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Altenburg

Altenburg im Sommer

Eine ICE-Taufe lockte Massen: Altenburg ist eine Reise wert. Von daher ist ein Zug wohl ein idealer Werbeträger für die Stadt. Wenn es dann noch ein ICE ist, auf dem der Name der Skatstadt mitsamt dem Wappen prangt, ist das wahrlich ein Grund zur Freude. Und so verwundert es nicht, dass Hunderte Schaulustige dabei sein wollten, als ein ICE ganz offiziell auf den Namen „Altenburg“ getauft wurde. Dass der schnelle Zug überhaupt im Altenburger Bahnhof hielt – übrigens auf die Minute pünktlich – war schon für sich genommen ein Ereignis.

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Im Berliner Ostbahnhof war der da noch namenlose Sonderzug – auch mit dem Oberbürgermeister - losgefahren. An Bord wurde für einen guten Zweck Skat gespielt, mehr als 200 Teilnehmer mischten bei dem rollenden Turnier des DSKV (Deutscher Skatverband) mit, darunter allerlei Prominente. „Kontra & Re im ICE“ – das hatte es so noch nicht gegeben.

Der eigentliche Taufakt ging dann im Altenburger Bahnhof über die Bühne. Thüringens Christine Lieberknecht und Oberbürgermeister Michael Wolf enthüllten unter den Augen zahlreicher Schaulustiger Namen und Wappen, die nun auf beiden Zugseiten zu sehen sind. Gewissermaßen als Taufpaten waren die vier Wenzel Zeugen des Geschehens. Das immer zu einem Späßchen aufgelegte Quartett erfrischte die Akteure dann mit einer zünftigen Sektdusche – der feucht-fröhliche Höhepunkt der feierlichen Zeremonie.

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Weil bekanntlich nicht alle Tage ein ICE vor dem 130 Jahre alten Bahnhofsgebäude hält, nutzten viele Altenburger die sich bietende Gelegenheit, sich den Schnellzug aus nächster Nähe anzusehen. Derweil entwickelte sich auf dem Bahnhofsvorplatz ein kleines Volksfest.

Keine Frage: Der vergangene Sonnabend war für Altenburg ein guter Tag. Nicht nur Eisenbahn- und Skatfreunde kamen auf ihre Kosten. Vielmehr wird die ganze Stadt von der Namenstaufe profitieren. Denn seit dem Sonnabend trägt der ICE „Altenburg“ den Namen der über 1000-jährigen Residenzstadt durch ganz Deutschland. Auf seinen Fahrten steuert dieser rollende Botschafter vornehmlich Städte an, die noch etwas bekannter sind als Altenburg: Hamburg, München und Berlin zum Beispiel.                         

Gelungene Premiere der Prinzenraub-Festspiele

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Tolles Theater: Die Prinzenräuber sorgen für Furore. Nach der gefeierten Uraufführung ist das neue Stück, in dem die beiden scheinbar entführten Prinzen Hauptrollen spielen, in aller Munde.

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Kein Wunder: Die sehenswerte Inszenierung von Regisseur Lutz Gotter ist ein Freiluft-Spektakel, das reichlich Gesprächsstoff liefert. Die Zuschauer bekommen viel geboten: Eindrucksvolle Massenszenen, verblüffende Lichteffekte, abwechslungsreiche Musik, gewagte Ritterkämpfe und einen atemberaubenden Spaziergang auf dem Hochseil. Die Darsteller vermögen es, die neue Sichtweise auf die Geschichte vom Prinzenraub unterhaltsam zu präsentieren, ohne dass die Erzählung auf drei Bühnen anspruchslos wird.

Schon vor der Premiere hatte sich Oberbürgermeister Michael Wolf auf einem Empfang für Ehrengäste zuversichtlich gezeigt. Im Beisein von Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus führte er den anhaltenden Erfolg der Altenburger Prinzenraub-Festpiele auf vier Faktoren zurück:

An erster Stelle nannte das Stadtoberhaupt die Teilnahme von mehr als 200 ehrenamtlich Mitwirkenden;

Der zweite Erfolgsfaktor sind demzufolge die treuen Sponsoren, deren Leistungen sich auf rund 120.000 Euro beziffern lassen;

Dritter Erfolgsgarant sei das „kulturelle Umfeld“. In diesem Zusammenhang dankte Wolf ausdrücklich dem Landestheater mit Generalintendant Matthias Oldag an der Spitze;

Der vierte Pfeiler, auf dem der Erfolg des Prinzenraub-Projekts ruht, ist nach den Worten des Oberbürgermeisters eine „progressive, engagierte Stadtverwaltung“.

 

www.altenburg.eu

 

Ein Beitrag für ReiseTravel von Christian Bettels.

 

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