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Science Busters

Mit „Herzlich willkommen bei einer neuen Show der Science Busters!“ beginnt nahezu jede Vorführung. 27 verschiedene Programme sind es bisher, die die Science Busters in knapp drei Jahren jeweils als Uraufführungen auf die Bühne gebracht haben. Praktisch von Beginn an ausverkauft. Keine Show ist wie die andere, einfach deshalb, weil es keinen fertigen Text gibt. Es gibt zwar einen genauen Ablaufplan, wann welches Thema abgehandelt wird, der Rest ist Improvisation.

Nach einer kurzen Aufwärmphase im Rahmen des Projekts „Science in Film“ lernte Univ.-Prof. Dr. Heinz Oberhummer (Theoretische Physik, TU-Wien), Univ.-Lekt. Werner Gruber (Experimentalphysik, Uni Wien) und Martin Puntigam (Studienabbrecher, Uni Graz) den Visual Artist und Art Director Christian Gallei kennen und wurden die Science Busters. Thomas Gratzer und sein Team im Wiener Rabenhof Theater boten der „schärfsten Science Boygroup der Milchstraße“ Herberge an. Am 7.November 2007 startete die erste Premiere „Im Weltall gibt es keine Bohnen – warum der Mensch zum Mond will und wie". Seitdem ist kein Ende abzusehen. Mit ausverkauften Shows im Rabenhof Theater, einer regelmäßigen Radiokolumne auf FM4, Auftritten in der Fernsehsendung „Dorfers Donnerstalk“ und der Show „Science Busters for Kids“ (Co- Produktion mit dem Rabenhof und dem Theater der Jugend Wien) schlagen die Science Busters eine Schneise der naturwissenschaftlichen Aufklärung durch das Land.

Aber warum?

Ein sehr dicker Experimentalphysiker, ein dicker Kabarettist und ein alter Professor für Theoretische Physik, unterstützt von einem glatzköpfigen VJ, warum wollen sich die Menschen das anschauen? Noch dazu, wo Physik in der Schule bei den Kindern ungefähr so beliebt ist wie ein eitriger Steißbeinzwilling. Man weiß: das gibt es, es ist sicher unangenehm und man möchte auf jeden Fall nichts damit zu tun haben. Ganz einfach. Weil Physik phantastisch sein kann. Alles im Universum ist Physik, und die Science Busters sind in der Lage, das verständlich und unterhaltsam zu präsentieren. Farbenfroh, live und sexy. Mit Filmausschnitten, teilweise unfassbaren Grafiken und zahlreichen Experimenten, zum Teil überwältigend, zum Teil unverschämt einfach, aber gerade dadurch faszinierend. Etwa wie man Außerirdische jederzeit mit einem Feuerball begrüßen kann, ohne die ganze Zeit einen auffälligen Flammenwerfer im Vorzimmer liegen haben zu müssen. Man braucht dafür nur einen Kanister, ein Kunststoffpanzerrohr, Lykopodium und ein paar Kerzen wie für eine Geburtstagstorte… Wo sind jetzt die Kerzen wieder? Die müssen irgendwo sein, vielleicht in der Garderobe, sonst muss noch schnell wer zum Supermarkt….

