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Zu Gast in der Kopernikus-Stadt
Die Stadt Torun – Thorn hat rund 200.000 Einwohner und liegt knapp 200 Km von der Grenze zu Deutschland entfernt. Im Jahr 1233 gründete der Deutsche Orden hier am Weichselufer eine Burg: Thorn. Die Stadt war später in der Hanse und pflegte Kontakt nach ganz Europa.
Das Rathaus

Kulturhauptstadt 2016
Nikolaus Kopernikus wurde 1473 in Thorn geboren. Zwischen 1491 und 1494 studierte Kopernikus in Krakau Mathematik und Astronomie. In den folgenden Jahren hielt er sich für längere Zeit in Italien auf. Dort studierte er Medizin und Rechtswissenschaften. 1503 promovierte er in Kirchenrecht und kehrte bald darauf nach Polen zurück, um im Bischofspalast seines Onkels in Lidzbark Warminski als sein Sekretär und Leibarzt tätig zu sein.
Kopernikus Urgroßvater väterlicherseits stammte aus Köppernig bei Neisse in Oberschlesien. Sein Vater zog um 1456 nach Thorn, und verdiente im Kupferhandel und im Bankwesen den Lebensunterhalt der Familie. Die Eltern seiner Mutter Barbara Watzenrode waren Richter und Stadtrat in Thorn. Deren Vorfahren stammten aus Schweidnitz in Niederschlesien.
Mit der Astronomie, die ihn so berühmt machte, beschäftigte sich Nikolaus Kopernikus sehr intensiv. Das Interesse dafür wurde vor allem in Italien geweckt. Zwischen 1507 und 1515 schrieb er seine Gedanken über ein neues Weltsystem nieder.
Er nahm an, dass die Sonne den Mittelpunkt bildet, um den sich die Planeten in kreisförmigen Bahnen bewegen. Er behauptete, dass sich die Erde täglich um ihre eigene Achse rotiert und sich jährlich um die Sonne bewegt, ebenso, wie es die anderen Planeten in anderen Zeiträumen tun. Kurz vor seinem Tod arbeitete er an seinem Hauptwerk ("De Revolutionibus Orbium Coelestium"), dass von den Kreisbewegungen der Weltkörper handelte. Er wurde im Dom zu Frauenburg begraben. Die genaue Stelle des Grabmals ist nicht bekannt.
Vor dem Rathaus erinnert ein Denkmal an Nikolaus Kopernikus (1473 bis 1543). Kopernikus ist der wohl berühmteste Sohn der Stadt. Im Kopernikus-Museum kann das Leben und Wirken des „Weltgeistes“ gut nachvollzogen werden.
Quer durch Thorn – Torun fließt die Weichsel.
Die Weichsel, Polens großer Fluss, trennt das Land in eine westliche (Pommersche) und eine östliche (Masurische Seenplatte) Hälfte. Hier lebte und wirkte Kopernikus und man sollte „Thorner Katharinchen“ – köstlich schmeckende Lebkuchen, probieren.
Altstadt

Immer reges Treiben
Zahlreiche Hotels und Restaurants, aller Colour und für jeden Geldbeutel offerieren ihre Angebote. Die Reise erfolgt mit der Bahn, per Pkw oder mit einer Gruppe als Busreise.
Kontakt
"BETA" Touristik
ul. 3-go maja 4/5, 11-500 Gizycko, Polen
Beata Bulkowska–Gottschling
Tel. 0048 87 4291188 oder 1187, mobil: 0048 604 104910, e-Mail beta@olsztyn.home.pl
"BETA" Touristik PLT Europa
Müggelseedamm 70, D-12587 Berlin
Wolfgang Gottschling Bulkowski
Tel. 0049 30 650 75 792, Fax 0049 30 650 75 791, e-Mail beta@plt-europabeta@plt-europa.de
www.polentravel.de - www.beta-travel.de - www.masurenreisen.com - www.plt-europa.de
Buchtipp: ReiseTravel empfiehlt
Polen – Polyglott on tour
Die Deutschen reisen heute öfter, kürzer und individueller als vor einigen Jahren. Grund genug für Polyglott, seine gefragte „on tour" -Reihe einer Generalüberholung zu unterziehen. Die ersten 75 Kompaktreiseführer sind jetzt komplett auf das aktuelle Reiseverhalten zugeschnitten.
