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Auckland

Mit dem Camper in Neuseeland unterwegs

Mobil unterwegs sein auf den Straßen Australiens oder Neuseelands, das ist der Traum vieler Urlauber. Damit vor Ort alles reibungslos läuft, sollte man sich bereits in Deutschland mit dem Thema „Campmobil“ beschäftigen, empfiehlt Petra Fraatz von ADAC Reisen. Für eine entspannte und gelungene Tour hat die Camper-Expertin wichtige Fragen beantwortet.

ReiseTravel: Was muss ich schon bei der Anmietung beachten?

Petra Fraatz: Wer ein Campmobil anmieten will, muss einen deutschen Führerschein und einen internationalen Führerschein bzw. die amtlich beglaubigte englische Übersetzung des deutschen Führerscheins vor Ort vorlegen. Das Mindestalter beträgt 21 Jahre. Eine Ausnahme sind „Backpacker Campervans“. Diese können schon ab 18 Jahren angemietet werden, allerdings wird kein Führerschein auf Probe akzeptiert. Bei einigen Anbietern beträgt das Höchstalter 75 Jahre.

ReiseTravel: Kann ich nachts überall parken oder soll ich einen Campingplatz ansteuern?

Petra Fraatz: Ich empfehle die Übernachtung auf einem Campingplatz. Oft bewegt man sich in Down Under auf Privatbesitz ohne dass dies gleich ersichtlich ist. Dort darf nicht ohne Genehmigung der Eigentümer gecampt werden. Außerdem ist es nicht erlaubt in Nationalparks „wild“ zu campen. Oft gibt es schön gelegene, von den Nationalparkbehörden betriebene Plätze, die mit einfachen sanitären Einrichtungen ausgestattet sind.

ReiseTravel: Gibt es andere Verkehrsregeln als bei uns?

Petra Fraatz: Grundregel: Es wird links gefahren und rechts überholt! Die Höchstgeschwindigkeitsgrenze liegt meistens bei 100 oder 110 Stundenkilometern, im Northern Territory bei 130 Stundenkilometer. Zweiradgetriebene Fahrzeuge sind nur für geteerte Straßen zugelassen. Vierradgetriebene Geländewagen dürfen auf einigen anerkannten und in Karten eingezeichneten „Tracks“ gefahren werden (manchmal nur mit Genehmigung des Vermieters) aber nicht auf allen ungeteerten Straßen. Also unbedingt vorher informieren.

ReiseTravel: Was sind die Vorteile, wenn ich ein Campmobil von Deutschland aus buche?

Petra Fraatz: Oft gibt es bei Buchung von Deutschland aus einen Preisvorteil. Außerdem sind Vorausbuchungen in der Hochsaison von November bis März sinnvoll. Von Mai bis Oktober sollte man sich auch frühzeitig um einen Geländewagen kümmern, wenn man in den tropischen Norden des Landes reisen möchte. Bei einer Reservierung über einen deutschen Veranstalter liegt das deutsche Reiserecht zugrunde. Im Falle von Streitigkeiten kann es kompliziert sein, sich über die Distanz mit einem australischen Gericht auseinandersetzen zu müssen.

ReiseTravel: Worauf sollte ich bei der Auswahl des Campmobils achten?

Petra Fraatz: Empfehlenswert ist es, ein Fahrzeug nicht mit der maximal möglichen Personenzahl zu belegen. Auch die Bettengröße kann entscheidend sein. Wer mit kleinen Kindern reist sollte darauf achten, dass im Fahrzeug Kindersitze befestigt werden können. Der eigene Kindersitz aus Deutschland kann zuhause gelassen werden, denn er ist in den australischen und neuseeländischen Fahrzeugen nicht erlaubt und nicht zu befestigen. Ansonsten kann mit kleinem Gepäck angereist werden: Die Fahrzeuge in Australien und Neuseeland sind bei den meisten Anbietern mit einer kompletten Ausrüstung inkl. Schlafsack oder Bettzeug und Küchenutensilien ausgestattet.

ReiseTravel: Wie bin ich im Falle eines Unfalls abgesichert?

Petra Fraatz: Bei ADAC Reisen ist eine Haftpflichtversicherung für Sach- und Personenschäden gegenüber Dritten sowie eine Kaskoversicherung für Schäden am eigenen Fahrzeug eingeschlossen. Die Höhe der Selbstbeteiligung hängt davon ab, welches Versicherungspaket der Kunde wählt. Beim preiswerten Standard-Paket sind Schäden an Glas und Reifen, sowie am Dach und Unterboden sind allerdings nicht gedeckt. Wir empfehlen das All Inclusive-Paket: Hier haben die Kunden keine Selbstbeteiligung und auch Schäden an Glas, Reifen, Dach und Unterboden sind versichert.

ReiseTravel: Gibt es eine Pannenhilfe im Land?

Petra Fraatz: Es ist ein kostenloser Notruf- und Pannenservice des jeweiligen Vermieters verfügbar. Im Falle eines Unfalls oder Schadens ist der Vermieter sofort zu benachrichtigen.

ReiseTravel: Wie funktioniert die Fahrzeugannahme- oder Abgabe?

Petra Fraatz: Bevor es losgeht auf jeden Fall prüfen, ob das Campmobil unbeschädigt und die Einrichtung komplett ist. Bei der Fahrzeugübernahme muss per Kreditkarte eine Kaution für die Selbstbeteiligung hinterlegt werden. Die Höhe ist abhängig vom gewählten Versicherungsschutz. Es ist wichtig zu wissen, dass bei einigen Versicherungspaketen das Konto gleich belastet wird. Das Geld wird zwar nach Abgabe des Campers erstattet – aber wenn der Kreditrahmen nicht stimmt, kann es Probleme geben. Daher sollte man in Deutschland den Kreditrahmen und das Tageslimit bei seiner Bank prüfen. Bei den  All-Inclusive-Versicherungspaketen wird nur ein Abdruck der Kreditkarte erstellt und der Vermieter lässt sich den Betrag von der Kreditkartengesellschaft genehmigen (was den Kreditrahmen reduziert). Außerdem sind oftmals zusätzliche Extras wie Campingtisch – und Stühle oder Propangasfüllungen enthalten. Wir empfehlen vor allem, das Fahrzeug unbedingt voll getankt zurückzugeben, da sonst die fehlende Treibstoffmenge geschätzt und in Rechnung gestellt wird.

ReiseTravel: Wie kann ich günstig Camperurlaub machen?

Petra Fraatz: Die so genannten  „Backpacker Campervans“ bieten preisgünstige Fahrzeuge für den Reisenden mit kleinem Budget. Allerdings sind die Fahrzeuge der Flotte mindestens 3 Jahre alt oder älter. Wem dies nichts ausmacht, der hat hier einen Preisvorteil.

ReiseTravel: Vielen Dank.

Kontakt

 

www.der.net

 

 

 

 

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