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Der Nationalpark Yasuni
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Im Osten Ecuadors liegt der Nationalpark Yasuní mit seiner einzigartigen und weltweit sehr bedeutsamen Biodiversität. Es wird davon ausgegangen, dass auf einer Fläche von 982.000 Hektar 30 Millionen verschiedene Arten leben. Es handelt sich hierbei um eine Schätzung, da die genetischen Informationen schwer erfassbar sind. Allein auf einem Gebiet von 25 Hektar der Estacíon Yasuní der Universität Catholica finden sich 1100 Baumarten. Im Jahre 1989 erklärte die UNESCO Yasuní zum Weltreservat der Biosphäre.
Mit Einbruch der Nacht ertönt in den grünen Landschaften ein Chor aus Froschgequake, Grillengezirpe und den Lauten der Nachtvögel, wie dem Uhu. Am Morgen lässt sich das Gekrächze der Papageien und das Geschrei der Brüll-, Songos- und Chrongosaffen, die sich zur Nahrungssuche über die Baumwipfel hangeln, vernehmen. In der Luft und in den Bäumen sind eine Vielzahl an Vögeln zu beobachten – ein männlicher Pirol führt einen urigen Tanz auf, indem er sich über die Baumkronen des gigantischen Chiclero – einem Baum, dessen Frucht wie Kaugummi schmeckt – schwingt. Dieser Vogel, einer von Hunderten Arten, die im Nationalpark Yasuní und in den benachbarten Wäldern nisten, zieht mit seinem gelbgoldenen Federkleid und schwarzen Flügeln die Aufmerksamkeit auf sich. Kaum hört es auf zu regnen, beginnen die Vögel in Vogelscharen, Paaren oder einzeln die gigantischen Bäume zu überfliegen. Auf einmal klopft ein Specht – halbverdeckt von den Zweigen des Higueron-Baumes – gegen den Baumstamm, damit die Insekten ihren Unterschlupf verlassen und sie ihm als Nahrung dienen.
Auf einer Wanderung oder bei einer Kanufahrt durch den feucht-tropischen Regenwald bekommt der Besucher einen Eindruck von den vielfältigen Gewächsen und Bewohnern dieses Lebensraumes. Sie führen den Beobachter durch Sumpfgebiete und dichte Vegetation. Mit etwas Glück lassen sich auch Säugetiere wie der Tapir oder ein Schlammlöcher aufsuchender Guanta – eine Schweineart – entdecken. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass sich ein rosa Delphinpaar und Erdschildkröten blicken lassen.
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Zu den Bewohner des Yasuní Nationalparks zählen zudem Adler, Aras, Boas, Jaguars und Piranhas. Schließlich erwartet den Wanderer ein Aussichtsturm von 40 m Höhe, gebaut um einen Kapokbaum, von dessen Plattform aus sich das sattgrüne Panorama mit seinen flatternden Vögeln beobachten lässt. Mit Hilfe eines Fernglases erblickt man die unterschiedlichsten Tangras-Vögel und Papageien mit ihrem leuchtenden Gefieder. Der Harpyie-Adler ist einer der Vögel, die ein Symbol des Yasuní Nationalparks darstellen und diese Art ist – nach Meinung der UICN (Unión Mundial para la Naturaleza) gefährdet. Auch der Urvogel mit einer im Flügel eingewachsenen Klaue ist dort mit etwas Glück anzutreffen. Es ist kein Wunder, dass der Nationalpark für Vogelkundige ein Paradies darstellt. Weitere Bewohner des Nationalparks, zwischen Orellana und Pastaza, sind die Tagaeri- und Taromenani-Stämme, deren Mitglieder – geschätzte 300 an der Zahl – im Einklang mit der Natur leben. Diese ecuadorianischen Stämme des Amazonasgebietes bevorzugen ein Dasein in völliger Isolation, weshalb sie urtümliche Kultur von großer Relevanz aufweisen.