Martin Puntigam Kabarettist & Satiriker: Er hat eine Vorliebe für gut recherchierte, fundierte, sachlich gut gebaute Geschichten mit hoher Fallhöhe, deshalb lernt man bei Martin Puntigam immer etwas. In seinen Soloprogrammen beispielsweise Pornofilme Hochladen, Bomben basteln oder Hundefutter essen. Oder man lernt, was ein Elementarteilchen sein kann, als solches war Martin Puntigam in „Wildwochen“ zu sehen. „Ich dachte mir, er sollte sich zumindest für Physik interessieren.“ so Prof. Dr. Heinz Oberhummer der gemeinsam mit Univ.-Lekt. Werner Gruber nach einem wissenschaftlichen Bühnenformat suchte. „Ein Anruf genügte, wir trafen uns, und er vervollständigte unser Team. Die „Science Busters“ waren geboren.“ Martin Puntigam arbeitet als Humorist in den unterschiedlichsten medialen Formen. Als Kabarettist mehrfach ausgezeichnet, konzeptioniert und schreibt er außerdem für den österreichischen Rundfunk diverse Radioformate („Welt Ahoi!“ - Ö1, „Ombudsmann“, Science Busters“ u.a. - FM4). Als Matrix für seinen Humor gilt: „Lustig und außergewöhnlich von Anfang an, primitiv und kindisch einerseits, aber sehr elaboriert und wissenschaftlich andererseits - und tendenziell immer fast ein bisschen zu viel.“ Eine Humorauffassung, die die einen an den Herrn Karl (Titanic) oder Sasha Baron Cohen (Doris Glaser - Ö1) erinnert, sorgt bei anderen für Aufregung: „Herrschaften, bitte!! Wir reden hier über eine kleine 25-Minuten-Sendung und nicht über einen Tsunami oder das letzte Gericht...“ so Dr. Alfred Treiber (Programmchef Ö1) in einer Stellungnahme zur „Causa Welt Ahoi!“, nachdem der ORF-Server nach der ersten Sendung aufgrund von Beschwerden zusammengebrochen war. Bei den Science Busters führt Martin Puntigam als MC durch den Abend. „Kein klassisches Kabarett, sondern eine Art Fernsehshow im Theater wird dem Publikum da von den ‚Science Busters‘ präsentiert, mit Puntigam als anarchischem, angeschmuddeltem Moderator, der seine ‚Gäste‘ interviewt und dabei ein ums andere Mal der bleckt.“ (Münchner Merkur)

Prof. Dr. Heinz Oberhummer - Theoretischer Physiker / Astrophysiker (TU Wien): Mit Erich van Däniken streitet er sich darüber, dass die Bibel ein Märchenbuch ist und mit Stephen Hawking diskutiert er über die Beschaffenheit des Universums. Bevor er emeritiert wurde, war Heinz Oberhummer Univ.-Professor an der TU Wien für Theoretische Physik, für Astrophysik, Teilchenphysik, Didaktik der Physik und Kosmologie. Die am meisten beachtete Entdeckung seiner Forscherkarriere ist die „Kosmologische Feinabstimmung.“ Sie besagt im Wesentlichen, dass die Werte von grundlegenden physikalischen Parametern im Universum die Existenz von Leben überhaupt erst ermöglichen. Würden manche Naturkonstanten nur minimal von ihrem Wert in unserem Universum abweichen, wäre ein totes und steriles Universum ohne Leben entstanden. So komplex sein wissenschaftliches Fachgebiet, so unterschiedlich seine Bemühungen Wissenschaft Allen zugänglich zu machen. Dabei wurde ihm klar, dass das unter einem anderen Titel geschehen müsste. „Ich dachte sofort an das Kabarett, weil da die Leute hingehen, ohne Angst zu haben etwas nicht zu verstehen. Allerdings konnte ich mir damals in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen, welchen Aufstieg unser Wissenschaftskabarett einmal nehmen würde.“ Weil Glaube kein Konzept der Physik ist und Kritik die wichtigste Tugend der Wissenschaft, ist Heinz Oberhummer auch Vorsitzender der Gesellschaft für kritisches Denken (österreichische Skeptiker-Organisation), wissenschaftlicher Beirat der Giordano Bruno Stiftung sowie Vorsitzender des Zentralrates der Konfessionsfreien Österreichs. „Gibt es Gott? Das würde Oberhummer aus fernen Galaxien angereiste Außerirdische als erstes fragen. Die Antwort, klärt ihn Moderator Martin Puntigam auf, müsste er freilich auch wieder einfach glauben. Spaß auf hohem Niveau, Jubel im ausverkauften Saal.“ (Kurier)

