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Tour durch den Thurgau
„Nichts ist unmöglich“ behauptet der japanische Autobauer Toyota: Dazu war aber die Erfindung des Scheibenrades aus Ahornholz vor knapp 5.000 Jahren durch die Steinzeitmenschen in Olzreute am Bodensee wegweisend. „Nichts ist unmöglich“ sagte auch ich mir, als die Einladung „Mit E-Bike und Seeblick durch den Thurgau“ ins Haus flatterte. Petra Reinmöller von PR2 in Konstanz und Monika Grünfelder von Thurgau Tourismus kündigten an, dass wir die sanften Kanton-Hügel zwischen Bodensee und Voralpenland beflügelt unter die Räder nehmen. Kann man mit 115 Kilo auf dem Sattel und zusätzlich das 25 kg schwere Flyer-e-Bike unter dem Gesäß tatsächlich genussvoll ohne zu schwitzen die zwei Tagesetappen á 77 und 47 Kilometer mit Start und Zielpunkt in Romanshorn schaffen? Ich bin überzeugt davon, mit dieser Reportage viele Rubensfrauen für eine Most-Tour zusammen mit einem stämmigen Mannsbild zu begeistern, weil man wirklich beflügelt durch „Mostindien“ rollt.
Wo liegt „Mostindien?“
Am südlichen Ufer des „Schwäbischen Meeres“, das als Bodensee besser bekannt ist. Thurgau, der Schweizer Kanton am südlichen Ufer der 539 qkm großen Wasserfläche wird wegen seiner Obstplantagen und aufgrund seiner spitz zulaufenden, an Indien erinnernden Form, liebevoll als „Mostindien“ bezeichnet. Wenn im Frühjahr dort die Äpfelbäume in voller Blüte stehen und jetzt im Herbst, wenn die saftigen rotbackigen Äpfel die Baumäste bis zum Boden ziehen, bieten sich Radtouren unter dem Motto“ Immer dem Apfel entlang“ an. Auf dem Seerücken von Romanshorn über Steckborn am Untersee nach Weinfelden und über das Barockstädtchen Bischofszell wieder zurück zum Ausgangspunkt erkundet man in zwei Tagesetappen das „Apfelparadies“ kulturell und kulinarisch von seiner schönsten Seite.
Wer in Romanshorn nach dem Weg zur „Mostgalerie“ fragt, stößt auf Erstaunen und oft Unkenntnis darüber, dass es ein solches Angebot längst gibt. Für unser journalistisches Quintett steht der Besuch der Mostgalerie mit Strohhotel auf dem Bauernhof von Paul und Elisabeth Stäheli in Frasnacht zwischen Romanshorn und Arbon im Programm. Paul „vertritt“ seine Frau, die in den 90er Jahren die Grundidee dafür hatte. Elisabeth, auch an diesem Abend geschäftlich unterwegs, bewirtschaftete ursprünglichen 50 ha großen Biobetrieb mit Milchwirtschaft, Ackerbau, Streuobstwiesen und Tafelbirnen. Daneben führte sie einen Hofladen, vermarktete eigene Produkte sowie das Gemüse vom Nachbarn. Inzwischen konzentrieren sich die Stähelis und ihre vier inzwischen erwachsenen Töchter auf das Strohhotel, das bei der Stiftung Warentest souverän Testsieger wurde.
Vor knapp zehn Jahren wurde die Basis dazu geschaffen. Die beiden Kuhställe wurden umgebaut und sanitäre Anlagen in der Scheune geschaffen. In der großen Scheune befinden sich die Schlaf- wie auch die Waschräume. Wir glauben Peter, dass die Gäste den Kontakt zur Natur schätzen. „Es ist nicht das bequeme Luxusbett, sondern der authentische Geruch von Tieren und getrocknetem Gras, den die Touristen in ihren Ferien wünschen und schätzen“ sagt der Strohhotel-Besitzer, der sich „über jährlich 10 bis 20 Prozent steigende Umsatzzahlen freut.“ Die Bauernfamilie bietet nicht nur Stroh-Schlafplätze, sondern im zweiten umgebauten Kuhstall auch Betten mit Matratzen an.
