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St. Lucia - Insel in der Karibik
Non-Stop-Flug nach Saint Lucia: Mit Beginn des Winterflugplans 2009 ist Saint Lucia wieder mit einem Non-Stop-Flug aus Deutschland erreichbar. Am Sonntag, 1. November 2009, wird die erste Condor-Maschine in Frankfurt abheben, um nach gut neun Stunden Flugzeit auf der Karibikinsel Saint Lucia zu landen. Der Rückflug erfolgt ebenfalls sonntags mit kurzem Zwischenstopp auf Tobago. Als Fluggerät wird eine Boeing 767 eingesetzt.
Start des Condor-Flugs DE 7110 wird immer sonntags um 12.25 Uhr sein – somit also gut für sämtliche Anschlussflüge aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ohne zusätzliche Übernachtung erreichbar. Die Ankunftszeit auf dem Flughafen Hewanorra International (UVF) bei Vieux Fort im Süden der Insel ist für 17.10 Uhr Ortszeit angesetzt (Zeitdifferenz im Winter: minus fünf Stunden, im Sommer minus sechs Stunden). Der Rückflug über Tobago startet um 18.45 Uhr ab St. Lucia, Landung in Frankfurt erfolgt am Folgetag um 12.20 Uhr. www.condor.com
Jedes Jahr startet Ende November die Atlantic Rallye for Cruisers (ARC) auf Gran Canaria. Ziel der ARC, die für viele Segler zur festen Einrichtung geworden ist, ist die Atlantiküberquerung mit dem Zielhafen Rodney Bay auf St. Lucia. Doch auch für Segler, die sich ausschließlich der Karibik und ihrem ganz speziellen Lebensgefühl widmen möchten, bietet St. Lucia optimale Bedingungen. Kurze Entfernungen zu zahlreichen Ankerbuchten mit wunderschönen Ausblicken auf die Kulissen der Insel, vielfältige Ausflugsmöglichkeiten und eine gute Infrastruktur für sämtliche Segelbelange sprechen für sich.
Segeln in den Revieren um St. Lucia ist ein pures Rundum-Vergnügen. Überall auf der Insel können Boote gechartert werden, die beiden populärsten und größten Yachthäfen sind Rodney Bay im Norden und die etwas südlicher gelegene Marigot Bay und deren Marina. Kein Wunder, dass die romantische Marigot Bay schon zahlreichen Filmen als Kulisse diente – „Dr. Dolittle“ etwa wurde dort gedreht und James A. Michener beschrieb sie als “die schönste Bucht der Karibik“. Als praktisch für Segler erweist sich hier die Station der deutschsprachigen Moorings Yacht Charter Company, denn Marigot Bay ist ein guter Ausgangspunkt für Segeltörns nach Süden zu den Grenadinen ebenso wie nach Norden zur Halbinsel Pigeon Island und nach Martinique.
Wahrzeichen von St. Lucia
Die Rodney Bay Marina befindet sich auf der nördlichen Seite der Bucht. Mit rund 230 neu renovierten, voll ausgestatteten Anlegeplätzen und einer komplett auf Seglerbedürfnisse abgestimmten Infrastruktur hat sich die Rodney Bay Marina zum Mittelpunkt des Segeltourismus entwickelt. Ein großer Teil von St. Lucias exklusiven Hotels und Restaurants liegen hier; das traditionelle Straßenfest „Jump Up“ in Gros Islet lädt jeden Freitagabend ein, mit den Einheimischen zu feiern.
Zudem ist Rodney Bay Ziel der seit 1986 alljährlich stattfindenden Atlantic Rallye for Cruisers (ARC), die Ende November in Las Palmas auf Gran Canaria startet. Am 23. November 2008 treffen sich dann über zweihundert Fahrten- und Regattasegler, um im Verbund mit anderen Yachten den Atlantik zu überqueren. Für die Gruppe der Fahrtenyachten (meist Amateure mit eigenen oder gecharterten Booten) bietet die ARC primär die Möglichkeit, den Atlantik in einer sicheren Gemeinschaft zu überqueren. In der Regattagruppe steht die Wettkampfeigenschaft im Vordergrund. Für die 2.700 Seemeilen (etwa 5.000 Kilometer) benötigen die Yachten je nach Bootsgröße und Stärke des Nordostpassats zwischen 12 und 14 Tagen. Ihnen wird bei der Ankunft auf St. Lucia ein festlicher Empfang bereitet – für Unterhaltung ist gesorgt. Fast stündlich kommen dann neue Schiffe in der Rodney Bay Marina an, auf den Stegen und in den umliegenden Bars und Restaurants werden Parties gefeiert.
