Der Mohn kommt ursprünglich aus den Hochebenen Persiens und ist gemeinsam mit dem ersten Saatweizen vor Jahrhunderten nach Europa gekommen. Im Waldviertel wurde die Pflanze bereits im 13. Jahrhundert als Heil- und Ölpflanze angebaut. An der Londoner Produktenbörse notierte der Waldviertler Graumohn bis zum Jahre 1933 als Qualitätsmarke. Durch die Landwirtschaftliche Fachschule Edelhof wurde der Mohn 1980 "wieder entdeckt"; heute gibt es im Waldviertel rund 200 Hektar Mohnfelder. Der Waldviertler Graumohn zeichnet sich durch einen besonderen Reichtum an Eiweiß, Zucker, Mineralstoffen, organischen Säuren und Vitamin E aus. Das Waldviertler Mohnöl weist einen um fünf Prozent höheren Gehalt an ungesättigten Fettsäuren als andere Ölsorten auf und hat den höchsten Linolsäuregehalt aller Speiseöle. Diese Eigenschaften trugen ihm den Namen "Olivenöl des Nordens" ein.


Informationen

Waldviertel Tourismus
Ernst Schneider
A-3910 Zwettl, Hauptplatz 4
Telefon 02822/541 09 13
http://www.mohndorf.at bzw. www.mohnhof.at


Niederösterreichische Landesregierung

www.noe.gv.at/nl

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