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Rio de Janeiro

Vom Pad zur Plantage

Gitty kann’s noch gar nicht fassen: Senseo startet Brasilien-Expedition zu den Ursprüngen nachhaltigen Kaffees.

Am 11. August geht es auf nach Brasilien ins Abenteuer Kaffeeplantage. Die 31-Jährige Grafik-Designerin aus Hamburg ist die Siegerin der bundesweiten Ausschreibung von Senseo „Nature’s Selection“. Jetzt geht sie auf die wohl spannendste Expedition ihres Lebens. Die vierwöchige Reise führt Gitty zu den Ursprüngen ihres Lieblingsgetränks.

Vom Senseo Kaffeepad, über die Kaffeefabrik bis hin auf die Plantage. „Ich liebe Kaffee und bin sehr gespannt darauf zu erfahren, welche Menschen und Prozesse hinter meinem täglichen Kaffeegenuss stecken“, freut sich Gitty. Sie ist schon viel umher gereist - Mit dem Bulli durch Frankreich, per Anhalter über die Route 66 oder mit dem Rucksack durch Spanien und Portugal - dabei immer auf der Suche nach außergewöhnlichen Erlebnissen. Im Herzen Brasiliens pflückt sie in einer der größten Kaffeeanbauregionen des Landes Kaffeekirschen. Sie entdeckt die Vorteile nachhaltigen Kaffeeanbaus und lebt das Leben auf der Plantage.

Zurück zur Kaffeepflanze - Die Stationen der Expedition: Die wohl aufregendste „Kaffeefahrt“ startet für die Teilnehmerin in Utrecht in den Niederlanden bei Douwe Egberts, dem Hersteller der Senseo Kaffeepads. In der Kaffeefabrik verfolgt sie, wie der nachhaltige Kaffee in die Pads gelangt. Anschließend besucht sie in Amsterdam die Zentrale von UTZ CERTIFIED, eines der größten Zertifizierungsprogramme für nachhaltigen Kaffee. Für die gebürtige Harzerin geht es nach dem Sprung über den Atlantik weiter in eine der größten Kaffeeanbauregionen Brasiliens, die Minas Gerais. Hier ist sie für die folgenden Wochen zusammen mit dem Repräsentanten von UTZ CERTIFIED Brasilien bei der Kaffeeernte und -produktion dabei. Während ihres Aufenthalts auf der Kaffeefarm zeigt ihr der Spezialist beispielhaft Qualitätsmerkmale von nachhaltig angebautem Kaffee. Vor Ort erhält sie Einblick in alle Produktionsabläufe wie das Kaffee-Trocknen, -Mahlen und –Rösten. Dazu gehört ebenfalls der Besuch von Verarbeitungsanlagen. Am Ende ihrer Expedition ist sie nicht nur den Ursprüngen ihrer morgendlichen Tasse Kaffee auf den Grund gegangen, sondern hat auch die Besonderheiten des nachhaltigen Kaffeeanbaus und der Kaffeeverarbeitung kennen gelernt.

Ganz einfach -Rückverfolgbarkeit von zu Hause aus: Die Kaffeepads der Variante Senseo „Nature’s Selection“ sind mit dem Nachhaltigkeitssiegel UTZ CERTIFIED versehen, das den verantwortungsvollen Anbau von Kaffeebohnen garantiert. Ausgehend vom Haltbarkeitsdatum auf der Kaffeepad-Packung ist eine Rückverfolgung bis hin zu der Plantage möglich, von der der Kaffee stammt. Da der UTZ CERTIFIED Kaffee direkt auf der Kaffeefarm registriert wird, kann der Konsument auf www.senseo.de  nachvollziehen, wo sein Kaffee angebaut wurde. Durch eine Weiterleitung auf die Website der Organisation bekommt er anschauliche Informationen über die entsprechende Kaffeefarm.