Zum Schutz dieses einzigartigen Ökosystems sowie den präkolumbinischen Stämmen ist der Nationalpark Yasuní darauf bedacht, die Eingriffe der Erdölunternehmen und die damit einhergehenden Probleme – wie den Holztransport, die Grundwasserverschmutzung, die Besiedlung und die damit einhergehenden sozialen Probleme, beispielsweise ökonomische Verarmung, die Erkrankung der Einheimischen
und Konflikte mit diesen – abzuwähren. Die Regierung Ecuadors ist durch ihre ökonomische Situation gezwungen, den Erdölunternehmen den Abbau des natürlichen Rohstoffes zu erlauben. Diese sollen jedoch eine maximale Erhaltung der Umwelt gewährleisten und zudem die Schutzzonen der Indígenas respektieren, um das Fortleben der dort ansässigen Stämme, wie beispielsweise die der Huaorani, sicherzustellen. Seit vierzig Jahren wird bereits Erdöl im Dschungel gefördert und die Folgen sind verheerend – die Umweltzerstörung ist enorm, die Folgeschäden sind noch lange nicht behoben und zudem führte es zur Ausrottung der indigenen Völker Tetetes und Sansahuaris.
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Das Ishpingo Tambucocha Tibutini-Gebiet (ITT) – ein Naturreservat mit einer gewaltigen Biodiversität im ecuadorianischen Regenwald – wurde zum Schutzgebiet ernannt. Dort sollen etwa 1 Milliarde Barrel Erdöl lagern, die vor der Erschließung durch die Erdölunternehmen geschützt werden sollen. Ein neuer Bahnbrechender Vorschlag stammt von dem Energieminister Alberto Acosta: er schlägt vor, dass dem Land 30 Jahre lang von der internationalen Gemeinschaft die Hälfte des Nettogewinns für das Nichtgeförderte Erdöl gezahlt werden – ungefähr 350 Millionen US-Dollar im Jahr.
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Dafür bietet Ecuador keine CO2-Emission, Schutz der Artenvielfalt und der indigenen Völker sowie den vom Regenwald produzierten Sauerstoff. Die geforderte Summe soll von multilateralen Kreditgebern, Staaten, nichtstaatlichen Organisationen, Unternehmen und auch Privatpersonen aufgebracht werden. Privatpersonen sollten beispielsweise die Möglichkeit haben, nicht ¬gefördertes ITT-Erdöl zu kaufen. Dies stößt auf Widerstand der Erdölunternehmen, so zieht es Petroecuador vor, auf ökologisch verträgliche Ölförderungen zurückzugreifen. Carlos Larrea Maldonado, Professor an der Universidad Andina Simón Bolivar in Ecuador, Berater von Unicef und der Weltbank, weist daraufhin, dass die Förderung des Erdöls im ecuadorianischen Amazonasgebiet zur ökonomischen Verarmung der Region geführt hat. Er sieht die Ausgleichszahlung für die Nicht-Förderung des Erdöls als neuen Entwicklungsweg, um die Natur zu schützen und den Bewohnern der Region die Möglichkeit zur Entwicklung zu geben. Umweltgruppen und Indígena-Organisationen unterstützen bereits die Kampagne „Fordern statt fördern“.
Wenn Sie den Nationalpark Yasuni mit seiner einzigartigen Flora und Fauna, insbesondere das Vogelparadies, besuchen möchten, freuen wir uns Ihnen bei Ihrer Reiseplanung behilflich sein zu dürfen.
Flughafengebühr in Quito erneut gestiegen
Die Ausreisesteuer des Flughafens in Quito wurde seit Februar vergangenen Jahres von der Korporation Quiport zum dritten Male erhöht.
Seit dem 1. August 2007 beträgt die internationale Flughafenausreisesteuer US$ 40,80 (zuvor US$ 37,60), und steht damit an zweiter Stelle in ganz Südamerika, während die nationale Gebühr im Terminal Mariscal Sucre de Quito zurzeit US$ 7,60 (vorher US$ 6,36) beträgt.
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Diese sehen sich veranlasst die erhöhten Kosten auf die Reisende und die Frachttransporte zu übertragen, wodurch die Preise der nationalen Flugtickets steigen. Laut Aussage des Bürgermeisters von Quito, Paco Moncayo, sollen mit den erhöhten Gebühren der neue internationale Flughafen von Quito (zurzeit im Bau) finanziert werden
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ist der touristische Informationsdienst rund um Reisen nach Ecuador, der von zahlreichen touristischen Unternehmen unterstützt und finanziert wird. Diese Arbeit dient sowohl den Produkten, wie auch dem Land selbst.
Ein Beitrag für ReiseTravel von Bina Kreykenbohm.
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