Am nächsten Morgen holen wir hinter dem Bahnhof von Romanshorn, das an der größten Breite des Bodensees liegt, die E-Bikes ab. Auf den ersten Blick ist der Stromer nicht als Elektrobike zu identifizieren. Ein-Lithium-Ionen-Akku ist dezent im Unterrohr des Rahmens versteckt, ein getriebener Nabenmotor sitzt im Hinterrad. Ein silbermetallic stylisches Bike, aber ganz schön schwer: 25 kg. Doch beim ersten Tritts aufs Pedal bei einer Parkplatzrunde spürt man es: Als würde es von unsichtbarer Hand angeschoben, nimmt der Flyer mühelos Fahrt auf. Und so ist es auch konzipiert: Das eBike unterstützt die Beinmuskelkraft. Sobald man mit dem Pedalen beginnt, beschleunigt der Stromer stufen- und lautlos; drei Stufen hat der Flyer: no assist, Eco, Standard und High. Leichtes Treten reicht, um den Schwung zu halten. Und selbst im Aufstieg spendet das eBike so viel Schub, dass das Herz mehr vor Freude denn vor Anstrengung pocht. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Wir fahren den ersten Anstieg zum Obstlehrpfad Altnau hoch, wo Rita Barth auf dem Feierlenhof auf uns wartet. Erst wartet aber die Gruppe auf mich, weil ich nach einem Schaltfehler mein eBike bergauf schieben muss. Dabei hilft mir der weiße Drückknopf am Lenker, eine Schiebehilfe. Jetzt weiß ich, dass man nicht gleichzeitig treten und schalten darf. Auf dem Obstlehrpfad angekommen erfahren wir von Rita Barth, der Präsidentin des schweizerischen Vereins für Ferien auf dem Bauernhof, dass jeder dritte Apfel der Eidgenossen aus dem Thurgau stammt: Hier ernten die Apfelbauern bis Ende Oktober etwa 48 000 Tonnen Äpfel, davon 30.000 Tonnen Tafeläpfel, der Rest ist Mostobst. Pro Jahr verzehren die Schweizer über 15 kg der gesunden Frucht, im Thurgau am liebsten die Sorte Gala, gefolgt von Golden Delicious und Jonagold. Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich auch Braeburn und die Clubsorten Diwa, Kiku 8 und Kanzi, während sich Cox Orange, Gravensteiner und Elstar auf dem absteigenden Apfelbaum-Ast befinden. Einige Apfelbäume auf dem Hof tragen ein Schild mit einem Familiennamen drauf. Das sind sogenannte Apfelpatenschaften. Jemand erkauft sich für eine bestimmte Zeit das Nutzungsrecht für einen bestimmten Baum. Rita Barth vergisst den Hinweis nicht, dass Hansruedi Schweizer mit seinem Arboretum in Neukirch an der Thur 235 verschiedene alte Apfelsorten von der „Herzogin Olga“ bis zum „Geflammten Kardinal“ in seinem Apfelparadies hegt und pflegt.
Auf dem Weg von Altnau zum See & Park Hotel Feldbach in Steckborn genießen wir noch zwei kulinarische Spezialitäten. Mittagessen im Gasthof Krone in Altenau mit Blick auf den sonnenüberfluteten Bodensee. Frisch auf den Tisch kommt natürlich Fisch: gegrillte Bodensee-Felche mit Kartoffeln. Mit dem Nachtisch warten wir bis nach Gottlieben. Eine knappe Radstunde später erwarten uns dort der wohl gelaunte Dieter Bachmann und Andrea Rivas in der ältesten und bekanntesten Hüppen-Fabrikation.
Was aber sind Hüppen? Im 1251 gegründeten Thurgauer Städtchen Gottlieben sind die Hüppen schon seit langer Zeit bekannt und beliebt. So genoss bereits Königin Hortense Bonaparte sogenannte „Gaufrettes“- delikate von handgebackene Waffelröllchen - aus Gottlieben, als sie von 1817 bis 1837 auf dem nahen Schloss Arenenberg lebte. Das Geheimnis der Hüppen-Backkunst wurde über Generationen in Gottlieben gehütet und weitergegeben. 1928 wurde Elisabeth Wegeli von ihrer Nachbarin in die Gottlieber Konditorkunst eingewiesen. Sie übernahm von ihr deren Waffeleisen, da die Nachbarin das Hüppenbacken aufgeben musste. Dies war der Beginn des Schweizer Traditionsunternehmen Gottlieber Spezialitäten AG und der „Gottlieber Hüppen“ als Produkt.