Univ.-Lekt. Werner Gruber Experimentalphysiker / Neurophysiker (Universität Wien): Der erste, den Prof. Dr. Heinz Oberhummer kontaktierte, war der Physiker Werner Gruber von der Universität Wien. Er kannte ihn zwar nicht persönlich, wusste aber bereits aus den Medien, wie erfolgreich dieser Physik präsentieren konnte. „Ich rief ihn also an, wir trafen uns im Kaffeehaus, nach einer halben Stunde waren wir per Du, und nach zwei Stunden hatten wir uns schon mehrere Projekte überlegt.“ Werner Gruber nimmt kein Blatt vor den Mund (was Marlene Streeruwitz brüskierte und Wolfgang Bosbach die Zornesröte ins Gesicht trieb) und gilt als Meister des naturwissenschaftlichen Witzes. Sein absoluter Topwitz: „Treffen sich zwei Neuronen auf einer Party in der Großhirnrinde. Ein langes Neuron mit vielen Verästelungen und ein kleines, pummeliges Neuron. Das lange spricht das pummelige an: „Na, wie wär’s, laß uns miteinander synchronisieren.“ Drauf erwidert das andere empört: „Mit Dir sicher nicht, Du bist Gaba erg.“ Ob Papierflieger, Rauchring oder Ohrfeige – Werner Gruber erforscht die Physik des Alltags. Daraus hat sich mittlerweile ein eigener Zweig – die kulinarische Physik – entwickelt, wobei sein Motto als Experimentalphysiker lautet: „Jedes Mal kochen – ein Experiment. Jedes Mal Essen – eine Messung.“ Sein eigentliches Arbeitsgebiet an der Universität aber ist Brain Modelling. Dafür ist Werner Gruber international hoch prämiert worden – unter anderem mit dem "E. R. Caianiello award for biocybernetics". „Der schwergewichtige Werner Gruber, als Entertainer ein Naturtalent, demonstriert das alles so einleuchtend wie trocken komisch, mokiert sich nebenbei über Sicherheitsvorkehrungen an Flughäfen und ist heilfroh, dass Terroristen meist nichts von Physik verstehen.“ (Abendzeitung)

Christian „Chili“ Galle Visual Artist & Art Director des Rabenhoftheaters: Er erzählt Bildergeschichten, für verschiedenste Medien mit den unterschiedlichsten Technologien. Am liebsten auf eine klare Thematik hin zugeschnitten, für die er dann eine eigene Wahrnehmungswelt auf verschiedenen Ebenen, in Collagen aus Bildern, Animationen, Filmausschnitten, Grafiken, Sounds, Musik, Texte aufbauen kann. Als Art Director des Rabenhof Theaters nutzt Christian "Chili" Gallei diese modernen Formen auch für die Interaktion mit dem Publikum. Seit Jahren ist er anerkannter Fachmann im Bereich der Visualisierung wissenschaftlicher Projekte und so stieß er auf Heinz Oberhummer bereits während des Projekts "Science and Cinema" bevor er dann über das Rabenhof Theater zum vierten Science Buster wurde. Der multimediale Moment ist wesentlicher Bestandteil jeder Science Busters Show. Während in den bisherigen Formaten meistens Wissenschaftler und Künstler entweder getrennt oder auch nebeneinander agierten, werden bei den Science Busters wissenschaftliche Inhalte in engster Form durch zwei Physiker, einen Kabarettisten und einen Visual Artist miteinander präsentiert. „Also wird die Wissenschaft fürs Volk mit einem kräftigen Schuss ‚Pop‘ gewürzt, mit Wortwitz und Charme vermengt und als Dreimann-Showeinlage präsentiert. ‚Science Busters – Wissen, Film und Rock'n Roll‘, amüsante Klarstellungen – oder Klarheit auf launige Art.“ (Kurier)  

Science Busters - Wer nichts weiß, muss alles glauben – Tourplan  

14.10. 2010   Hamburg: St. Pauli-Theater   15.10.         

