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Reikjavik

Faszinierende Vulkan-Insel aus Feuer und Eis

Island, der zweitgrößte Inselstaat Europas und die größte Vulkaninsel der Welt, bestechen vor allem durch eine einzigartige Naturlandschaft. An keinem anderen Ort Europas kann man die Naturdynamik so deutlich spüren, wie auf der Insel aus Feuer und Eis. Speiende Vulkane und mächtige Gletscher, heiße Quellen und fauchende Geysire machen Island zu einer faszinierenden Reisedestination.

Und das zu jeder Jahreszeit: So überzeugen in den Wintermonaten die kristallklare Luft, der knirschende Schnee und die grün schimmernden Polarlichter. Die milden Sommerabende werden im schier endlosen Licht der Mittsommernachtssonne getaucht, während die leuchtenden Herbsttage mit ihren warmen Farben schmeicheln.

Mit einer Bevölkerungszahl von 320.000 und einer Fläche von 103.000 Quadratkilometern ist das Eiland das am dünnsten besiedelte Land Europas. Und noch eine weitere Superlative: Die Lebenserwartung liegt mit 81,3 Jahren bei Frauen und 76,4 Jahren bei Männern an der Weltspitze. Doch damit nicht genug: Island bezieht über 50 Prozent seiner Energie aus den geothermischen Quellen, die überall auf der Insel brodeln.

Rund 93 Prozent der Isländischen Bevölkerung leben in Städten; die meisten Menschen, derzeit 190.000 in der Hauptstadt Reykjavik und Umgebung. Die lebendige und weltoffene Stadt, die nördlichste Kapitale Europas, besitzt eine vielseitige kulturelle Szene, mit trendigen Cafés, Bars und Restaurants. Zudem laden zahlreiche Läden und Einkaufscenter zum ausgiebigen Shopping ein.

Die Isländer sind freundliche, gebildete, aufrichtige und moderne Menschen. Auch kulinarisch ist Island bei den Feinschmeckern längst ein Begriff: Die Auswahl reicht von hervorragenden Isländischen Meeresprodukten bis hin zu delikaten Lammfleisch-Spezialitäten. Das köstliche Dessert „Skyr“, einer Art kalorienarmer Quark, serviert als Torte oder einfach mit frischem Obst sollte man sich unbedingt auf der Zunge zergehen lassen.

Es gibt verschiedenste Möglichkeiten, die Insel zu entdecken: Ob individuell mit eigenem Fahrzeug, als geführte Studienreise oder als Wellness-Trip mit Besuch des Geothermal-Heilbads Blaue Lagune, das nur 30 Minuten von Reykjavik entfernt ist. Unvergesslich sind auch Trecking-Touren durch das unbewohnte Hochland oder Reitausflüge auf dem Rücken der Island-Pferde durch eine einzigartige Lava-Landschaft. Und ein weiteres zusätzliches Erlebnis hat Island zu bieten: das Erkunden des größten Gletschers Europas, dem Vatnajökull.  

Heiße Quellen, zischender Dampf, brodelnde Schlammlöcher: Diese hohe vulkanische Aktivität macht sich Island für die eigene Energiegewinnung zu Nutze. Gepaart mit der großen Wasserkraft aus den Schmelzströmen der Gletscher ergeben sich daraus unerschöpfliche Ressourcen erneuerbarer Energiequellen.

Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Vulkaninsel im Nordatlantik einen Großteil ihres Energiebedarfs aus geothermalen Quellen deckt. Fünf Öko-Kraftwerke sind hauptsächlich für die Energieherstellung des Landes verantwortlich. Vier davon befinden sich im Südwesten der Insel, eines im Nordosten.

Beinahe verschwenderisch geht man mit der Erdwärme in den Städten Reykjavik und Akureyri um. Hier  werden sogar die Bürgersteige beheizt. Das warme Wasser, mit dem zuvor die Wohnungen beheizt wurden, wird im Anschluss daran für die Straßenheizung verwendet. Und diese erspart den Bewohnern eisglatte Trottoirs oder Schneemassen vor der Haustür.

Diesen Luxus können sich die Isländer einfach leisten, schließlich halten sie heute auf dem Gebiet erneuerbarer Energien den Öko-Weltrekord. Und seit 2003 schreibt sich die Insel einen weiteren Superlativ auf die Fahne: In diesem Jahr wurde in Reykjavik die erste öffentliche Wasserstofftankstelle in Betrieb genommen. 

