Suche

PillerseeTal

Biathlon-Weltcup

Biathlon als Motor: Hochfilzen holte zum Doppelpack im Biathlon-Weltcup aus. Vom 10. bis 14. Dezember fand der Hochfilzener-Weltcup statt. Vom 17. bis 21. Dezember stand dann die Ersatzveranstaltung für Pokljuka (Slowenien) auf dem Programm, nachdem sich der  Österreichische Skiverband auf Ersuchen der IBU (Biathlon Weltverband) bereit erklärt hat, diese Veranstaltung zu übernehmen, weil sich die  Umbauarbeiten in Pokljuka verzögert haben und eine termingerechte Stadion-Fertigstellung nicht möglich war. Dadurch stand Hochfilzen/Pillerseetal zwei Wochen lang im Mittelpunkt des internationalen Sport-Interesses.

Für die beiden Weltcups in Hochfilzen waren Übertragungszeiten von über 200 Stunden und weit über 200 Millionen Fernsehzuschauern zu rechnen.

Tobias Eberhard

To­bias Eberhard: Der 23-jährige Polizeischüler vom HSV Saalfelden war die Sensati­on schlechthin. Er ging als Dritter nach Daniel Mesotitsch und Fritz Pinter auf die Strecke und übergab als Erster mit 90 Sekunden Vorsprung auf Christoph Sumann, der das Zeitpolster sicher ins Ziel brachte. Die starke Leistung von Eberhard hatte sich angekündigt: Samstag eroberte er im Sprint mit Platz 13 seine bisher beste Einzel-Platzierung im Weltcup, blieb dabei wie in der Staffel fehlerfrei im Schießen - ganz zur Freude seines Schießtrainers Walter Hörl. „Das ist erst der Anfang, ich kann mich noch in vielen Bereichen verbessern“, meinte Eberhard, der als dritter Salzburger im Biath­lon-Weltcup ganz oben stand.

Wertschöpfung Tourismus: Allein im letzten Jahr brachte der Biathlon Weltcup in Hochfilzen rund 7.500 Nächtigungen für die Region PillerseeTal. Der größte Teil der Gäste stammte aus den Hauptmärkten Deutschland und Österreich. Aber auch andere Nationen wie Frankreich, Norwegen, Italien und Russland sind während dieser Zeit stark vertreten. Vom zweiten, zusätzlichen Weltcup-Termin werden vorsichtig geschätzt ca. 2.000 zusätzliche Nächtigungen für die Region erwartet.

Toni Wurzrainer, Geschäftsführer Tourismusverband Pillerseetal, zeigte sich optimistisch: „Es ist erfreulich, dass der Biathlon Weltcup auch in jenen Märkten in den Medien präsent ist, die wir noch nicht bearbeiten konnten. So wird der Name Pillerseetal auch dort bekannt. Insgesamt bringt der Biathlon Weltcup ein Vielfaches an Wertschöpfung für die Region. Wir unterstützen diese Veranstaltung deshalb so stark, weil der Termin Mitte Dezember ideal ist, um weltweit unsere Schneekompetenz unter Beweis zu stellen. Die traumhaften Winterbilder sind unbezahlbare Werbung für die Region.“

Franz Berger, IBU Race Director Hochfilzen:  

„Zwei Weltcupveranstaltungen stellen natürlich eine große Herausforderung für das Organisationsteam dar, zeigen aber auch den hohen Stellenwert, den der Veranstaltungsort Hochfilzen mittlerweile in der Internationalen Biathlon-Familie genießt. Ich bin davon überzeugt, dass wir dank der tollen Unterstützung seitens des Österreichischen Bundesheeres und der vielen freiwilligen Helfer den hohen Ansprüchen gerecht werden.“

 

Rund 270 Athleten und 230 Betreuer aus 35 Ländern waren präsent und etwa 200 Millionen Fernsehzuschauer verfolgten weltweit über 200 Stunden lang die Biathlonbewerbe von Hochfilzen. „Wir haben über diese zwei Wochenenden über 15.000 zusätzliche Nächtigungen, alleine wegen dem Biathlon Weltcup. Das sind um 4.000 Nächtigungen mehr als im Vorjahr. Allein die 530 Sportler und Betreuer samt Anhang belegten über die gesamten zwei Wochen in der Region jede Menge Zimmer. Hinzu kommt der immense mediale Werbewert, der sich seit der Heim-WM 2005 beinahe verdoppelt hat. Mehr als 4 Mio. Zuschauer haben alleine in Deutschland, dem touristischen Hauptmarkt der Region, letzte Woche Biathlon aus Hochfilzen vor dem Fernseher verfolgt. Das ist eine unbezahlbare touristische Werbewirksamkeit zu Beginn der Wintersaison. Noch dazu hatten wir reichlich Schnee, wodurch die Schneekompetenz der Region einmal mehr unterstrichen wurde“, informierte Toni Wurzrainer.

