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75 Jahre Olympisches Dorf
Olympisches Dorf Elstal
Ausstellung in Elstal bei Berlin: Unter dem Motto „Die zwei Seiten einer Medaille“ ist vom 6. bis 14. August 2011 in Elstal bei Berlin eine Ausstellung zur Geschichte des Olympischen Dorfes zu sehen, das an gleicher Stelle im heutigen Bundesland Brandenburg in zweijähriger Bauzeit einst für die Sommerspiele 1936 in Berlin nach Plänen des Architekten Werner March errichtet worden war.
In rund 15 Kilometer Entfernung zum Olympiastadion Berlin diente das Areal damals für die rund 4.000 männlichen Athleten als Sportlerdorf, aber auch als Trainingsstätte und zur Freizeitgestaltung zwischen den Wettkämpfen. In diesem Sommer jährt sich das 75-jährige Bestehen des Dorfes.
Aus diesem Anlass hat die DKB Stiftung für gesellschaftliches Engagement in Zusammenarbeit mit dem Sportjournalisten Volker Kluge (Berlin) diese Sonderausstellung konzipiert. Zum Rahmenprogramm gehören weiterhin Führungen und „Olympische Disziplinen zum Mitmachen“.
Olympisches Dorf Elstal - 6. bis 14. August 2011
Den Vortrag bei der feierlichen Eröffnung am 6. August (10.00 Uhr) in der olympischen Turnhalle hält der Kölner Sporthistoriker Prof. Karl Lennartz zum Thema „Medaillen und Diplome der Olympischen Spiele Berlin 1936: Vielfalt, Tradition, künstlerischer Wert“. Anschließend kommt der Sportmediziner Prof. Dr. Alfred Koch zu Wort, ein Zeitzeuge, der einst im Olympischen Dorf praktizierte. www.dkb-stiftung.de
Frauenfußball im geteilten Deutschland: Zur gerade beendeten Frauenfußball-Weltmeisterschaft ist in be.bra-Verlag das Buch „Freigespielt“ zur Geschichte des Frauenfußballs im geteilten Deutschland erschienen. Darin werden viele bisher unbekannte Fakten, Dokumente und Bilder enthüllt.
„Freigespielt“ erzählt von fast vierzig Jahren weiblichen Fußballsports: Im Mittelpunkt stehen dabei die Schicksale der deutschen Fußballfrauen in der ehemaligen DDR und die Geschichte dieser Sportart im gesellschaftlichen Umfeld.
Carina Sophia Linne erörtert in ihrer sporthistorischen Dissertation erstmalig die wechselhafte Historie des DDR-Frauenfußballs von den Anfängen in den 1960er Jahren bis zur Zusammenführung beider Fußballnationen 1990. So entsteht – durch den steten Blick auf die parallele Entwicklung in Westdeutschland – eine deutsch-deutsche Sportgeschichte, inklusive der Wiedervereinigung am Beispiel des Frauenfußballs im geteilten Berlin.
Bisher unbekannte Geschichten von Protagonistinnen aus jener Zeit, wie das Spiel einer Ostberliner Auswahlmannschaft vor der Rekordkulisse von 60.000 Zuschauern in Warschau 1976, oder die Versuche eines engagierten Neubrandenburger Trainers, mit einem Westberliner Verein ein Freundschaftsspiel zu organisieren, werden dabei besonders betrachtet. Carina Sophia Linne, geboren 1982 in Hannover, die Politikwissenschaft, Sportwissenschaft und Interkulturelle Kommunikation an der TU Chemnitz studierte, ist seit Februar 2009 Promovendin und Wissenschaftliche Hilfskraft an der Professur Zeitgeschichte des Sports der Universität Potsdam. Sie ist Mitglied im Zentrum Deutsche Sportgeschichte Berlin-Brandenburg e.V. (ZdS), koordiniert die Wanderausstellung „Vergessene Rekorde" und arbeitet als freie Autorin für lokale Medien.
Freigespielt von Carina Sophia Linne, Berlin 2011, 304 Seiten, 35 Abbildungen
Das Buch kostet im Buchhandel 24,95 Euro.
Deutscher Olympischer Sport Bund (DOSB) - www.dosb.de