Erst Stretchen und dann Ernten: Es ist sieben Uhr morgens und ich stehe mit 25 Farmarbeitern und den Sousa-Brüdern Renato und Eduardo im Kreis und mache Morgengymnastik. Um mich herum erstrecken sich kilometerweit saftig-grüne Kaffeefelder im Morgendunst. Doch bevor die Arbeit losgeht, ist erst einmal ausgiebiges Stretching angesagt. Die Tage in Ponto Alegre beginnen früh - bei Sonnenaufgang schallt ein lauter Alarm über das Gelände und weckt die Farmarbeiter, inklusive mir. Ausschlafen kann ich zuhause! Danach geht's über staubige Straßen Richtung Kaffeeplantage und ehe ich mich versehe, stehe ich auf einer Leiter am Kaffeestrauch und ernte meine ersten Früchte. Sobald mein Strauch abgeerntet ist, geht’s einen Strauch weiter. Das Ernten geht relativ schnell, weil die Kaffeekirschen von den Ästen gestreift werden können. Danach werden Blätter und Zweige aussortiert. Die Kirschen werden in großen Säcken am Rand der Felder gesammelt und am Ende des Tages zur Weiterverarbeitung ins Zentrum der Farm gebracht. Von meinem Feld habe ich eine phantastische Sicht auf die gesamte Plantage und alle Kaffeefelder in der Umgebung – wenn das nicht der schönste Arbeitsplatz der Welt ist!

Nach meinem ersten Ernteerlebnis zeigt mir Renato die Küche, in der jeden Tag ein Mittagessen für alle Arbeiter gekocht wird – Bohnen und Reis gehören - typisch brasilianisch - immer dazu! Das Essen wird jeden Mittag in Behältern in einem alten VW-Käfer auf die Felder gebracht. Man merkt den Sousas in jeder Minute an, dass sie Kaffee lieben und leben: Mindestens drei Mal am Tag wird eine gepflegte Tasse getrunken – zum Frühstück gibt’s einen milden Kaffee aus der Thermoskanne, mittags gesüßten Kaffee mit Milch und nachmittags einen starken Espresso. Die Ernte-Saison neigt sich hier dem Ende. Ich bin zur richtigen Zeit her gekommen und bekomme noch die Verabschiedung der Saisonarbeiter mit. Dementsprechend herrscht beim Gruppenfoto eine überaus freudige Stimmung, bevor die Männer zurück zu ihren Familien im Norden von Minas Gerais fahren. Zum Glück bleibe ich noch ein paar Tage hier und werde den Weg „meiner“ Ernte bis zu ihrem Verlassen der Farm genauestens unter die Lupe nehmen!

Qualitätscheck an der Kaffeebohne: "Möchtest du einen Kaffee, Dschidschi?“ lautet die erste Frage, die ich heute Morgen höre und natürlich antworte ich mit „ja!“ Daran, dass die Brasilianer meinen Namen „Dschidschi“ aussprechen, habe ich mich schon gewöhnt und auch an die zahlreichen Kaffees, die ich hier pro Tag trinke. Die Kaffeeleidenschaft in Ponto Alegre ist auf jeden Fall ansteckend. Seitdem ich weiß, wie viel Arbeit hinter so einer Tasse steckt, genieße ich meinen Kaffee umso mehr. Ich sitze mit Qualitätsmanager Leandro zusammen und erprobe den unterschiedlichen Grad von Süße, Säure und Volumen – das sind die wichtigsten Qualitätsmerkmale. Ich hätte nie gedacht, dass es so viele Dinge bei der Kaffeeverarbeitung zu beachten gibt. Jeder einzelne Schritt, von der Ernte bis hin zur Röstung, bestimmt die Kaffeequalität. Los geht es zur Nassaufbereitung, bei der die Kaffeekirschen zuerst gewaschen und dann nach Reifegrad sortiert werden. Die Trennung ist ein besonderes Qualitätsmerkmal, denn viele Kaffeefarmer trocknen alle Reifegrade zusammen. Danach werden die Kaffeekirschen geschält, vom Rest der Frucht getrennt und fermentiert. Nach dem Waschen der Bohnen werden diese auf Trockenfeldern ausgebreitet, wo sie bis zu 19 Mal pro Tag gewendet werden. Danach kommen die Kaffeebohnen je nach Feuchtigkeitsgrad für mehrere Stunden in große Trockentrommeln. Von Verunreinigungen befreit, werden sie dann nach Größe und Farbe sortiert und in unterschiedliche Kaffeesäcke verpackt. In Ponto Alegre wird Wert auf höchstmögliche Qualität und beste Verarbeitung gelegt. Bei Kaffee mit UTZ CERTIFIED-Siegel, wie hier in Ponto Alegre, wird den Kaffeebohnen eine Nummer zugeordnet. So ist es von zuhause aus möglich, die Herkunft des Kaffees genau rückzuverfolgen. Vielleicht trinke ich ja demnächst einen Becher aus Kaffeebohnen, die ich hier auf der Plantage mit eigenen Händen geerntet habe. In den nächsten Tagen werde ich ein wenig umher reisen und den Kaffee von Nachbarfarmen probieren. Wie spannend!  

