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Mit dem Rad von München nach Prag
Der seit Jahren bestehende Fernradweg zwischen der alten Reichsstadt Regensburg, mittlerweile seit fünf Jahren Welterbe, und der Goldenen Stadt Prag wurde kürzlich bis nach München verlängern. Damit werden die bayerische Landeshauptstadt und die Hauptstadt der Tschechischen Republik durch eine 450 km lange Premium-Route zu einer reizvollen Reisealternative. Jetzt hat der Verlag Publicpress, seit einem Vierteljahrhundert auf Gestaltung von wetterfesten Rad-und Wanderkarten spezialisiert, die passende Radwanderkarte „München – Regensburg – Prag“ im Maßstab 1: 50 000 vorgestellt, die es im Buchhandel, in Touristikbüros oder über www.publicpress.de für 8,95 Euro erhältlich ist.
Gut ausgeschildert ist der Fernradweg München – Regensburg – Prag
Quer durch Oberbayern, Oberpfalz und Niederbayern führt der verkehrsfreie Radweg an die tschechische Grenze und von dort über auf verkehrsarme Nebenstraßen durch Böhmen nach Prag. Diese Verbindung stellt durch Nutzung der Flusstäler von Isar, Abens, Donau, Regen und Chamb die angenehmste Radwegverbindung zwischen München und Prag dar. Allerdings muss bei der Beachtung der geografischen Verhältnisse (Bayerische Wald/Böhmerwald), besonders auf der böhmischen Seite, auch mit Steigungen gerechnet werden. Wer da mit dem eBike unterwegs ist, wird dessen Vorteile zu schätzen lernen.
Ab München führt der Weg auf de Isar-Radweg (ca. 40 km) bis hinter die alte Bischofsstadt Freising. In der Nähe der Ortschaft Marzling wechselt man auf den Abens-Radweg (65 km) in Richtung Mainburg – Kelheim – Bad Gögging. Ein paar Kilometer weiter nutzt man den Donau-Radweg (ca. 40 km), rollt vorbei am Kloster Weltenburg und Kelheim bis nach Regensburg.
Übrigens, die alte Reichsstadt Regensburg (UNESCO-Weltkulturerbe) und die „Goldene Stadt“ Prag verbindet auf diesem Streckenabschnitt eine uralte Handelsstraße, auf der bereits vor vielen tausend Jahren Feuersteine aus der Nähe von Abensberg nach Böhmen transportiert wurden.
Ab Regensburg führt der Radweg über den gut ausgebauten Regental-Radweg zur Bayerwald-Stadt Cham (ca. 70 km), weiter auf dem Chambtal-Radweg (ca. 22 km) zur Drachenstich-Stadt Furth im Wald (Radwanderübergang Schafberg/Ovri vrh), wo die Grenze überquert wird.
Auf der tschechischen Seite verläuft der Weg auf einem neugebauten Radweg bis zur „chodischen“ Hauptstadt Domazlice, dann weiter auf verkehrsarmen Nebenstrassen in Richtung der Orte Stanetice, Kolevec, Dobrany bis Pilsen, weltbekannt durch seine lange Biertradition. Hinter Rokycany führt der Weg durch das Naturschutzgebiet „Brdy“, erreicht bei Horovice den Radweg Wien-Prag und trifft in der Nähe der Burg Karlstein auf das romantische Flusstal der Berounka, die kurz vor Prag in die Moldau fließt.
Die konditionsstarken Rad-Touristen können von dort, vorbei an Moldau und Elbe, weiter bis Dresden radeln.
Tourismusverband Ostbayern e.V., Im Gewerbepark D 04, 93059 Regensburg, Telefon 0941 585390, Fax 0941 5853939, info@ostbayern-tourismus.de, www.ostbayern-tourismus.de
Ein Beitrag für ReiseTravel von Martina Niedermeier, MN-InfoText.
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