Bremen: Veranstalter Kulturbüro Bremen Nord im Kulturbahnhof (KUBA) 

16.10.          Dresden: Wechselbad-Theater 

17.10.          Bonn: Pantheon-Theater 

18.10.          Karlsruhe: Tollhaus 

19.10.          Frankfurt: Neues Theater Höchst 

08.11.          Stuttgart: Theaterhaus Stuttgart 

15.11.          Berlin: BKA Theater 

16.11.          Hannover: Veranstalter TAK im Pavillon im Rahmen der Wissenschaftstage 

 

Kontakt

 

O Agentur für kulturelle Entwicklung  - Ruth Oppl 

Kolosseumstr. 6; D-80469 München 

Tel.: 089-20232487, info@agentur-o.de - www.agentur-o.de 

 

Buchtipp: ReiseTravel empfiehlt

 

Wer nichts weiss, muss alles glauben

 

Tatort Gehirn - Warum wir lieben, wann wir morden und wodurch wir uns manipulieren lassen Es ist mordlüstern und manipulierbar, genusssüchtig und launisch. Wäre unser Gehirn ein Mensch, wäre man gut beraten, ihm nicht im Dunkeln zu begegnen. Die Neurowissenschaftler beginnen gerade erst zu begreifen, wie unser Gehirn funktioniert, und schon stellt sich heraus, es ist uns haushoch überlegen. Nur wenn die Decke explodiert, kann man den Himmel sehen. Moderne Physik ist die Erfolgsgeschichte der Menschheit. Denn die Naturgesetze gelten immer und überall, für alle. Für Außerirdische genauso wie für uns. Vor der Physik sind alle gleich. Fantastisch.

 

Trotzdem war Physik lange das meistgehasste Fach in der Schule, galt ein Physiker nicht als Sexsymbol. Aber seit es die Science Busters gibt, ist alles anders. Die „Chippendales der Physik“ (Alfred Dorfer) beweisen als schärfste Science Boygroup der Milchstraße, dass Topwissenschaft und Spitzenhumor keine Feinde sein müssen. Sie stellen die wichtigen Fragen und können sie auch beantworten: Kann Beten tödlich sein? Was haben Orgasmus und Wachkoma gemeinsam? Wo kann man in einem Paralleluniversum am billigsten Urlaub machen? Warum ist die Pest schuld am iPhone? Wie feiern Goldfische Weihnachten? Kraftorte, Himalajasalz, Granderwasser – Evolutionsdruck durch Esoterik?

Wissenschaft für alle: Interessant, verständlich und unterhaltsam. Denn: Wer nichts weiß, muss alles glauben. Werner Gruber lehrt Experimentalphysik an der Uni Wien, ist Neurophysiker, Experte für Fragen der Alltagsphysik und Verfasser der Bestseller „Unglaublich einfach. Einfach unglaublich“ und „Die Genussformel“. Univ.-Prof. Dr. Heinz Oberhummer, Kern- und Astrophysiker an der TU Wien, sorgte mit seinen Arbeiten über die Feinabstimmung des Universums für internationales Aufsehen. Sein Buch „Kann das alles Zufall sein?“ wurde Wissenschaftsbuch des Jahres 2009.

Martin Puntigam, Kabarettist und Autor, arbeitet u. a. für die ORF-Radiosender Ö1 und FM4. Er wurde ausgezeichnet mit dem „Salzburger Stier“, dem „Prix Pantheon“ und dem „Österreichischen Kleinkunstpreis“. Seit 2007 gastieren die Autoren als „Science Busters“ an Theater- und Kabarettbühnen im deutschsprachigen Raum. Für FM4 gestalten sie die wöchentliche Radiokolumne „FM4 Science Busters“. Von Gerlinde Freis.

 

Wer nichts weiss, muss alles glauben von Werner Gruber, Heinz Oberhummer, Martin Puntigam, Ecowin Verlag GmbH A-5020 Salzburg, ISBN 978-3-902404-93-0

 

Das Buch kostet im Buchhandel 21,90 Euro.

 

Von Gerlinde Freis.  

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