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Stolpe

Stolper Turm und Eiertrudeln mit Ritter Tiloff

Der unter Denkmalschutz stehende Stolper Turm, im Volksmund auch „Grützpott“ genannt, wird für Besucher erstmals geöffnet. Rund 263.000 Euro Fördermittel wurden für die Rekonstruktion des Turmes und eines zugehörigen Rundweges über den Burgberg von der Europäischen Union (EU) im Rahmen der Umsetzung von Projekten der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) bereitgestellt.

Von dem aus dem 12. Jahrhundert stammenden Wehrturm einer ehemaligen Burganlage können die Besucher einen wunderbaren Blick auf das Odertal, das Dorf Stolpe und die angrenzende Grundmoränenlandschaft genießen. Die alte Wehranlage bildet das Kernstück im Konzept der touristischen Entwicklung des Ortes Stolpe und ist gewissermaßen das Tor zur Nationalparkregion „Unteres Odertal“.

 

Turm und Rundweg

 

Für die Wiederherstellung der Ensembles aus Turm und Rundweg waren insgesamt 384.000 Euro nötig. Das Projekt wurde aus Mitteln der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) mit rund 263.000 Euro durch die EU gefördert.

In einem ersten Bauabschnitt wurden Maurer- und Vernadelungsarbeiten zur Sicherung und Instandsetzung der Mauerkrone und der Mauerwerksaußenschale, das Schutzdach, die Wandflächen des Wohngeschosses, die Treppen sowie eine Aussichtsplattform auf dem Turmdach unter strenger Berücksichtigung des Denkmalschutzes vorgenommen. Dafür wurden rund 199.000 Euro Fördermittel bereitgestellt. Damit ist für Besucher erstmalig die Möglichkeit geschaffen worden, den Turm zu besteigen und sich von der Plattform aus am wunderbaren Panorama-Blick zu erfreuen.

In einem zweiten Bauabschnitt wurde der Rundweg zum und um den Stolper Turm auf einer Länge von 500 Metern und einer Ausbaubreite bis 1,50 Meter wieder hergestellt. Diese Arbeiten wurden mit rund 64.000 Euro gefördert. Der Ausbau des Wanderweges erfolgte unter Anpassung an die sehr unterschiedliche Geländegestaltung, gekennzeichnet durch erhebliche Höhenunterschiede mit altem Baumbestand und unterschiedlichem Bewuchs. 

Durch die Rekonstruktion des Turms und die Wegegestaltung ist ein sehr ansprechendes touristisches Ausflugsziel entstanden, das Urlauber wie Einheimische gleichermaßen begeistert und die Region noch attraktiver macht.

 

Wie der „Grützpott“ zu seinem Namen kam

 

Einst lebte auf der Stolper Burg ein Ritter. Als dieser eines Tages bei einem Überfall auf einen Kaufmann den Tod fand, flohen seine Gefolgsleute auf die Burg. Schon bald erfuhren die Bauern der Umgebung, dass der Ritter nicht mehr lebt. Die Bauern beschlossen die Burg zu stürmen. Doch die Gefolgsleute des Ritters wussten sich zur Wehr zu setzten. Sie warfen Steine und schütteten Pech vom Turm herab. Als sie all ihr "Pulver" verschossen hatten, blieb ihnen nur noch der zum Essen vorbereitete Grützbrei übrig. Sie kippten den heißen Brei über die Turmmauern den Bauern entgegen. Doch auch das war vergeblich, die Bauern nahmen die Burg ein und nannten den Turm fortan "Grützpott".

 

Der "Grützpott" ist vom 1. April bis zum 31. Oktober, jeden 2. Sonntag im Monat in der Zeit von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr und von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr zur Turmführung geöffnet.

 

Anmeldungen und Informationen

 

Touristinformation Angermünde

03331/297660, e-Mail info@angermuende-tourismus.de

 

Ein Beitrag für ReiseTravel von Dr. Jens-Uwe Schade.

 

 

 

 

 

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