Und auch die Landausflüge lohnen sich. Zur Wahl stehen etwa die Hafenstadt Soufrière mit Blick auf die Pitons – die Zwillingsberge und Wahrzeichen der Insel. Oder per Taxi in Richtung Regenwald und zum weltweit einzigen „Drive-in“ Vulkan der Welt inklusive Abstecher zu den Sulphur Springs, den Schwefelquellen. Wer sich vom Wasser gar nicht trennen kann, sollte einfach abtauchen – zum Tauchen und Schnorcheln zu den Korallenriffen vor den südlichen Küstenabschnitten.
Saint Lucia feiert 30 Jahre Unabhängigkeit: Am 22. Februar 1979 wurde sie offiziell gehisst – die Flagge von Saint Lucia (oben links) als unabhängigem Staat. Seitdem weht sie stolz über der Karibikinsel, die auf eine bewegte Geschichte zurückblicken kann.
Das genaue Entdeckungsdatum Saint Lucias ist bis heute unbekannt – es ist immer noch umstritten, ob Christoph Kolumbus die Insel tatsächlich am 13. Dezember 1502, dem Tag der Heiligen Lucia, sichtete. Bewohnt wurde sie damals von Kariben. Erste Besiedlungsversuche gab es dann im 17. Jahrhundert durch die Franzosen und die Briten – im Laufe der Zeit wechselte die Insel 14-mal den Besitzer. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts wurde Saint Lucia im Rahmen des Pariser Friedens als britische Kronkolonie anerkannt, 1838 dann in die Kolonie der „Inseln über dem Winde“, die Windward Islands, eingegliedert. 1951 gewährte die britische Regierung das allgemeine Wahlrecht. London entließ Saint Lucia nun schrittweise in die Unabhängigkeit: Der bereits 1960 gewährten eingeschränkten Autonomie folgte 1967 die unumschränkte Selbstbestimmung in inneren Angelegenheiten. Am 22. Februar 1979 wurde Saint Lucia unabhängig von Großbritannien, verblieb jedoch weiter im Commonwealth und erkennt weiterhin Königin Elizabeth II. als Staatsoberhaupt an. Sie wird durch die einheimische Generalgouverneurin Pearlette Louisy vertreten.
Beide Kolonialmächte – Engländer wie Franzosen – haben tiefe Spuren in Kultur, Küche und Gesellschaft hinterlassen. Neben der Amtssprache Englisch dominiert das Patois, ein kreolisches Französisch. Auch die meisten Ortbezeichnungen sind französisch – Castries ist mit 60.000 Einwohnern die Hauptstadt der Insel, Soufrière am Fuße des Grand Piton und des Petit Piton, den weltberühmten Zwillingsfelsen, ebenfalls eine Stadt mit pittoreskem Charme. Kulturelles Aushängeschild Saint Lucias ist der Literaturnobelpreisträger von 1991, Derek Walcott. In seinen Gedichten und Dramen setzte er sich ebenso wie in seiner Autobiographie mit der Identitätsfindung der Einwohner der Karibik auseinander. Musik spielt wie überall in der Region auch auf Saint Lucia eine große Rolle. Reggae und Calypso zeugen hier vom britischen Einfluss, Zouk und Cadance sind in der französisch geprägten Karibik zu Hause.
Flagge und Logo von Saint Lucia sind sich mittlerweile sehr nahe gekommen - der blaue Hintergrund steht für die Treue und das Meer, die Dreiecksform für die aus dem Meer ragende Insel mit ihren Wahrzeichen, den Piton-Zwillingsfelsen. Gelb steht für Sonnenschein und Sandstrände, Schwarz für den vulkanischen Ursprung sowie in Verbindung mit Weiß für die Kulturen, die in Einklang auf der Insel zusammenleben und arbeiten.
Natürlich wird auf Saint Lucia der 22. Februar 2009 auch überall auf der Insel gebührend gefeiert: etwa mit zahlreichen Paraden, großem Feuerwerk, einer „Soca Fiesta“ mit viel Musik, einer „Night of the Arts“ und einer National Independence Exhibition – oder einfach nur bei einem großen Familienpicknick am Strand.
Saint Lucia in der östlichen Karibik gehört zu den Kleinen Antillen und ist die zweitgrößte der Windward-Inseln. Sie besticht durch die Vielfalt ihrer Landschaften – tropische Regenwälder, der weltweit einzige „Drive-in“ Vulkan, heiße Schwefelquellen, Wasserfälle, Traumstrände und Korallenriffe. Zudem verfügt Saint Lucia über eine sehr gute touristische Infrastruktur und ein umfangreiches Aktivitätenangebot in den Bereichen Sport, Wellness und Kultur.
Kontakt
St. Lucia Tourist Board
Eckenheimer Landstraße 483, D–60435 Frankfurt
Tel. +49 (0)69 – 890090-81, Fax +49 (0)69 – 890090-82, info@stlucia.org
Ein Beitrag für ReiseTravel von Barbara Düstersiek-Schmitz.
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