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Im Aosta-Tal
Das autonome Aostatal im äußersten Nordwesten der italienischen Alpen ist mit nur 124.000 Einwohnern die kleinste Region Italiens. Von Norden her eröffnet sich nach
Überqueren des Sankt-Bernhard-Passes eine faszinierende Welt mit den höchsten Bergmassiven ganz Europas. Symbol der autonomen Region sind ohne Zweifel die majestätischen Alpen mit dem 4807 m hohen Monte Bianco, Europas höchstem Berg, das Monte Cervino mit 4478 m, der Monte Rosa mit 4637 m und der Gran Paradiso mit 4061 m Höhe. Die zu 100% bergige Region wird von dem einzigen größeren Fluss durchquert.
Naturliebhaber finden im Nationalpark Gran Paradiso eine friedliche Oase
Auf 585 qkm erstreckt sich der hochalpine Nationalpark über das Tal und lädt mit unendlich vielen Wanderwegen ein in einer atemberaubenden hochalpinen Bergkulisse mit üppigen Wäldern und grünen Wiesen zu unvergesslichen Eindrücken. Auch Wintersportler finden zu jeder Jahreszeit gute Voraussetzungen. Das ganze Jahr über ist auf den Gletscher-Hängen des Matterhorns Skifahren möglich. In den Wintermonaten bieten die bekannten Skigebiete Vergnügen pur.
Diese Orte liegen so hoch, dass eine absolute Schneesicherheit weit in den Frühling hinein garantiert werden kann. 878 Kilometer Pisten, 178 Liftanlagen und 300 Kilometer Loipen laden Anfänger und routinierte Pistenflitzer gleichermaßen zum Skivergnügen. Vom Übungshang für Kinder bis hin zum Heliski findet sich für jeden das Passende. Mit 8 Basen und 180 Guides präsentiert sich das Aostatal als ideale Destination für Freunde des extravaganten Heliski vor einem in der Welt einzigartigen Panorama.
Die Stadt Aosta ist Herz, Hauptstadt, Regierungssitz, sowie Kultur- und Tourismuszentrum der autonomen gleichnamigen Region. Wegen der vielen römischen Ruinen wird die Stadt auch als das Rom der Alpen bezeichnet. Zeugnisse des alten lateinischen sind der große Augustustusbogen (25 v.Chr.), die und die Reste des Römischen Theaters erkennbar. Als wichtiger Knotenpunkt für den Handelsverkehr mit Frankreich und der Schweiz erfuhr die Stadt im Mittelalter eine lange Blütezeit. Aus dieser Zeit stammt die Kathedrale und die romanische Kirche Aosta ist einer der besten Ausgangspunkte, um die Bergriesen der Alpen kennen zu lernen. Von hier aus braucht man nur jeweils eine Stunde zum Mont Blanc, zum Matterhorn, zum Monte Rosa... Man muss sich nur entscheiden!
Burgen und Schlösser im Aosta-Tal
Einst würdevolle steinerne Monumente über den Tälern, sind heute Wächter einer glorreichen Vergangenheit und zu einem faszinierenden Symbol dieser Region geworden. Die Bauwerke zeugen von verschiedensten architektonischen Stilen: primitive romanische Befestigungsbauten befinden sich in imposante gotische Kastelle überragen der Stadt mit seinem berühmten Spielkasino -, und erwähnenswert ist auch die mit Fresken reich ausgeschmückte Renaissance-Burg von. Die Schlösser von haben sich im Laufe der Zeit in prächtige Herrenhäuser verwandelt.
Die Region bietet eine Mischung aus französischer und italienischer Kochkunst: Die gesamte Palette der Antipasti mit herzhaften Salamispezialitäten ist ebenso präsent wie die italienische Pastakultur mit ihrer unglaublichen Vielfalt und Darreichungsformen. Aber keine Speise kommt ohne einen Schluck Wein aus. 22 Rebsorten sind zum Anbau zugelassen. Neben den bekannten findet man auch einheimische Sorten wie: Bemerkenswerte Weine gibt es vom einer Rotweinsorte, die von ihrer Weichheit an Burgunder erinnert. Probieren muss man unbedingt den lieblichen, aus Rosinen entstandenen.
Anreise: Per Auto erreicht man das Aosta-Tal über den Großen Sankt Bernhard. Mit der Schweiz ist das Aosta-Tal über den Großen und Kleinen St. Bernhard und mit Frankreich durch den Mont-Blanc-Tunnel verbunden. Über die Flughäfen von Mailand, Turin und Genua kann man problemlos mit dem Flugzeug anreisen, von Berlin beispielsweise mit Air Berlin direkt nach Mailand Malpensa. www.airberlin.com
Kontakt
Regione Autonoma Valle d´Aosta - www.lovevda.it
Italienische Zentrale für Tourismus ENIT - www.enit.de
Buchtipp: ReiseTravel empfiehlt
Italien Norden
Kultur und Genuss auf Goethes Spuren: Ins Reich von Romeo und Julia entführt der HB Bildatlas "Italien Norden". Ob Venedig oder Verona - in beiden großen Städten wird Romantisches überall spür- und sichtbar. Doch auch dem Kulturgenuss auf Goethes Spuren widmet der HB Band breiten Raum - ganz gleich, ob im Kloster zu Pavia, im Palazzo del Te in Mantua oder in der Geigenbauerstadt Cremona.
Das Dolce Vita beleuchtet der Bildatlas Italien Norden natürlich ausgiebig - viele tolle Restauranttipps verleiten zum Schlemmen; Themen wie Wein und Küchenkunst stehen obenan. Was tut ein indischer Elefant in Brixen? Woran erkennt man den echten Parmaschinken? In welchem Hotel nächtigt man womöglich im selben Zimmer, das einst Caroline von Monaco und Clark Gable anmieteten? Autor Wolfgang Veit gibt die Antworten auf diese und andere Fragen, der bei vielen Reisen von München - dem Wohnort des Autors - über den Brenner entstanden ist. So benennt sich ein Hotel in Brixen nach einem Transportelefanten des Erzherzogs Maximilan von Österreich, der 1550 in der Stadt weilte. Für den echten Parmaschinken gibt es - neben untrüglichen Geschmacksmomenten - auch einen gut lesbaren Stempel der Parmeser Produzentenvereinigung - und das Hotel ist die Villa d' Este in Cernobbio am Lago di Como. Tolle Ausflugstipps entführen in Gegenden abseits der Touristenrouten - etwa in das Franciacorta, die Heimat des gleichnamigen Schaumweins, an die „Strada del Prosecco“ zwischen Valdobbiadene und Conegliano oder auf die Familien-Urlaubsinsel Grado nahe Triest. Natürlich widmet sich ein Kapitel auch der Trendmetropole Turin. Von Brigitte Kehl.
HB Bildatlas „Italien Norden“, von Wolfgang Veit und Ernst Wrba, ISBN: 3-616-06188-1, HB Verlag, www.hb-verlag.de - www.mairdumont.com
Das Buch kostet im Buchhandel 8,50 Euro.
Ein Beitrag für ReiseTravel von Anette Rietz und Fotos von Gerald H. Ueberscher
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