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Falk Cierpinski wurde MÜNCHEN-HERO
Es ist der Münchner Moment der Momente : Die Überwältigung pur. Und zahllose Läufer und Läuferinnen versinken emotionsgeschüttelt in einem Meer von Glückstränen: wenn sie nach 41,9 km zurückgelegter Strecke in den Marathontunnel des Olympiastadions eintauchen, dort von Disco-Nebel, Lichtorgeln und bewegender Musik empfangen werden, 70 Meter später in das Stadion einlaufen und schließlich die Ziellinie überqueren. Für kein Geld dieser Welt ist dieses aufwühlende Seelenerlebnis zu erstehen! Denn es ist hart erarbeitet – zahllose Trainings-Kilometer zuerst und dann der Marathon selbst. Ein Fest für das Ego und die Gefühle.
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Falk Cierpinski wurde MÜNCHEN HERO – Gewinner einer Gesamtwertung aus dem MÜNCHEN TRIATHLON und dem MÜNCHEN MARATHON
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Und so stieg zwei Wochen nach dem Oktoberfest nun in München das große Läuferfest: beim 22. MÜNCHEN MARATHON 2007 starteten 10 767 Läufer(innen) aus 59 Nationen, um vielleicht am Ende diese wunderbaren Aufwallungen zu erleben – so viel wie noch nie! 8 037 davon wagten sich bei Idealtemperaturen von 5 bis 15 Grad (Start bis Ziel) auf den großen 42,195 km-Trip und 2 430 traten beim M-Lauf über 10 km an. Dazu gesellten sich 60 Teams, die den erstmals ausgetragenen Staffel-Marathon bestritten. Rund 60 000 Zuschauer feuerten bei wunderbar trockenem Wetter – morgens bedeckt, später sonnig - die Lauf-Helden und -Heldinnen enthusiastisch an.
Jeder, der an diesem Tag das Ziel erreichte, durfte sich als großer Sieger fühlen. Der größte von allen freilich war ein Einzelner: Falk Cierpinski (29) aus Halle, Sohn des zweifachen deutschen Marathon-Olympiasiegers (Montreal 1976 und Moskau 1980) Waldemar Cierpinski. Er siegte hoch überlegen in 2:25:24 Stunden vor dem mit 2:28:40 Stunden Bestzeit rennenden Lokalmatador Sebastian Jobst vom MRRC München und dem im letzten Rennen seiner Karriere antretenden Niedersachsen Thomas Bartholme, der mit seinen 2:29:10 Stunden bei diesem Rennen auch Deutscher Polizeimeister wurde.
Cierpinski von der SG Spergau wurde damit zugleich MÜNCHEN HERO – also der Gewinner einer Gesamtwertung aus dem MÜNCHEN TRIATHLON vom Juli und dem MÜNCHEN MARATHON im Oktober. Für eine Zeit unter 4:30:00 Stunden gab es für diesen Doppelwettbewerb einen Jackpot von 20 000 Euro. Doch nicht nur Cierpinski (4:24:22 Stunden) knackte ihn, sondern auch der Däne Rasmus Ahlfors – und zwar auf die Sekunde genau! Eine Sekunde, die über 10 000 Euro Haben oder Nichthaben entschied! Cierpinski: „Ich habe schon vorher prophezeit, dass wir das beide schaffen – ich bin auch mit 10 000 Euro sehr zufrieden. Und mir bedeutet es mehr als jedes Geld, dass ich in dieses Münchner Stadion als Sieger einlief – denn hier startete 1972 meine Mutter, die damals noch Marita Politz hieß, als Olympiasteilnehmerin im 800-m-Lauf!“ Ahlfors: „Ich wusste, dass es sehr eng werden würde und sah meine Chance vor dem Lauf nur bei 60 Prozent – denn es war ja mein erster Marathon!“ Cierpinski, ganz fairer Sportsmann: „Ich freue mich für ihn, denn ich weiß, wie schwierig es ist, im Marathon und Triathlon zu Geld zu kommen. Mir ist es lieber, er hat es um eine Sekunde geschafft – als wenn ich um eine Sekunde vorbei geschrammt wäre...“