80 Jahre hatte sich die Spezialitäten-Bäckerei im Familienbesitz befunden und 2008 entstand ein Nachfolgeproblem mit Happyend. Dieter Bachmann, früher Konzertmanager von DJ Bobo, einer „musikalischen Spezialität der Schweizer, verbindet seit 08.08.08 geschickt und erfolgreich frischen Wind mit traditionellen Werten. In diesen Wochen herrscht Hochbetrieb in der Bäckerei, vorne im hauseigenen Café mit bestem Seeblick duftet es verführerisch. Der jährliche Höhepunkt, das Weihnachtgeschäft, steht an, bei dem 60 Prozent des Jahresumsatzes erwirtschaftet werden. 30 bis 45 MitarbeiterInnen stellen das Jahr über 200 Tonnen Füllungen und 33 Tonnen Hüppen im Jahr her. Der älteste und bekannteste Hüppen-Produzent der Schweiz präsentiert für die Herbst- und Wintersaison die Premium-Linie mit den exklusiven Geschmacksrichtungen Amaretto, Cappuccino, Irish Cream und Black Special Grand Cru. Wir genießen den „Lohn der Arbeit“, weil wir nur noch die Schifffahrt über den Untersee nach Steckborn vor uns haben.
Als bescheidene Gäste im Hotel Feldbach werden wir andächtig. Nicht wegen der ehemaligen Klostermauern, sondern wegen des Sonnenuntergangs über dem Bodensee. Früher einmal hieß, es das man im Feldbach die Nase hoch trug, nur weil das romantische ehemalige Klostergebäude an zauberhafte Lage steht, mitten in einem riesigen öffentlichen Park, direkt am Untersee. „Es schafft das Kunststück, gleichzeitig offen für Ausflügler zu wirken und dem Hotelgast trotzdem ein intimes Gefühl zu bieten. Wobei der Besucher zuletzt wegen der Zimmer hier absteigt: Die sind klein, einfach, unspektakulär und liegen in einem Nebengebäude, das in den 1980er-Jahren gebaut wurde und auch so aussieht“, schreibt der eidgenössische „Tages Anzeiger“. „Den Fernseher allerdings braucht trotzdem niemand einzuschalten. Denn so schlicht das Zimmer, so betörend ist die Sicht zum Fenster hinaus auf die Wiese voll jungem Leben, auf das Gegenlichtspiel in den Baumkronen und das Wasser, das seine Farbe zur Apérostunde von Silber auf Gold ändert, während filigrane Schatten zur neuen Terrasse Voranschleichen.“ Man darf sich auf die reiche Fischkarte freuen und meine KollegInnen auf überraschende Weine aus der Region.
Wer auf Alkohol verzichtet und als Autofahrer die Promillegrenze respektiert, für den haben Petricia Dähler-Kraus und Esther Schaefer-Meier eine alkoholfreie Spezialität „gepröbelt“ und für gut befunden: Truube & Öpfel = Tröpfel, ein prickelndes Getränk aus Trauben und Äpfeln. Die Powerbeere Aronia, übrigens aus Bodenseeernte, ist für den Geschmack verantwortlich. Die beiden Schweizerinnen fanden zunächst keinen Produzenten für ihre Kreation, die zweierlei Früchte ohne Alkohol zusammen verarbeiten wollte. Othmar Lampert, ein Experte, wagte sich daran und inzwischen verkaufen sich Tröpfel Sec, Tröpfel Demi-Sec und Tröpfel Brut glänzend. Zweifellos ist Tröpfel eine echte Alternative zu alkoholhaltigen Schaumweinen.
Am frühen Morgen forderte unser gedruckter Zeitplan fragwürdiges: „9.30 Uhr Check out und Besteigen des E-Bikes“. Mich packte der Ehrgeiz und schwer atmend hatte ich auf meinem eBike als erster den „Höhepunkt“ erreicht: des Kaisers Schloss hoch droben auf dem Arenenberg. Als schwergewichtiger Senior der Gruppe trat ich bergauf zum „schönsten Schloss am Bodensee“, dem Napoelonmuseum Thurgau und Park Arenenburg, voll in die Pedale.