Island macht sich seine hohe vulkanische Aktivität nicht nur für die Gewinnung erneuerbarer Energien zunutze, sondern auch für die Regenerierung der Lebens-Energie seiner Einwohner und Gäste. So wurde Reykjavik durch den Europäischen Heilbäderverband zur offiziellen „Spa City“ ernannt. Und das mit gutem Grund: Neben beheizten Freibädern und Fitnesscentern sind hier Spas mit Kosmetikbehandlungen und Massage-Angeboten im Überfluss zu finden. Das Besondere an den isländischen Thermalschwimmbädern ist nicht nur ihre durchschnittliche Wassertemperatur von 29 Grad Celsius, sondern vor allem, dass sie Freibäder sind und die Besucher mit der Kombination von kalter Luft und warmem Wasser ihren Kreislauf in Schwung bringen können. Die Wassertemperaturen der „heißen Pötte“ – auf Isländisch heitur pottur – und auch der Whirlpools liegen bei angenehmen 37° C bis 42° C. www.spacity.is

Das Fitness- und Badecenter Laugar liegt im Herzen vom Laugardalur Tal, dem größten Sport- und Freizeitpark Reykjaviks. Die Gäste von Laugar haben zusätzlich zu dem topmodernen Fitnesscenter und der großflächigen Badelandschaft freien Zugang zu den Schwimmbecken von Laugardalur. Eine weitläufige und ruhige Welt aus Wasser und Licht lädt zum luxuriösen Entspannen ein. Erholungswillige wählen zwischen Massagepool mit Meerwasser, speziellen Fußbädern oder sechs Dampfbädern mit unterschiedlicher Temperatur und Feuchtigkeit. Jedes hat seinen eigenen Duft und seine akustischen und optischen Eigenheit, wie Vogelgesang, Bachgeplätscher, Sternenhimmel und Sonnenaufgang. Kosmetik- und Massagestudio, Restaurant, Friseursalon und Sportartikelgeschäft sowie ein Kinderbetreuungscenter sorgen für ein Rundum-Verwöhn-Programm. www.laugarspa.is

Im Nordica Spa hingegen sind zwei Jacuzzis zu finden, wo die Gäste durch eine Kopf und Schultermassage begrüßt werden. Zum edlen Spa Studio gehört auch ein Entspannungspool, zwei Aromatherapieräume und eine Freiluftsauna. Isländischer geothermaler Lehm wird hier bei einer typischen „Vulkanbehandlung“ genutzt, dieser hat magnetische Wirkung auf die vom Körper gespeicherten Gifte und kühlt zudem angenehm. Eine weitere Spezialität dieser Wellness-Oase ist die Eis- und Feuer- Therapie, welche für tiefe Entspannung sorgen soll. Verwendet werden hierfür Lavasteine, die von Hand auf dem Gletschereis des berühmten Vulkans Snæfellsjökull gesammelt wurden, gefolgt von kühlen weißen Marmorsteinen. Die Schmetterlingstherapie hingegen wurde exklusiv für das Nordica Spa entworfen bringt mit Ölen aus Myrrhe, Orange und orientalischer Rose  den Körper, den Geist und die Seele wieder ins Gleichgewicht. www.nordicaspa.is

Laut der englischen Tageszeitung Guardian ist in Reykjavik der beste exotische Strand in Europa zu finden. In Nauthólsvík, gerade mal fünf Minuten vom Stadtzentrum entfernt, wird geothermales Wasser in eine kleine Bucht im Nordatlantik gepumpt, wodurch das Wasser an diesem von Menschenhand geschaffenem Badestrand auf etwa 20°C aufgeheizt wird. An manchen Tagen können hier auch Kanus oder Segelboote gemietet werden.  

Nur gut dreißig Autominuten von Reykjavik entfernt hingegen liegt mitten in einem bizarr anmutenden Lavafeld die Blaue Lagune, ein geothermales Planschbecken, gefüllt mit warmem Wasser, das zum Relaxen einlädt und zusätzlich heilsame Wirkung bei Hauerkrankungen zeigt. www.bluelagoon.com

Dieses Wahrzeichen Islands hat noch einen Zwilling im hohen Norden der Vulkaninsel. Am malerischen See Mývatn, im Norden Islands, gibt es eine neue, beheizte Lagune, wo die Gäste in natürlich heißem Quellwasser am Nachthimmel nach den Nordlichtern Ausschau halten können. www.jardbodin.is

 

Kontakt

 

Isländisches Fremdenverkehrsamt

Frankfurter Straße 181, D-63263 Neu-Isenburg,

Tel.: +49 6102–254484; www.visiticeland.com

 

Ein Beitrag für ReiseTravel von Lydia Roeber, www.lydiacom.de

 

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