Königin der Erntemaschine

Oops, das war ein Schlagloch: Ich holpere mit Adriano mit full speed über Stock und Stein der staubigen Landstraßen von Cabo Verde. Er ist der Besitzer von Das Almas, der Nachbarfarm von Ponto Alegre. Die letzten Tage habe ich bei ihm auf der Plantage verbracht und neben unzähligen Kaffeesträuchern Tukane, Affen, Kolibris und viele Bäume gesehen. In das Almas wurden in einem umfangreichen Renaturalisierungsprogramm in den letzten Jahren 17.000 Bäume gepflanzt, und Adriano will zusätzlich weitere 20.000 Bäume auf der Farm anpflanzen. Der Schutz des natürlichen Baumbestandes ist hier ein wichtiger Teil von UTZ CERTIFIED, einem internationalen Zertifizierungsprogramm für den nachhaltigen Anbau von landwirtschaftlichen Produkten wie zum Beispiel Kaffee. Das Programm setzt sich zudem für angemessene und saubere Unterkünfte für die Farmarbeiter und eine gute Schule für deren Kinder ein und fördert Maßnahmen zur Qualitäts- und damit Profitsteigerung der Ernte. Meine nächste Station im Kaffeeland ist Tres Pontas. Hier werde ich aufgrund der flacheren Bodenbeschaffenheit nicht zusammen mit Farmarbeitern die Kaffeefelder erkunden, sondern auf riesigen Erntemaschinen. Unser erster Stopp ist Santo Antonio. Die Farm vom sympathischen Vater und Sohn-Duo Sergio und Sergio hat nur wenige Angestellte, da fast die gesamte Ernte mechanisch stattfindet. Da die Kaffeesträucher bereits abgeerntet sind, werden die Kaffeekirschen nur noch von einem überdimensionalen „Staubsauger auf Rädern“ vom Boden aufgesaugt. Auch meine nächste Farm sieht ähnlich aus: Padre Vitor wird von Lidia geführt und ähnelt einer riesigen Fabrik. Lidia hat die Plantage 1995 so angelegt, dass die Ernte komplett maschinell funktioniert, und zusammen mit Juliano erklimme ich die fast vier Meter hohe, laut rumorende Erntemaschine und genieße den Ausblick. Die Maschine verrichtet die Arbeit von 200 Kaffeepflückern. Die Ernte in Cabo Verde war eindeutig romantischer! Jetzt heißt es für mich, die letzten Tage genießen und noch einmal tief den Kaffeeduft und die Eindrücke dieser wundervollen Plantagen-Umgebung einatmen.

Bye Bye, Brazil!: Ich kann es kaum glauben, aber meine vierwöchige Expedition durch den Brasilianischen Kaffeedschungel ist zu Ende - ab jetzt bekomme ich nicht mehr jeden Morgen den frischesten Kaffee der Welt serviert, es strahlt nicht mehr jeden Mittag die Sonne vom knallblauen Himmel auf grüne Kaffeefelder und ich muss nicht mehr jeden Abend den Staub der Plantagenwege aus meinen Jeans klopfen.