Hoch über dem Schweizer Unterseeufer, fand die Stieftochter Napoleons I., Hortense de Beauharnais, nach dem Sturz des großen Korsen 1817 eine Zuflucht. Hier, gegenüber der Kloster-Insel Reichenau, erwarb ihr Sohn, der spätere Napoleon III. sein geistiges Rüstzeug für die Rolle als letzter Kaiser der Franzosen. Heute beherbergt das Anwesen ein Bildungs- und Beratungszentrum sowie das Napoleonmuseum Thurgau – ausgestattet mit Originalmöbeln seiner einstigen Bewohner und zahlreichen Erinnerungen an die Kaiserzeit. Dominik Gügel, der Museumsdirektor, nimmt sich viel Zeit, um uns durch das Schloss und den großen Park zu führen. Vor einem Jahr kam bei Umbauarbeiten im Prinzenflügel des Schlosses der längst verloren geglaubte „Kaiserliche Badesaal“ mit einem sensationellen Fund zum Vorschein: Ein gekacheltes Tauchbecken mit kaiserlichen Insignien und die dazu gehörige technische Ausstattung. Napoleon III. wäre uns aber neidisch gewesen, wenn er miterlebt hätte, wie einfache „Schreiberlinge“ übernachten.
Wir sind mit unseren E-Bikes ins Wellnesshotel Golf Panorama in Lipperswil unterwegs, wo bei der Ankunft schon andere E-Bikes neben sündteuren Sportwagen „parken“. Wie soll’s im Thurgau anders sein: „Ein Wellnesshotel setzt auf den Apfel“. (Nicht nur) in der Schweizer Hotellerie geht der Trend hin zur Regionalverbundenheit. Dafür ist unsere Vier-Sterne-Superieur-Bleibe das beste Beispiel. Hier landen ausschließlich eigene Apfelblütenprodukte auf dem Körper. Die erst vergangenes Jahr zusammen mit dem Hotel eröffnete SPA- und Wellnesslandschaft „Fleur de Pomme“ bietet Anwendungen, welche den Einklang und die Harmonie von Körper, Geist und Seele fördern.
Das Haus verschreibt sich der Frucht, die derzeit tonnenweise rotbäckig an Bäumen prangt. Zwischen den Obstbäumen nahe dem Golfplatz Lipperswil, wo bereits in der Früh motivierte GolferInnnen die 27 Löcher zu treffen versuchen, breitet sich der Neubau aus. Einst lebten hier 16 000 Schweine, jetzt hat der Luxus großflächig Einzug gehalten und Apfelblütenmotive sind in allen Variationen. Das junge Direktorenpaar Caroline Thomas und Alexandre Spatz, tritt in die Fußstapfen von Carolines Eltern: Ferdinand und Renate Thoma. Sie führen das Management des Hauses und leiten bereits zwei Wellnesshotels im Schwarzwald: Auerhahn und Alpenblick. Die beiden Senioren haben eine Ausbildung zum Wellnesstrainer und zum Heilpraktiker gemacht. Vor allem aber: Sie haben im eigenen Labor in Deutschland eine Holunderblüten- und Fichtennadel-Kosmetiklinie entwickelt
Vor zwei Jahren im Frühjahr, als das Gelände rund um die Hotel-Baustelle ein Weiss-Rosa-Meer von blühenden Obstbäumen war, stand der künftige Hausherr erstmals auf dem Feld und pflückte bei einem Bauern zwölf Kilogramm Apfelblüten. Die kostbaren Blüten werden nach Deutschland ins eigene Labor im Hotel Auerhahn gefahren, werden verarbeitet und gelangen in stylischen Tuben und Dosen verpackt zurück in die Schweiz, wo sie exklusiv im Spa Fleur de Pomme landen, zum Beispiel in der Badewanne. Aus einer Liste von über 200 Apfelnamen sind elf auserkoren worden für die Benennung der Behandlungsräume. Bei den verschiedenen Speisen auf der umfangreichen Karte ist offenbar mehr Freestyle erlaubt: Da gibt es zum Beispiel einen „One-Night-Stand vom Kaninchen und Rinderfilet“. Und, natürlich, die Apfelspeisen: „Terrine vom grünen Apfel und Entenleber mit Kräuter- und Nusssalat“ zum Beispiel.
Hoteldirektor Alexandre Spatz hat vor kurzem eine „Spatzen“-Familie gegründet und nimmt seine Vaterrolle sehr ernst. Unser volles Verständnis und unsere Anerkennung verdient er sich, als er wegen seiner Vaterpflichten das Pressegespräch vom Abend kurzfristig auf den nächsten Morgen verschiebt.
Kurz bevor wir am nächsten Morgen wieder unsere E-Bikes „besteigen“, erläutert uns Alexandre Spatz, wie er die Premium-Hotellerie im Thurgau forcieren und damit seinem Haus mit 55 Zimmern und Suiten zu hoher Belegungszahl verhelfen will. Schwiegervater Ferdinand Thoma hat das Buch „Die vier Säulen der Gesundheit“ geschrieben, das im Wellnesshotel in einer Vitrine neben Apfelschnitten steht. Im Kapitel „Positives Denken“ steht: „Achten wir darauf, dass wir keine negativen Gedankengänge pflegen!“ Und, ja, dann kommt er, der Spruch: „An apple a day keeps the doctor away“ – ein Apfel pro Tag hält den Arzt fern. So gilt die „Apfelphilosophie“ jetzt auch für gesundes Business.
