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Quito

El Cayambe: Kaiser der Anden

 

 

 

 

 

 

 

Fährt man die Panamericana von Quito aus Richtung Norden , stößt man nach ca. 60 km auf einen Ort in den Bergen mit ca. 30.000 Einwohnern, Cayambe. Er liegt am Fuße des dritthöchsten Berges Ecuadors, der ebenfalls den Namen Cayambe trägt. Dieser aktive Vulkan ist der höchste der Welt, der sich genau auf dem Äquator befindet. Majestätisch mit seinen weißen, schneebedeckten Spitzen ragt der Vulkan 5.790 Meter in die Höhe. Sein Name kommt aus dem Quichua (die Sprach des Andenhochlandes) und bedeutet soviel wie Heilkünstler der Zukunft, nach den beiden Quichua Worten: Caya für Zukunft und Jambi für Medizinmann oder Heilkünstler.

 

 

 

Der Vulkan Cayambe

 

 

 

Der Berg wird außerdem von einer Legende umrankt, die besagt, dass ein junger Cayambi Krieger sich einst in die Tochter von Sonne und Mond verliebte. Der Vater des Mädchens war jedoch so erzürnt darüber, dass er den jungen Mann in einen Vulkan, den Cayambe, verwandelt hat. Doch weil sich das Mädchen nicht über den Verlust ihres Liebsten hinwegtrösten konnte, erbarmte sich schließlich ihr Vater und so wurde auch sie verwandelt. Sie fand sich selbst als Nebel wieder, diese Gestalt erlaubt ihr bis in alle Ewigkeit mit ihrem Krieger zusammen zu sein.

 

 

 

 

Die Besteigung dieses Gipfels gehört für jeden begeisterten Bergsteiger in Ecuador zu den wichtigsten. Doch der Cayambe ist keinesfalls ungefährlich, so forderte er zum Beispiel in den 70er Jahren durch eine Lawine das Leben von drei ecuadorianischen Bergsteigern. Die Erstbesteigung gelang vermutlich dem Engländer Edward Whymper 1880. Heutzutage wagen immer mehr professionelle und Hobbybergsteiger, für die es eine ganz schöne Herausforderung sein kann, den Aufstieg.

 

 

 

 

Der Gipfel des Cayambe von der Schutzhütte aus gesehen

Im Gespräch mit einer Deutschen, die den Berg letztes Jahr alleine aber mit einem Bergführer bestiegen hat, erzählte sie uns, dass man für die Besteigung des Cayambe nicht wirklich viel technisches Können und Erfahrung braucht, man darf aber die Kälte und auch den Höhenunterschied nicht unterschätzen, die einem ganz schön zusetzen kann. Obwohl sie keine gefährlichen Situationen erlebte, sich nur gelegentlich fragte warum sie sich das eigentlich angetan hat, unterstreicht sie die Notwendigkeit eines erfahrenen Bergführers als Begleitung, der auf Gefahren wie Gletscherspalten hinweisen kann.

 

 

 

Ihr Aufstieg dauerte zwischen sechs und sieben Stunden und der Abstieg wurde in 2½ Stunden geschafft. Eine Entschädigung für die Strapazen sind dann beispielsweise Bilder wie die des hinter Quito untergehenden Vollmondes beim Aufstieg um ca. 4 Uhr morgens. Falls man sich der körperlichen Anstrengung der Gipfelbezwingung nicht aussetzen möchte, kann man auch lediglich bis zur Schutzhütte mit dem Vierradantrieb fahren und die atemberaubende Aussicht geniessen. Als Wegzehrung für die Tour dürfen die so genannten Bizochos nicht vergessen werden, Biskuitplätzchen, welche in dem Ort Cayambe produziert werden.

 

 

Zurückgehende Gletscherfelder des Cayambe

 

Der Vulkan strahlt etwas sehr Majestätisches aus, was auch immer wieder von Leuten nach der erfolgreichen Besteigung bestätigt wird. Wie unsere Quelle die uns erzählte, wie unglaublich schön t. Die Natur und der unglaubliche Ausblick geben einem auf dem Gipfel das Gefühl, man hat das Dach der Welt erreicht. So manche Bergsteiger haben schon von der eigenartigen Stimmung erzählt auf dem Vulkan herrscht, ganz so, als ob tatsächlich eine junge Liebe hier begraben liegt.

 

Ein Beitrag für ReiseTravel von Bina Kreykenbohm. redaktion@reisetravel.com

 

 

 

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