Die Farmen hier in Minas Gerais waren schöner, als ich sie mir je hätte vorstellen können und ich habe einen riesigen Respekt für die Farmer, durch deren Adern seit vielen Generationen Kaffee fließt. Vor allem auf den Plantagen in Cabo Verde, wo die gesamte Ernte noch per Hand stattfindet. Ich hätte niemals Pferde, Tukane und Kolibris zwischen Kaffeesträuchern erwartet und ich werde es vermissen, über ungeteerte Landstraßen zu brettern, umgeben von Kaffee, Kaffee und noch mehr Kaffee. Ich habe so viele Dinge erlebt, die mir noch lange in Erinnerung bleiben werden: Das Erklimmen von bergigen Plantagen in einem alten Army-Jeep, Pferde, die sich auf die auf Kaffeefelder verirren, Kaffeebäume, die älter als hundert Jahre sind, die Grundschule in Cabo Verde voller energiegeladener, südamerikanischer Kinder, die mich mit Fragen löchern und wissen möchten, wie man „Fußball“ auf deutsch sagt, und natürlich meine erste eigenhändige Ernte. Am meisten haben mich jedoch die Farmbesitzer begeistert.

Kaffee ist ihr Leben und ihr Leben ist der Kaffee. Sie haben mich mit einer riesigen Offenheit und Herzlichkeit aufgenommen und sich jeden Tag von der Morgengymnastik bis zum Abendessen Zeit genommen. Auch das freundschaftliche und enge Verhältnis der Farmer untereinander hat mich beeindruckt - beim Zusammenkommen tauschen sie sich als erstes über die letzte Ernte, die aktuellen Kaffeepreise und die neusten Verarbeitungsgeräte aus und feilen stetig an neuen Idee, um ihren Kaffee noch besser und nachhaltiger anzubauen.

Eins ist sicher: Das war auf keinen Fall meine letzte Expedition und bestimmt werde ich ein leises „Dschidschi“ hören, wenn ich zurück in Hamburg meine erste Tasse Kaffee aus Brasilien trinke... 

Ihre ganz persönlichen Eindrücke und Erlebnisse veröffentlicht Gitty mit Fotos in ihrem Reisetagebuch auf www.senseo.de

 

Über UTZ CERTIFIED: Der Fokus des Engagements von UTZ CERTIFIED liegt auf wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Kriterien. Weltweit haben UTZ CERTIFIED Farmer die Möglichkeit, durch Schulungen ihr wirtschaftliches Know How und ihr Wissen über Anbautechniken zu verbessern. Dadurch wird eine höhere Qualität der Kaffeebohnen, eine Produktivitätssteigerung und ein verantwortungsvolles Umgehen mit natürlichen Ressourcen erreicht.

Über Senseo: In Kooperation mit Philips hat Douwe Egberts mit Senseo das Original unter den Kaffeepadsystemen entwickelt, in Deutschland 2002 auf den Markt gebracht und mit inzwischen über acht Millionen verkauften Kaffeepadmaschinen und mehreren Milliarden Pads einen absoluten Trend gesetzt. Mit hochwertigen Kaffeemarken hat das niederländische Traditionsunternehmen Douwe Egberts (250 Jahre Kaffee-Erfahrung, gehört seit 1978 zum weltweit aktiven Konsumgüterkonzern Sara Lee) seit Jahrzehnten in vielen Ländern eine marktführende Position erreicht. Dabei ist Douwe Egberts, einer der weltgrößten Kaffeeröster, in über 50 Ländern nicht nur Experte für traditionelle Kaffeesorten und -spezialitäten, sondern auch Trendsetter für moderne Kaffeekonzepte. www.senseo.de  

Der Senseo Partner Philips hat mit der Kaffeepadmaschine Senseo Quadrante ein weiteres Modell auf den Markt gebracht, das aufgrund seiner Energieeffizienz mit dem Philips-eigenen „Grünen Logo“ gekennzeichnet ist. Zubereitet mit der Senseo Quadrante in geradlinigem puristischen Design wird Senseo „Nature’s Selection“ garantiert zu einem genussvollen und nachhaltigen Kaffeeerlebnis.

 

Von Maja Sellschopp, Maja.Sellschopp@dr-p.de

 

 

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