Der letzte Streckenabschnitt unserer eBike-Tour durch den Thurgau führt uns durch eine Hügellandschaft, bei der die Schaltstufen „Eco“, „Standard“ und „High“ in 90 Minuten abwechselnd zum Einsatz kommen zur Kartause Ittingen, wo wir Heinz Scheidegger - dem stellvertretenden Prokurator der Stiftung – treffen. Während des Rundgangs durch das Kloster, das 1461 vom strengen Kartäuserorden übernommen wurde, gilt für uns nicht deren mittelalterliches Sprechverbot. Durch schwierige Zeiten trotzten die Kartäuser sowohl wirtschaftlichen Nöten als auch den Bilderstürmen der Reformation bis zum Aufschwung der alten Gläubigkeit im 17. und 18. Jahrhundert. 1848 wurde die Kartause Ittingen aufgelöst, das Kloster verstaatlicht und der Gebäudekomplex verkauft.
1977 erwarb eine eigens gegründete Stiftung Kartause Ittingen das historische Gebäude. Auch wenn jetzt hier keine Mönche mehr leben, die Stiftung hat die klösterlichen Werte der Gastfreundschaft, Spiritualität, Selbstversorgung, Fürsorge und Kultur verinnerlicht. Entstanden ist ein Modellprojekt für die wesensgerechte Neubelebung einer geschichtsträchigen Anlage. Seit 1983 ist das Kunstmuseum Ittlingen untergebracht. Ein Gutsbetrieb mit Land- und Viehwirtschaft, das Ittlingeer Museum, ein Hotel, ein Tagungszentrum, ein Gastwirtschaftsbetrieb sowie ein Heim und ein Werkbetrieb werden eigenwirtschaftlich geführt.
Während wir im Wirtsgarten einen Klosterteller mit schmackhaften Brotzeiten serviert bekommen, „bedient“ sich ein Flyer-Beauftragter mit unseren E-Bikes. Ich konnte mich von meinem „geflügelten Stahlross auf Zeit“ nicht einmal verabschieden . . .
Thurgau Tourismus, Egelmoosstrasse 1, CH-8580 Amriswil, Fon +41 (0)71 414 12 60, Fax +41 (0)71 414 11 45, www.thurgau-tourismus.ch, info@thurgau-tourismus.ch
Paul und Elisabeth Stäheli (Mostgalerie und Strohhotel), Kratzern 39, CH-9320 Frasnacht, Fon +41 (0)71 446 4772, Fax +41 (0)71 4464, www.mostgalerie.ch, pauli-staeheli@bluewin.ch
Obstlehrpfad Altnau, Rita Barth, Fon ++41 (0)71 695 23 72, Fax +41 (0)71 695 23 67, www.altnau.ch
Gottlieber Spezialitäten AG, Espenstrasse 6, Postfach 149, CH-8274 Gottlieben, Fon +41 (0)71 666 60 70, Fax +41 (0)71 666 60 80, www.gottlieber.ch - info@gottlieber,ch
See & Park Hotel Feldbach AG, Seestrasse 164a, CH 8266 Steckborn, Fon +41 (0)52 762 21 21, Fax +41 (0)52 762 21 91, info@hotel-feldbach.ch, www.hotel-feldbach,ch
Tröpfel GmbH, Patricia Dähler-Kraus & Esther Schaefer-Meier, Hauptstrasse 11, 8265 Mammern, info@troepfel.ch
Schloss Arenenberg, Am Bodensee und Rhein, CH-8268 Salenstein, Fon +41 (0)71 663 32 60, Fax +41 (0)71 663 32 61. www.napoleummuseum.tg.ch, napoleumsmuseum@tg.ch
Wellnesshotel Golf Panorama, Golfpanorama 6, CH-8564 Lipperswil, Fon +41 (0)52 208 08 08, Fax +41 (0)52 208 08 09, info@golfpanorama.ch, www.golfpanorama.ch
Stiftung Karteuse Ittingen, CH-8532 Warth, Fon +41 (0)52 748 44 11, Fax +41 (0)52 748 44 55, www.kartause.ch
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