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Teuflische Abfahrt
Kaiserliches Wetter für die teuflische Abfahrt: Einen besseren Beschrieb für diesen Inferno-Samstag gibt es nicht! Obwohl das Organisationskomitee schon frühzeitig entschieden hat, das Ziel in Mürren fest zu legen, war die Piste anspruchsvoll. Nicht unbedingt von der Länge her, sondern von der harten Piste. Einige Teilstücke, wie Blattwang oder Palace-Run waren teilweise eisig. Einige Helfer und Pistenfahrzeuge wurden unter anderem während der Nacht eingesetzt, um diese Teilstücke etwas zu entschärfen. Gemäss den Kommentaren der Fahrer im Ziel ist das auch bestens gelungen.
Das Rennen hat kurzfristig ohne Favoriten und Seriensieger Mario Teuscher statt gefunden. Der Simmentaler musste krankheitshalber auf den Start verzichten. Somit war der Weg für alle Rennläufer frei, welche in den letzten Jahren vom dreifachen Inferno-Sieger geschlagen wurden. Kuno Michel packte die Chance und realisierte mit 7.51,03 die Tagesbestzeit. Bei den Frauen hiess die Siegerin bereits zum vierten Mal hintereinander Marianne Rubi (SC Gündlischwand). Kurz vor 16 Uhr erreichte der letzte Fahrer das Ziel. Der Rennleiter Thomas Gertsch und der OK-Präsident Ueli Stäger waren sich nach dem Rennen einig: „Wir sind glücklich über den wunderbaren Tag, es gab nur ein paar wenige kleinere Unfälle und die Verhältnisse waren einfach perfekt!“
In diesem Jahr wurde zum ersten Mal eine Zwischenzeit beim Oberen Hübel gemessen. Dies gibt den Rennläufern Gelegenheit ihre Fahrt entsprechend zu analysieren. Denn Oberen Hübel liegt nach zwei langen Traversen. Nach diesem Streckenteil zeigt sich, ob der Griff in die Wachskiste richtig war.
Durch die ideale Lage des Ziels mitten im Dorf Mürren, herrschte eine tolle Stimmung. Viele Begleitpersonen sowie die Rennläufer genossen das kulinarische Angebot an diesem sonnigen Platz. Der Hotelierverein sowie das Organisationskomitee des Whitestyle Open zeichneten sich für die Gastronomie verantwortlich.
Kaiserliches Wetter für die teuflische Abfahrt
Die inoffizielle Rangverkündigung, die sogenannte „Flower Ceremony“ fand im Ziel in Mürren mit sehr vielen Zuschauern statt. Die offizielle Siegerehrung, wo dann die Naturalpreise und Medaillen entgegen genommen werden, wurde dann um 21.00 Uhr im Sportzentrum Mürren durchgeführt.
Bei den Damen I gewann Marianne Rubi (SC Gündlischwand) mit einer Zeit von 8.45,28. Nicole Almer aus Grindelwald belegte den zweiten Platz, ihre Zeit 9.13,04. Und auch der dritte Platz ging nach Grindelwald; Melanie Steuri holte mit 39 Sekunden Rückstand die Bronzemedaille. Bei den Damen II siegte Judith Graf aus Matten und bei dem Ladies Ela Kemper aus Deutschland.
Der Sieger der Hauptklasse Mathias Salzmann aus Blatten b. Naters musste den Tagessieg dem schnellsten aus der Kategorie Senioren I Kuno Michel überlassen. Michel nahm Salzmann etwas mehr als 2 Sekunden ab. Klaus Zürn aus Deutschland stand bei den Senioren II und Peter Aeschimann aus Matten bei den Gentlemen zuoberst auf dem Podest.
Die 69. Internationale Inferno Skirennen Mürren finden vom Mittwoch, 18. Januar bis Samstag, 21. Januar 2012 statt.
Int. Inferno Skirennen Mürren - Postfach 131, CH-3818 Grindelwald www.myjungfrau.cu
Von Ursula Mühlemann und Bruno Petroni
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