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Vater und Sohn: Waldemar und Falk Cierpinski
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Cierpinski von der SG Spergau wurde damit zugleich MÜNCHEN HERO – also der Gewinner einer Gesamtwertung aus dem MÜNCHEN TRIATHLON vom Juli und dem MÜNCHEN MARATHON im Oktober. Für eine Zeit unter 4:30:00 Stunden gab es für hatte erst vor zwei Wochen, beim Berlin Marathon persönliche Bestzeit in 2:19:06 Stunden geschafft. Anschließend ging er ins Höhentrainingslager nach Bulgarien – und deshalb ließ er es in München etwas gemütlicher angehen, überließ bis Kilometer 32 anderen die Führung („Ich versuchte, Kraft zu sparen und konnte es mir komfortabel ansehen“), ehe er aufdrehte. „Auch wenn es vielleicht nicht so aussah – aber auf den letzten Kilometern war es schon etwas schwer für mich. Doch die Unterstützung des Publikums war super – da wachsen einem Flügel!“ Vater Waldemar: „Ich hatte so oft wie noch nie die Bemerkung gehört ‚Das geht nicht!’ – Berlin und München so knapp aufeinander. Ich aber wusste, dass das geht. Und wenn sich jemand so hohe Ziele setzt, dann weiß man – der will und kann was erreichen! Er will irgendwann meine Bestzeit von 2:09:55 aus dem Jahre 1976 knacken – und das schafft er...“ Der Junior: „Jetzt steht erst einmal viel Arbeit an. Ein halbes Jahr lang Training mit einem November-Höhentrainingslager in Kenia - und dann im Frühjahr versuchen, dass ich mich mit 2:13 für die Olympischen Spiele in Peking qualifiziere!“ Sein Rezept für den Berlin-Münchner Doppelschlag: „Wichtig war, die Beine wieder frisch zu kriegen – und sich im Kopf klar zu machen, dass das machbar ist...“
Im Olympiastadion stieg bei freiem Eintritt eine stimmungsvolle Zielankunfts-Party, bei der sich Finisher und ihre Angehörigen glückstrahlend in die Arme fielen. Unterwegs spielten Kapellen an 14 Standorten anfeuernde Musik. Und einen speziellen Rekord hatte es bereits vor dem Start gegeben: 93 Aussteller bei der Marathonmesse. Sie präsentierten und verkauften auf rund 4 000 qm über zwei Etagen zahllose für Lauf-Freaks interessante Produkte zu den Themen Ausdauersport, Gesundheit und Wellness. Die Marathonmesse in der Event-Arena des Olympiaparks wurde von Freitag bis Sonntag von mehr als 40 000 Interessenten besucht. Täglich stieg dort auch eine Pasta-Party, bei der die Marathonis vor und nach dem Rennen kräftig ihren Kohlenhydratspeicher auffüllen konnten.
Rund 40 000 Liter Flüssigkeit wurden von den Läufer(innen) getrunken – sowie 13 000 Energieriegel, 3 600 kg Bananen, 2 000 kg Nudeln mit 1 300 Litern Sauce sowie 15 000 Brezen verzehrt.
Insgesamt wirkten beim München Marathon 1 200 Volunteers aus 24 bayerischen Sportvereinen, 220 Rotkreuzhelfer, fünf Ärzte und 80 Physiotherapeuten mit. Wobei es aus medizinischer Sicht 137 Hilfeleistungen des BRK sowie sechs Transporte ins Krankenhaus gab.
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| Kontakt |
MÜNCHEN MARATHON 2007
www.muenchenmarathon.de
www.muenchenmarathon.de - www.muenchenhero.de - www.muenchentriathlon.de
Ein Beitrag für ReiseTravel von Jupp Suttner und Ursula Moses.