Stimmen zum Biathlon-Weltcup:

Österreich, Deutschland, Frankreich, die Ukraine und Weißrussland lagen bis zum dritten Stehendschießen dicht beieinander. Doch durch fünf Fehlschüsse und zwei Strafrunden fiel Alexander Wolf dann auf Rang neun zurück. Der Österreicher Tobias Eberhard konnte im Gegensatz dazu mit zwei perfekten Schießleistungen die Führung für seine Mannschaft erkämpfen. Mit gut einer Minute Vorsprung schickte er Schlussläufer Christoph Sumann ins Rennen, der mit ebenfalls fehlerfreien Schießeinlagen den Sieg sichern konnte. Nach dem Stehendanschlag nahm er sich sogar Zeit, die mitfiebernde Zuschauer-Tribüne zu grüßen.

Der Kampf um Rang zwei wurde erst auf der Schlussrunde entschieden. Der Schwede Carl Johan Bergmann überholte sowohl Simone Fourcade aus Frankreich als auch Michael Greis. Der Nesselwanger war durch zwei fehlerfreie Schießen wieder in Podestnähe gelaufen, konnte den dritten Platz gegen Frankreich aber nicht verteidigen. "Ich habe alles versucht und habe mit null Fehlern ein optimales Rennen gemacht", sagte Greis anschließend. "Leider ist auf der Schlussrunde nicht mehr gegangen, obwohl bei meiner Topform der dritte Platz drin gewesen wäre." Nur zwei Sekunden hinter Fourcade überquerte Greis die Ziellinie.

Michael Greis bleibt fehlerfrei und läuft auf Platz vier vor. Positiv aus deutscher Sicht waren die Staffel-Einsätze von Startläufer Michael Rösch und Christoph Stephan an Position zwei. Beide leisteten sich je zwei Ersatzpatronen, liefen aber hervorragende Rundenzeiten. Dank eines überragenden Schlussspurts übergab Stephan sogar als erster im Feld an Alexander Wolf. "Das Tempo war die ersten zwei Runden auszuhalten, da hatte ich am Schluss noch ein paar Körner draufzulegen", erklärte Stephan nach dem Rennen. Großes Pech hatte dagegen Alexander Wolf, der an seinem 30. Geburtstag nach fünf Fehlschüssen im Stehendanschlag zwei Strafrunden drehen musste. Dadurch rutschte die bei Halbzeit des Rennens noch an der Spitze liegende deutsche Staffel zwischenzeitlich bis auf den neunten Rang ab. "Das tut mir Leid für das Team. Ich war läuferisch am Limit, da hat es mich am Schießstand total geschmissen. Es ist nun halt mal passiert und ich kann es nicht mehr ändern", sagte Wolf hinterher.

 

Biathlon ist ein Zweifach-Kampf, mit den Disziplinen Skilanglauf und Schießen. Beim Langlauf handelt es sich um eine Audauersport und beim Schießen um Genauigkeit. Zunächst war der Biathlonsport eher eine Randsportart, wurde aber konsequent und erfolgreich zu einer Sportart weiterentwickelt, die publikumswirksam über das Fernsehen vermarktet werden kann. Ab dem Anfang der 1990er Jahre stieg das Zuschauerinteresse stetig an, sodass Biathlon heute in einigen Ländern, insbesondere Deutschland, zu den beliebtesten Wintersportarten gehört.

 

Kontakt

Tourismusverband PillerseeTal

Dorfplatz 1, A-6391 Fieberbrunn

Tel. +43 (0)5354 56304, Fax: +43 (0)5354 52606, info@pillerseetal.at

www.pillerseetal.at

 

Ein Beitrag für ReiseTravel von Sabine Gratt und Fotos von Gerald H. Ueberscher, eu@reisetravel.eu

 

Liebe ReiseTravel User,

weitere Berichte über das Pillerseetal können Sie hier lesen:

Mit dem Taxi auf den Gipfel

Biathlon Crash-Kurs für Anfänger

Fünf Orte – drei Skigebiete – ein Wintertraum

Biathlon-Jugend Hochfilzen

ReiseTravel empfehlen/merken:
del.icio.usLinkaARENAMister Wonggoogle.comYahooMyWeb