Das neue Tourenkonzept setzt auf vielschichtige Bausteine aus Rundreisen, Kurztouren und Ausflügen. Die schönsten Touren kann man jetzt schon vor seiner Reise auf Google Earth abfliegen. „Eigentlich schon kein Relaunch mehr, sondern im Grunde eine neue Reihe", ist für Polyglott-Redaktionsleiterin Barbara Lennartz die Neubearbeitung der „on tour" -Reiseführer geworden. Nachdem die zehnköpfige Redaktion sich in Workshops mit Reiseveranstaltern, Tourismusexperten und Autoren beraten hatte, blieb kaum eine Zeile wie sie war. Die jetzt erscheinenden ersten 75 Titel beherbergen nun noch mehr Inhalt als zuvor und bündeln Infos, Karten und Expertenratschläge, wie sie im Internet so nicht zu finden sind. Erklärtes Ziel von Barbara Lennartz und ihrem Team war es, die Reihe in Übereinstimmung mit dem heutigen Reiseverhalten zu bringen. Und das hat sich in den letzten Jahren grundlegend geändert. Der Autor Dr. Tomasz Torbus ist gebürtiger Warschauer, Kunsthistoriker und lebt seit 1982 in Deutschland.
Polen – Polyglott on tour, ISBN 978-3-493-55826-5, www.polyglott.de
Das Buch kostet im Buchhandel 9,95 Euro.
Ein Beitrag für ReiseTravel von Gerald H. Ueberscher
Nikolaus Kopernikus ist wieder da
Information von Polentravel.de
Das Grab des Astronomen Nikolaus Kopernikus ist 465 Jahre nach seinem Tod dank einer DNA-Analyse identifiziert worden. Das teilten polnische und schwedische Wissenschaftler in Warschau mit. Demnach handelte es sich bei den im Jahr 2005 im Dom in Frauenburg (Frombork) im Norden Polens unter einem Altar gefundenen sterblichen Überresten eines etwa 60 Jahre alten Mannes tatsächlich um Kopernikus.
Polizeiexperten rekonstruierten das Gesicht des Toten. Es stimmt mit den Porträts von Kopernikus überein. Aber erst Haare aus einem Buch, das in der Universitätsbibliothek im schwedischen Uppsala aufbewahrt wurde und das Kopernikus jahrelang benutzt haben soll, brachten den Beweis: Die DNA der Haare ist identisch mit der DNA des Schädels. Der Frauenburger Bischof Jacek Jezierski will nun die Gebeine des Astronomen feierlich beisetzen. Die sterblichen Überreste sollen in einen Sarkophag überführt werden.
Mit seiner Theorie von der beweglichen Erde und den um die Sonne kreisenden Planeten hatte Kopernikus, der von 1473 bis 1543 lebte, eine Wende in der Wissenschaft herbeigeführt.
Kopernikusstadt feiert Astronomisches Jahr
Während des von der UNO deklarierten „Internationalen Jahrs der Astronomie“ lockt das Nachbarland Polen Sternenbegeisterte mit einer Vielzahl von Veranstaltungen. Im Mittelpunkt steht dabei Toru? (Thorn), die Heimatstadt von Nikolaus Kopernikus.
Das ehemalige Geburtshaus von Kopernikus im gotischen Zentrum von Toru? wird heute als Museum genutzt. Dort können Besucher noch bis zum 6. Mai die Ausstellung „Kopernik w rze?bie – Kopernikusplastiken“ bewundern. Gezeigt werden verschiedene bildhauerische Werke polnischer Künstler aus dem Zeitraum von 1913 bis 2003. Geplant sind bis Jahresende weitere Ausstellungen rund um Kopernikus und die Kunst der Astronomie.
Ein gigantisches „Teleskop-Treffen“ ist am 25. April auf dem Marktplatz der Altstadt geplant. Eingeladen sind alle, die im Besitz von irgendeiner Art Teleskop sind. Ziel der Veranstalter ist es, an diesem Tag einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde zu erhalten. Verschiedene Veranstaltungen sind auch im 15 km nördlich von Toru? gelegenen Ort Piwnice (Sängerau) geplant, wo sich das Himmelsobservatorium der Thorner Kopernikus-Universität befindet.
Kosmischen Themen ist das Musikfestival Probaltica gewidmet, das im Mai in Toru? und der Hauptstadt Warszawa (Warschau) stattfinden wird. Im September wird das Thorner Symphonieorchester mit seinem „astronomischen Repertoire“ auf Tournee durch Nordostpolen gehen. Die Besucher der Konzerte in Toru?, Olsztyn (Allenstein), Frombork (Frauenburg) und anderen Städten werden unter anderem Mozarts Jupiter-Symphonie und die Es-Dur-Symphonie „Merkur“ von Joseph Haydn genießen können.
Die rund 25 km südöstlich von Kraków (Krakau) gelegene Stadt Niepo?omice ist bereits am 5. April Schauplatz einer öffentlichen Sternenschau. Auf dem Marktplatz werden Besucher unsere Sonne und ihr Planetensystem hautnah erleben können. Die Veranstaltung ist Teil des Programms „100 Stunden Astronomie“, das am 2. April in den Vereinigten Staaten eröffnet wird und bis zum 5. April zeitgleich an verschiedenen Orten auf der ganzen Welt stattfinden wird. www.niepolomice.eu - www.polen.travel
Von Klaus Klöppel.
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